Aktuell

Stammzellen-Typisierungsaktion für die vierjährige Mila

Veranstaltung mit Weihnachtsbasar und Kuchenbuffet am 01.12.2025 von 14–19 Uhr im Tagungszentrum der Klinik

Am 1. Dezember findet im Tagungszentrum des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen von 14 bis 19 Uhr eine Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) statt. Gesucht wird die lebensrettende Spende für die vierjährige Mila, die Tochter einer Krankenschwester des RKK. Ein Mitarbeiterteam der Klinik, Freundinnen und Freunde und viele freiwillige Helferinnen und Helfer organisieren die Aktion inklusive Kaffee und Kuchen und einem großen Weihnachtsbasar. Der Erlös kommt der DKMS zugute.

Die vierjährige Mila lebt mit ihrer Mama Anne-Marie und ihrem Papa Dirk im Bremer Umland. Sie liebt das Meer, Regenbögen und Einhörner. Wie ihre Mutter möchte das hilfsbereite, intelligente kleine Mädchen später Krankenschwester werden. Schon jetzt spendet sie Trost im Kindergarten, wenn andere traurig sind. Mila hat das Myelodysplastische Syndrom (MDS), eine seltene Erkrankung des blutbildenden Systems. Für ihre Heilung braucht Mila dringend eine Stammzellspende.

Alle, die zwischen 17 und 55 Jahren alt und gesund sind, können sich am 1. Dezember als potenzielle Lebensretter:innen im Rotes Kreuz Krankenhaus registrieren. Dies geschieht mit einem einfachen Wangenabstrich, mit dem anschließend in Labor der DKMS die Gewebemerkmale bestimmt werden.

Weitere Informationen zu Stammzellenspenden…

Große Rheuma-Ärztefortbildung für Nordwestdeutschland am Samstag, 08. November im Rotes Kreuz Krankenhaus

Das Bremer Rheumazentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) organisiert jährlich das „Bremer Rheumasymposium“ - die größte Rheuma-Ärztefortbildung in Nordwestdeutschland. In diesem Jahr werden zum 43. Mal Ärzte und Wissenschaftler ins Tagungszentrum der Klinik kommen, um sich über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie rheumatischer Erkrankungen auszutauschen. Die Themen des Symposiums sind nach den Wünschen der teilnehmenden Haus- und Fachärzte für ihre tägliche Praxis ausgerichtet. Die Volkskrankheit Rheuma ist mit ihren zahlreichen verschiedenen Krankheitsbildern ein komplexes Feld. Wichtig für die schnelle Diagnose ist neben der engen Kooperation der beteiligten Berufsgruppen auch die Weiterbildung von Hausärzten, Orthopäden und Rheumatologen – gerade in Zeiten des deutschlandweiten Mangels an Rheumatologen. Dieser Aufgabe widmet sich das anerkannte und DGRh-zertifizierte (Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.) Bremer Rheumazentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus.

Die Themen 2025 sind:

  • Rheumatoide Arthritis – aktuelle Aspekte der Diagnostik und Therapie
  • Rheumatologie trifft Gastroenterologie
  • Sytemischer Lupus Erythematodes
  • Die Gicht – eine uralte Krankheit neu beleuchtet
  • Perioperatives Management vor Gelenkeinsatz / Behandlung des Gelenkprothesen-Infekts

Weitere Informationen…

Rotes Kreuz Krankenhaus erhält Auszeichnung als CRPS-freundliche Einrichtung

Die „entgleiste Heilentzündung“ – so nannte der deutsche Chirurg Paul Sudeck Anfang des 20. Jahrhunderts das nach ihm benannte Krankheitsbild. Der Name wurde in den frühen 2000er Jahren zugunsten des internationalen Fachbegriffs Complex Regional Pain Syndrome ersetzt. Bis heute ist nicht vollständig geklärt, was diese seltene Krankheit auslöst. Entzündliche Prozesse, vom Nervensystem ausgehende Störungen und Veränderungen in Rückenmark und Gehirn spielen eine Rolle. „CRPS wird oft erst sehr spät erkannt, obwohl gerade in den ersten Wochen die Heilungschancen am besten sind, sagt Dr. Imke Starp, Ärztliche Leiterin der Klinik für Schmerzmedizin am Rotes Kreuz Krankenhaus.

