Hilfe und Unterstützung

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Die Krankenhausseelsorge

Wir Krankenhaus-Seelsorgerinnen kommen zu Ihnen auf die Station und sind für Sie und Ihre Angehörigen ansprechbar - unabhängig von Ihrer Kirchenmitgliedschaft, religiösen Einstellung und Weltanschauung. Wir nehmen uns Zeit für Gespräche und Schweigen, für Andacht und Gebet, für Sterbe- und Trauerbegleitung. Was immer Sie mit uns besprechen möchten, behandeln wir absolut vertraulich.

Wir sind da für Menschen, die sich auseinandersetzen mit ihrer gegenwärtigen Situation und darüber sprechen möchten, die eine Krisenbegleitung wünschen oder die sich mit Fragen des Glaubens beschäftigen und darüber ins Gespräch kommen möchten. Auf Wunsch verabreden wir uns mit Ihnen zum Gebet, reichen das Abendmahl oder die Kommunion. Bei Zugehörigkeit zu einer anderen Religionsgemeinschaft stellen wir gerne entsprechende Kontakte her. Möchten Sie von uns besucht werden, dann sprechen Sie uns entweder direkt an oder bitten Sie eine Pflegefachkraft, dies zu tun.


Der Raum der Stille

Raum der Stille

Platz nehmen, zur Ruhe kommen, meditieren, beten: Der Raum der Stille steht allen Menschen offen – egal, welchen Glauben, welche Weltanschauung sie haben. Rund um die Uhr finden Ruhesuchende hier einen besonderen Ort um durchzuatmen, sich zu sammeln, nachzudenken.

Der Bremer Tischler Henrik Hölbe hat speziell für diesen Raum einen flachen Balkentisch aus über 100 Jahre altem Eichenholz gebaut. Man erkennt noch den Baum, aus dem er gemacht wurde – er zeigt die Spuren der menschlichen Arbeit und erzählt die Geschichte des Hauses, das er als Balken früher gestützt hat. Der Raum der Stille steht im Zeichen des respektvollen Miteinanders und wir bitten Sie, ihn im Geist der Toleranz und des gegenseitigen Respekts zu nutzen.

Muslimische Besucher finden einen Waschraum und Gebetsteppiche vor.


Das Ethikkomitee

Die Ethik-Beratung ist eine Dienstleistung, die Patienten, Angehörigen und allen Berufsgruppen im Klinikalltag bei der Lösung von ethischen Problemen zur Seite steht.

Unser Ethik-Komitee besteht aus Pflegefachkräften, Therapeuten, Ärzten und Seelsorgerinnen und begleitet Sie und Ihre Angehörigen auf Wunsch in Grenzsituationen. Wir nehmen Ihre Bedenken, Ängste und Wünsche und die Ihrer Angehörigen auf. Gleichzeitig führen wir auch die unterschiedlichen Wahrnehmungen, Emotionen und verschiedenen Aufgabenstellungen der Sie betreuenden Fachkräfte in einem Fallgespräch zusammen. Der Wille des Patienten steht im Mittelpunkt der Fürsorge und Behandlung.


Patienten mit Demenz

Menschen mit dementiellen Erkrankungen benötigen im Krankenhaus noch einmal mehr Unterstützung und Zeit als zu Hause, selbst bei den scheinbar alltäglichsten Verrichtungen. Unsere zertifizierte Expertin für Demenz im Krankenhaus und erfahrene Pflegefachkraft Viola Silber gestaltet die Vormittage zwischen 8.00 und 12.30 Uhr für bis zu acht mobile stationäre Demenzpatienten. Fester Bestandteil der Betreuung ist ein Teil des Teams der Grünen Damen und Herren. Die speziell geschulten Ehrenamtlichen unterstützen die Demenzexpertin und begleiten die Patienten regelmäßig und kontinuierlich. Neben der pflegerischen Betreuung und den gemeinsamen Mahlzeiten bieten die Demenzexperten im Betreuungsraum adäquate Beschäftigung, Förderung und Unterhaltung an - zum Beispiel durch künstlerische und musische Tätigkeiten, Geschichten vorlesen, Gespräche oder Spiele. Der Alltagsbezug in der Betreuungszeit hilft, die kognitiven Fähigkeiten der Patienten zu erhalten und eine Verschlechterung der Demenzsymptomatik während des Klinikaufenthaltes zu verhindern. Gleichzeitig soll die Betreuung vorbeugend vor der Entwicklung eines Delir, das ist ein akuter Verwirrtheitszustand mit desorganisiertem Denken, Desorientiertheit im Allgemeinen und Wahrnehmungsstörungen, wirken. Angehörige dürfen auf Wunsch und nach Absprache am Angebot teilnehmen.