Die Erkrankung beginnt häufig nach einer Verletzung oder Operation mit einem starken, brennenden Schmerz, der bei Belastung oder Bewegung zunimmt. Viele Patienten empfinden den Schmerz schon bei leichten, eigentlich angenehmen Berührungen, oft verbunden mit Kribbeln, starker Schwellung und geröteter Haut. „Symptome sind Durchblutungsstörungen, Ödeme, Hautveränderungen und schließlich Funktionseinschränkungen“, so Dr. Starp. Der Krankheitsverlauf des CRPS ist höchst unterschiedlich und reicht von völliger Ausheilung bis zum schweren chronischen Verlauf mit bleibender Behinderung und Schmerz. Nach Frakturen, z.B. einem Bruch des Handgelenks, tritt das CRPS bei etwa ein bis zwei Prozent der Patient:innen auf. Zwei bis fünf Prozent sind nach peripheren Nervenverletzungen von der Krankheit betroffen – dabei Frauen zwei bis dreimal häufiger als Männer.

Dr. Imke Starp und ihr Team in der Klinik für Schmerzmedizin am Rotes Kreuz Krankenhaus setzen bei der Behandlung schwerer Verläufe der tückischen Erkrankung auf die multimodale Schmerztherapie - also ein individuell geschnürtes Paket aus Schmerzmedikamenten (Opiaten), Physiotherapie, Lymphdrainagen, Ergotherapie und Verhaltenstherapie.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Sie ist für uns Ansporn, unsere Arbeit im Sinne der Betroffenen weiterzuführen und noch stärker auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen. Wir brauchen in Deutschland dringend mehr Aufklärung, Verständnis und Unterstützung für Patient:innen mit dieser seltenen Erkrankung“, sagt Dr. Imke Starp.

Als CRPS-freundliche Einrichtung zeichnet sich die Schmerzklinik des RKK durch besondere Sensibilität, Fachwissen und Unterstützungsangebote aus, die den Bedürfnissen von Betroffenen gerecht werden, so die CRPS-Selbsthilfegruppe. Im Rahmen der Zertifizierung wurden unter anderem folgende Aspekte berücksichtigt:

  • Schulung und Sensibilisierung des Personals im Umgang mit CRPS-Betroffenen
  • Barrierearme Strukturen und Abläufe, die eine bestmögliche Versorgung ermöglichen
  • Kooperationen mit Fachärzt:innen, Therapeut:innen und Selbsthilfegruppen
  • Informations- und Unterstützungsangebote für Betroffene und ihre Angehörigen

Selbsthilfegruppe CRPS Köln/Bremen

Regelmäßige Gruppentreffen für Erkrankte und deren Familien in Bremen finden immer am letzten Freitag der geraden Monate statt - von 18.00 – 20.00 Uhr im Netzwerk Selbsthilfe e.V., 1. Etage, Faulenstraße 20, 28195 Bremen

Medizinische Hochschule Hannover und Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen kooperieren künftig auf dem Gebiet der Organspende

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) kooperieren künftig auf dem Gebiet der Organspende.

Der Prozess rund um eine potentielle Organspende in einem Krankenhaus ist sehr komplex. Selbst große Unikliniken durchlaufen diesen Prozess nur wenige Male im Jahr. Ein Kooperationsvertrag mit dem Transplantationszentrum der MHH bietet im RKK nun Unterstützung auf dem Gebiet der Organspende. „Man benötigt viel Know-How und bindet jede Menge Ressourcen, um komplexe Prozesse, wie die Feststellung des Hirntodes, die Diagnostik während der Organspende oder die Betreuung der Angehörigen in der Klinik durchzuführen. Durch die Kooperationen bekommen wir nun auf Wunsch Unterstützung und können so gemeinsam mit der MHH sicherstellen, dass auch in schwierigen Fällen bestmögliche Abläufe und Betreuungen gewährleistet sind“, erklärt Dr. Martin Langenbeck, Ärztlicher Geschäftsführer und Transplantationsbeauftragter der Klinik.

„Als erfahrenes Organspendekrankenhaus möchten wir Sicherheit rund um die komplizierten Abläufe der Organentnahme bieten. Der Kooperationsvertrag schafft die Grundlage für eine unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen dem RKK als potentiellem Entnahmekrankenhaus und dem MHH-Transplantationszentrum. Das entlastet die Kolleg:innen vor Ort im RKK und unterstützt die Klinik“, sagt Frank Logemann Transplantationsbeauftragter der Medizinischen Hochschule Hannover MHH.

Inhaltlich geht es neben einem Informations- und Erfahrungsaustausch um die gegenseitige Unterstützung bei problematischen Fällen, die Kompensation von Personal und Technik sowie die Absicherung des Zugriffs auf das Organ- und das Gewebespenderegister. Verabredet wurden außerdem gemeinsame Aktionen zur Öffentlichkeitsarbeit, Schulung des Personals und von weiteren Transplantationsbeauftragten sowie ein verbessertes Qualitätsmanagement durch Peer review-Verfahren.

Organspenden können in allen Kliniken stattfinden, die über eine Intensivstation mit Beatmungsplätzen verfügen, in Bremen sind dies 9 Kliniken. Diese „Entnahmekrankenhäuser“ sind gesetzlich verpflichtet, potenzielle Organspender zu erkennen und umgehend an die Koordinierungsstelle, die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), zu melden. Verantwortlich für den Prozess ist der Transplantationsbeauftragte der Klinik. Im Rotes Kreuz Krankenhaus identifiziert Dr. Martin Langenbeck mögliche Patienten. Er organisiert den Organspendeprozess, berät das Krankenhauspersonal und betreut die Angehörigen. „Je sicherer die Abläufe sitzen, je mehr Unterstützung bei Personal, Technik und Material, je strukturierter und klarer das Vorgehen und die Prozesse, desto geringer sind die Hürden, eine mögliche Organspende auszuloten“, ist sich der Chefarzt sicher.

Die Organentnahme ist gemeinsame Aufgabe des Entnahmekrankenhauses und des Transplantationszentrums. Die Transplantation selbst darf nur von einem entsprechenden Zentrum vorgenommen werden. In Deutschland gibt es zurzeit ca. 1200 Entnahmekrankenhäuser und 45 Transplantationszentren, von letzteren ist das der MHH das größte. Rund 8500 Patient:innen stehen bundesweit auf den Wartelisten für ein Spenderorgan.

Pflegebildung Bremen bezieht neuen Standort in der Überseestadt

Neue Räume, frischer Name, mehr Ausbildungsplätze: Bremer Pflegeschule setzt auf neuartiges Lernkonzept

Neuer Standort für Pflegebildung Bremen: Die Pflegeschule erweitert ihre Kapazitäten und hat in zentraler Lage in der Überseestadt zeitgemäße Räumlichkeiten bezogen. Das Schulgebäude im Kaffee-Quartier bietet neben mehr Platz auch die entsprechenden Möglichkeiten für die Umsetzung des modernen Ausbildungskonzepts, das von Lehrenden, Auszubildenden und Praxisanleitungen gemeinsam entwickelt wurde: In „Skills Labs“ können die Schüler:innen zentrale Tätigkeiten des Pflegeberufs realitätsnah üben; Lernlandschaft, großzügige Klassenzimmer, digitale Unterrichtsmethoden und ansprechend gestaltete Aufenthaltsbereiche sollen eine motivierende Lernatmosphäre ermöglichen. Zeitgleich erhielt die Schule einen neuen Namen: Das ehemalige Bremer Zentrum für Pflegebildung der freigemeinnützigen Einrichtungen heißt jetzt kurz und knackig – Pflegebildung Bremen.

Die Ausbildung zur Pflegefachkraft gehört aktuell zu den zehn bestbezahlten Ausbildungsberufen in Deutschland. In den letzten Jahren ging die Zahl der Ausbildungsplätze in Bremen stetig nach oben, sodass die bisherigen Räumlichkeiten der Pflegeschule in der Neustadt nicht mehr ausreichten. Mit dem Umzug ins Kaffee-Quartier (Lloydstraße 4) steht nun mehr als doppelt so viel Fläche für moderne Aus- und Fortbildungsangebote zur Verfügung. Unterstützt wurden Umbau und Neugestaltung der Schule mit Fördermitteln in Höhe von einer Million Euro durch das Land Bremen. Ein besonderes Highlight aus Sicht der Auszubildenden sind die modernen „Skills Labs“, die speziell für Pflegebildung Bremen konzipiert wurden. Hier können die Schüler:innen beispielsweise die Versorgung von Säuglingen üben. Drei weitere Simulationsräume sind der Akut- sowie der Langzeitpflege gewidmet.