Für demenzkranke Menschen sind in unserem Haus außerdem so genannte Nesteldecken im Einsatz: 60x80 cm große Decken aus Baumwolle, Cord, Leder, Fell, Pelz oder Flanell mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen. Eingearbeitet in die Unikate sind beispielsweise Reißverschlüsse, Knöpfe, Kordeln, Krawatten, Wollfransen, aufgesetzte Hemdsärmel, Fototaschen, Perlen, Münzen und knisternde Gegenstände. Das Nesteln und Fühlen wirkt gerade bei bettlägerigen Patienten besänftigend und fokussierend, es hat eine aktivierende Wirkung auf die Erkrankten.


Die Grünen Damen und Herren

Das Team der Grünen Damen und Herren

Wir, die Grünen Damen und Herren, möchten Ihnen den Klinikaufenthalt mit unserem ehrenamtlichen Einsatz erleichtern. Unsere persönlichen Hilfsangebote liegen außerhalb der medizinischenund pflegerischen Aufgabenbereiche. Wir ersetzen keine Pflegekräfte, unsere Tätigkeiten und Aufgaben sind ausschließlich ergänzende Hilfen für Sie und Ihre Angehörigen: Wir erledigen bei Bedarf Botengänge, Einkäufe am Kiosk im Krankenhaus oder außer Haus, begleiten Sie bei Spaziergängen, lesen Ihnen vor, helfen Ihnen beim Kofferpacken und gerne vieles mehr.

Wünschen Sie als Patient den Besuch einer Grünen Dame oder eines Grünen Herrn, wenden Sie sich bitte an eine Pflegekraft auf Ihrer Station.

Willkommen im Team!

Sie interessieren sich für die ehrenamtliche Tätigkeit als Grüne Dame oder Grüner Herr? Es bedarf keiner speziellen Ausbildung, wenn Sie in unserem Team mitarbeiten möchten. Sie sollten für diese Aufgabe Einfühlungsvermögen, Kontaktfreudigkeit, Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit mitbringen. Wir bereiten Sie gründlich auf Ihre Tätigkeit vor und begleiten Sie so lange wie nötig bei Ihren Einsätzen. Unser Team kommt regelmäßig zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch zusammen. Darüber hinaus bieten wir Schulungen und Fortbildungen an, die für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Umgang mit kranken Menschen wichtig sind. Grüne Damen und Herren sind unentgeltlich tätig, haben aber während der ehrenamtlichen Tätigkeit Versicherungsschutz. Aufwendungen für Fahrtkosten zur Arbeit werden erstattet, Arbeitskleidung (weiße Kittel) gestellt. Ihr persönliches Zeitkontingent besprechen Sie bitte mit der Teamleitung.


Lob und Kritik

Die Mitarbeiter des Qualitätsmanagements überprüfen regelmäßig und systematisch alle Abläufe in der Klinik. Unser Ziel ist die beständige Verbesserung Ihres Betreuungs- und Versorgungsprozesses.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Mit Ihren Aufnahmeunterlagen erhalten Sie einen Patientenfragebogen. Wir nehmen Ihr Lob und Ihre Kritik als Anregungen, um die Qualität in unserem Haus weiter zu verbessern. Bitte füllen Sie den Bogen ohne Nennung Ihres Namens aus und werfen ihn in den Briefkasten Lob & Kritik in der Eingangshalle.

Möchten Sie Ihr Anliegen lieber persönlich besprechen? Sollten Sie einmal mit unserer Arbeit oder unserem Haus nicht zufrieden sein, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an die Abteilung Qualitätsmanagement. Wir behandeln Ihr Anliegen diskret und individuell und sorgen für zufrieden stellende Lösungen für alle Beteiligten.


Der Patientenfürsprecher

Es gibt viele Wege, in unserem Haus Lob und Kritik zu äußern – sei es das Formular im Briefkasten ›Lob & Kritik‹ in der Eingangshalle, der Fragebogen in der Patientenmappe oder, ganz direkt, ein Anruf beim Qualitätsmanagement unter 55 99 448. Seit 2012 bietet das RKK zusätzlich eine neutrale Anlaufstelle für Patienten und ihre Angehörigen – den Patientenfürsprecher. Wenn während des Klinikaufenthalts nicht alles rund läuft, steht er Betroffenen und Angehörigen zur Seite. Als von der Klinik unabhängige Privatperson steht er für vertrauliche Gespräche bereit und vermittelt im Konfliktfall. Er vertritt die Betroffenen in Konfliktsituationen gegenüber der Klinikleitung.