„Die Herausforderungen in der Pflege werden aufgrund des demografischen Wandels, der voranschreitenden Digitalisierung, der Ambulantisierung und des zunehmenden Fachkräftemangels immer größer. Umso wichtiger ist es, Pflegekräfte in allen Bereichen und Settings auszubilden“, sagt Geschäftsführerin Daniela Reinhardt, die bereits maßgeblich an der Einführung und Umsetzung der generalistischen Pflegeausbildung in Bremen vor fünf Jahren mitgewirkt hat. 2020 wurden die bis dahin getrennt laufenden Ausbildungen zur Pflegefachkraft in der Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege bundesweit in der sogenannten generalistischen Ausbildung zur/zum Pflegefachfrau/-mann zusammengeführt. Reinhardt: „Unser darauf aufbauendes Schulkonzept soll den Auszubildenden Kompetenzen vermitteln, die sich an realitätsnahen ­ Pflegesituationen orientieren. Erfahrungswerte von Lehrkräften, Auszubildenden und unseren Gesellschaftern sind in den neuen Schulstandort mit eingeflossen, was sich in der Gestaltung der neuen Räumlichkeiten, im Einsatz moderner Unterrichtsmethoden sowie in der individuellen ­ Förderung der Auszubildenden widerspiegelt.“

„Schule soll nicht nur ein Lernort sein“

So wurde das neue Schulgebäude in der Bremer Überseestadt bewusst als Denkraum konzipiert – mit offenen, hellen Klassenzimmern, großer „Lernlandschaft“, einladend gestalteten Aufenthaltsbereichen und einem Ruheraum. Die farbenfrohen Lern- und Lehrräume sorgen für Aufenthaltsqualität und eine lebendige Arbeitsatmosphäre. „Pflegekraft ist ein enorm anstrengender Ausbildungsberuf“, sagt Daniela Reinhardt. „Es ist wichtig, dass die Schule nicht nur Lernort ist, sondern auch Raum für Austausch mit Auszubildenden aus anderen Einrichtungen und Rückzugsmöglichkeit bietet.“

Eine große Besonderheit der Bremer Pflegeschule liegt in ihrer freigemeinnützigen Trägerstruktur. Sechs starke Partner stehen hinter der Bildungseinrichtung – die drei Krankenhäuser DIAKO, Rotes Kreuz Krankenhaus und St. Joseph-Stift sowie Caritas, Diakonie und Bremische Schwesternschaft vom Roten Kreuz als Anbieter von Lang- und Kurzzeitpflege sowie ambulanter Pflege. Dies ermöglicht den Azubis vielfältige Einblicke in die unterschiedlichen Pflegebereiche. „Für die Patientinnen und Patienten ist es sehr vorteilhaft, dass ich durch meine Praktika bei verschiedenen Trägern ein breites Erfahrungsspektrum mitbringe. Dadurch weiß ich, was dort jeweils für die individuelle Betreuung wichtig ist“, sagt zum Beispiel Rim Abou Khalil, Auszubildende im DIAKO. Weitere freigemeinnützige Einrichtungen wie die Roland-Klinik, Bremer Hände, vacances oder der Pflegedienst vielfältig. entsenden ebenfalls ihre Azubis an die Schule. Sie alle verbindet das Anliegen, die Auszubildenden umfassend und insbesondere gezielt in ihren persönlichen ­ Entwicklungspotenzialen zu fördern. Nach erfolgreichem Abschluss bieten die Einrichtungen zahlreiche Fortbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten. „Ich hoffe, dass wir mit unserer besonderen Ausbildung viele Menschen für eine Karriere in der Pflege begeistern können“, so Daniela Reinhardt.

Über Pflegebildung Bremen

Pflegebildung Bremen ist Anbieter für Ausbildung in der Pflege in freigemeinnütziger Trägerschaft. Sechs starke Partner stehen hinter dem Bildungszentrum: die drei Krankenhäuser St. Joseph-Stift, DIAKO und Rotes Kreuz ­ Krankenhaus sowie die drei Träger der Altenhilfe Caritas, Diakonie und Bremische Schwesternschaft vom Roten Kreuz. Durch die Kooperation mit den sechs freigemeinnützigen Einrichtungen kann Pflegebildung Bremen eine breit gefächerte Ausbildung in der Pflege auf hohem Niveau anbieten. Bereits während aber auch nach der Aus­ bildung zum/zur Pflegefachmann/frau sowie zum/zur Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in mit generalistischer Ausrichtung profitieren die Auszubildenden von den vielfältigen Möglich­ keiten der Bildungseinrichtung und ihrer Gesellschafter: Eine Übernahme in einen Arbeitsvertrag ist nach erfolgreichem Abschluss garantiert.


Foto, von links:
Jörg Rahman, Lehrkraft Pflegebildung Bremen
Alena Maniscalco, Auszubildende Pflegebildung Bremen
Christin Pahn, stellv. Schulleiterin, Pflegebildung Bremen
Martin Böckmann, geschäftsführender Vorstand Caritas Verband Bremen
Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz
Daniela Reinhardt, Geschäftsführerin Pflegebildung Bremen
Thomas Kruse, Geschäftsführer, DIAKO Krankenhaus Bremen
Dr. Walter Klingelhöfer, Geschäftsführer, Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen
Antje Eekhoff, Pflegedirektorin, St. Joseph-Stift
Markus Huber, DIAKO Krankenhaus Bremen
Karina Altenfelder, Vorständin der Diakonie Bremen
Dorothea Jäger, Lehrkraft, Pflegebildung Bremen
Lena Geffken, stellv. Vorsitzende der Bremischen Schwesternschaft

pflegebildung-bremen.de

RKK erhält Auszeichnung „Deutschlands beste Krankenhäuser 2025“ des F.A.Z.-Instituts

Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) ist laut F.A.Z.-Institut eines von „Deutschlands besten Krankenhäusern“ in der Größenkategorie 300 bis 500 Betten. Im Bundesland Bremen wurden in der Kategorie 300-500 Betten nur zwei Kliniken ausgezeichnet, das RKK mit 86,5 von 100 Punkten und das Klinikum Bremen Nord mit 83,0 Punkten. Die Studie des F.A.Z.-Institut wurde mit Hilfe des IMWF-Instituts für Management- und Wirtschaftsförderung und der Analysegesellschaft ServiceValue erstellt und im Juli veröffentlicht.

Datenbasis für die Bewertung sind laut F.A.Z. eine Auswertung der aktuellsten verfügbaren Qualitätsberichte des Gemeinsamen Bundesausschusses, Daten des Bundes-Klinik-Atlas des Gesundheitsministeriums, Patientenbewertungen (klinikbewertungen.de) sowie Internetdaten, die per KI analysiert und mittels Sentiment-Analyse bewertet wurden. Das Ergebnis, so die F.A.Z., sei ein einzigartiger Überblick über Deutschlands beste Krankenhäuser, dessen Resultat dabei helfen solle, die Vielzahl der Informationsangebote handhabbar zu machen.

Fachabteilungen der Krankenhäuser wurden zusätzlich separat ausgezeichnet.

Das Rotes Kreuz Krankenhauses war 2025 mit gleich vier Fachbereichen dabei:

  • Gefäßchirurgie, Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie
  • Allgemeine Chirurgie, Visceralchirurgie
  • Orthopädie und Unfallchirurgie, Orthopädische Chirurgie
  • Rheumatologie: Orthopädie mit Schwerpunkt Rheumatologie, Innere Medizin mit Schwerpunkt Rheumatologie

Die Studie sowie Informationen zu Methode, Auswertung und wissenschaftlichen Begleitung wurde auf https://www.faz.net/asv/beste-krankenhaeuser/ veröffentlicht.