Unsere Patienten können sich jederzeit schriftlich und telefonisch an den Patientenfürsprecher wenden unter Telefon: 0421 / 55 99-599. Ihre Briefe werfen Sie bitte in einem geschlossenen Umschlag mit der Aufschrift „Patientenfürsprecher“ in den Briefkasten „Lob & Kritik“ in der Eingangshalle. Bei Problemen können Sie sich auch an die Unabhängige Patientenberatung Bremen in der Schwachhauser Heerstraße 34 wenden. 
Tel. 0421 / 3477374 



Patientenverfügung

Leiden - Krankheit - Sterben: Wie bestimme ich, was medizinisch unternommen werden soll, wenn ich entscheidungsunfähig bin?

Das Bundesministerium für Justiz hat eine Broschüre erstellt, die Hilfestellung für diejenigen Bürgerinnen und Bürger gibt, die eine individuelle Patientenverfügung verfassen wollen. Für eine solche Patientenverfügung gibt es kein Patentrezept. Sie sollte die individuellen Wertvorstellungen und Glaubensüberzeugungen des Verfassers widerspiegeln. Deshalb finden Sie in dieser Broschüre kein fertiges Formular, sondern Empfehlungen und Textbausteine für die Formulierung individueller Entscheidungen sowie zwei Beispiele einer möglichen Patientenverfügung.
Für Fragen zum Thema und bei der Erstellung einer Patientenverfügung stehen Ihnen unser Sozialdienst und die Seelsorgerinnen gerne zur Verfügung!

Bitte beachten Sie, dass Patientenverfügungen zukünftig nur dann wirksam sind, wenn sie schriftlich verfasst und vom Aussteller eigenhändig durch Namensunterschrift oder durch ein notariell beglaubigtes Handzeichen unterzeichnet sind. Eine Unterschriftsbeglaubigung oder notarielle Beurkundung der Patientenverfügung ist dagegen nicht zwingend vorgeschrieben.


Vorsorgevollmacht

Wie und in welchem Umfang für eine hilfsbedürftige Person vom Gericht eine Betreuerin oder ein Betreuer bestellt wird, regelt das Betreuungsrecht. Das Bundesministerium für Justiz hat eine Broschüre erstellt, welche Ihnen die Grundzüge des Betreuungsrechts mit dem Stand Mai 2007 darlegt.

Um die Aktualität der für Sie wichtigen Informationen auf Dauer zu gewährleisten, verweist das Rotes Kreuz Krankenhaus an dieser Stelle auf die Website des Bundesministeriums. Sie finden dort z.B. Informationen darüber, unter welchen Voraussetzungen eine Betreuung angeordnet wird und wie sie sich auswirkt, welche Aufgaben ein Betreuer hat und wie die Tätigkeit des Betreuers in persönlichen und vermögensrechtlichen Angelegenheiten aussieht. Im Anhang der Broschüre werden Hinweise gegeben, wie man für den Fall einer möglichen eigenen Betreuungsbedürftigkeit vorsorgen kann. Ausführlich wird dabei auf die so genannte Vorsorgevollmacht eingegangen und es gibt konkrete Vorschläge für die Formulierung einer solchen Vollmacht.

Für Fragen zu diesem Thema steht Ihnen unser Sozialdienst gerne zur Verfügung!


Selbsthilfegruppen

Krankheiten kommen oft plötzlich und unverhofft. Gut zu wissen, dass man damit nicht allein auf der Welt ist. Selbsthilfegruppen können gerade bei chronischen Erkrankungen eine große Stütze sein. Unser Krankenhaus arbeitet mit zahlreichen Selbsthilfegruppen zusammen. Wenn auch Sie sich mit anderen Patienten in einer ungezwungenen und vertrauten Atmosphäre austauschen möchten, wenden Sie sich bitte an ihr örtliches Gesundheitsamt. Dort hält man umfassende Informationen und Listen über alle Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe bereit.

St. Pauli-Deich 24 • 28199 Bremen • Tel. 0421 / 55 99-0