Stabwechsel im Küchenteam des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Fast 20 Jahre lang war Michael Winne im Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) zuständig für den Einkauf, die täglich frische Zubereitung der Mahlzeiten und den reibungslosen Ablauf bei der Ausgabe von rund 900 Essen täglich – nicht nur für die Patienten auf den Stationen. Auch die Mitarbeitenden der Klinik und Gäste des Café K sowie das Altenheim der Bremischen Schwesternschaft nebenan verköstigte Michael Winne mit seinem Team. Zum Job des Küchenleiters im RKK gehört außerdem der Betrieb des Kiosks und die Führung des Tagungszentrums inkl. externer Vermietung. Nun freut sich der 64-jährige nach 48 Jahren im Arbeitsleben auf den wohlverdienten Ruhestand.

Neuer Küchenleiter und Chef des rund 60-köpfigen Teams wird Phillip Kalthoff. Der 34-jährige gebürtige Bremer ist trotz seines jungen Alters bereits einige Stufen auf der Karriereleiter emporgestiegen. Nach der Ausbildung zum Koch im Restaurant Worpsweder Bahnhof vor 17 Jahren ging es nach Bremen ins Atlantik Grand Hotel und Radisson Blu und weiter über Stationen, wie den Bayerischen Hof, bis ins „Tantris“ in München. Eckart Witzigmann begründete den Ruf dieses mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Gourmettempels. Zurück in Bremen - der Familie wegen - arbeitete Phillip Kalthoff zuletzt als Küchenchef Event & Catering im Restaurant Riva und im „Vitaminlager“ in der Überseestadt.

Seiner neuen Aufgabe in der Krankenhausküche begegnet er mit Respekt und Vorfreude. „Ich werde keine Änderungen übers Knie brechen aber natürlich wird die Küche des RKK, die einen sehr guten Ruf hat, auch meine Handschrift bekommen“, sagt der sportliche Koch. 2026 wird er die Weiterbildung zum Küchenmeister abschließen. Modern, frisch, abwechslungsreich, nachhaltig beschreibt Phillip Kalthoff die Richtlinie seiner Klinikküche. Den bangen Blicken der Café K-Stammgäste, ob jetzt der „SchniPo-Tag“ (Schnitzel und Pommes jeden Mittwoch) wegfällt, begegnet Vegetarier Kalthoff mit einem Lächeln und beruhigendem Kopfschütteln.

Sein Vorgänger Michael Winne ist stolz darauf, dass die Küche des RKK im Gegensatz zu vielen anderen Einrichtungen im Gesundheitswesen täglich frisch kocht. Die gute Küche kommt der Klinik auch in den öffentlichen Patientenbefragungen zugute. Hier findet man das RKK beim Vergleich mit den anderen Akutkrankenhäusern immer an der Spitze. „Mein Team, bei dem ich mich zum Abschied sehr herzlich bedanken möchte, war mir immer das wichtigste. Ohne Teamarbeit geht es in der Küche nicht“, betont der scheidende Chef.

Am Freitag, 25. Juli, wird Michael Winne das letzte Mal Gastgeber des Mittagstisches im Café K sein. Er freut sich auf die kommenden Momente mit seiner Familie und dem 20 Monate alten Enkel - aber auch für Hausrenovierungen, den Garten, Urlaub und sein Hobby, das Motorradfahren, soll genügend Zeit bleiben.

Neues Verfahren bei Hallux Valgus in Bremen: Minimalinvasive Operation im Rotes Kreuz Krankenhaus

Die MICA-Methode verspricht eine schonende Behandlung und schnellere Genesung für Betroffene.

Hallux valgus ist eine Fehlstellung der Großzehe. Wenn das Gelenk des großen Zehs nach außen drängt, der Zeh bzw. Mittelfußknochen selbst sich gleichzeitig nach innen schiebt, entsteht das typische Bild der häufigsten Zehenfehlstellung bei Erwachsenen. Rund 10 Millionen Menschen sind in Deutschland betroffen, die Mehrheit davon Frauen. Die genetische Veranlagung und ein schwaches Bindegewebe sind Gründe für die Entstehung. Andere Faktoren, die den so genannten Ballenzeh begünstigen, sind Arthrose, falsches Schuhwerk, jahrelange Überbelastung und Adipositas. Die Fehlstellung entwickelt sich häufig aus einem Spreizfuß: Das Fußgewölbe sinkt ein und das Grundgelenk des großen Zehs schiebt sich aus seiner geraden Achse nach außen.

Viele Menschen leben mit einem Hallux valgus Hallux (im Lateinischen Großzehe) valgus (krumm), ohne dass sie Beschwerden haben. Je weiter die Fehlstellung unbehandelt voranschreitet, desto unangenehmer kann sie jedoch werden: Irgendwann scheuert der Großzehenballen am Schuh, er wird gereizt und schmerzt. Die benachbarten Zehen werden gestört und es entstehen weitere Fehlstellungen. „Deshalb sollte man nicht zu lange mit einer Operation warten“, sagt Dr. Jakob Mann, Orthopädie-Oberarzt im RKK.

Es gibt unterschiedliche OP-Methoden zur Behandlung der dreidimensionalen Fehlstellung Hallux valgus - von der Entfernung des Knochenvorsprungs über eine Umstellung des Mittelfußknochens hin zu einer Versteifungsoperation. Am RKK - als erste Klinik in Bremen - haben die beiden zertifizierten Fußchirurgen Dr. Ingo Arnold, Chefarzt, und Dr. Jakob Mann, Oberarzt in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, jetzt eine ganz neue minimal-invasive Methode eingeführt (MICA – Minimal- invasive Chevron-/Akin-Osteotomie). Dr. Mann erklärt: „Mithilfe filigraner Werkzeuge, die wir durch vier millimeterkleine „Schnitte“ einführen, durchtrennen wir der Mittelfußknochen unterhalb des Großzehengelenks. Wir verschieben das Köpfchen zur Mitte und fixieren es mit zwei speziell für diese Verfahren hergestellten, abgeschrägten Schrauben. Der überstehende Knochen außen wird zum Schluss entfernt.“ All dies geschieht unter Röntgensicht. Die Vorteile: „Man muss das Gelenk nicht öffnen, benötigt keine größeren Hautschnitte und die Rehabilitationszeit ist viel geringer als mit einer herkömmlichen OP. Gleichzeitig gibt es weniger Schmerzen, Narben und Wundheilungsprobleme“, sagt der Fußexperte.

Nach der OP tragen die Betroffenen einen Spezialschuh - der Fuß muss nicht komplett ruhiggestellt werden. Nach ca. sechs Wochen ist das Laufen im eigenen Schuh in der Regel wieder möglich.

Neue Fotoausstellung „Internationale Lieblingsgerichte“: Juli bis Dezember 2025 im Café K

Zwischen September 2023 und Mai 2025 kochte das Küchenteam im Rotes Kreuz Krankenhaus die Lieblingsgerichte der „internationalen“ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach deren traditionellen landestypischen Rezepten nach. Mit viel Eigeninitiative - zusätzlich zum Tagesgeschäft - wurde jedes Gericht vorab besprochen, vorbereitet, dafür teilweise an speziellen Orten eingekauft, das Essen zubereitet und für den öffentlichen Mittagstisch im Café K angerichtet.

Jedes der insgesamt 23 Kochevents begleiteten der Fotograf Nikolai Wolff und seine Kollegin Cosima Hanebeck, beides professionelle Fotografen der Bremer Fotoetage. Am 1. Juli 2025 eröffnete RKK-Geschäftsführer Dr. Walter Klingelhöfer die Kunstausstellung mit den während des Projektes gemachten Fotos.

Entstanden sind nicht nur Porträts der Mitarbeitenden sowie Bilder von der Zubereitung der Speisen und den fertigen Gerichte. Entstanden sind in dieser Zeit auch viele offene Gespräche rund um Menschen, Länder, Kultur, Herkunft, Heimat – und natürlich zum Thema Essen. So förderte das Projekt gleichzeitig die Kommunikation, Sichtbarkeit, Wertschätzung und die Integration der Kolleg:innen in der alltäglichen multikulturellen Lebens- und Arbeitswirklichkeit. Über QR-Codes neben den Bildern finden die Besuchenden der Ausstellung jeweils ein beispielhaftes Rezept. Es wurde bewusst so gewählt, dass das Nachkochen in unseren Bremer Küchen ohne Probleme möglich ist.

Das bei Gästen und Mitarbeitenden gleichermaßen beliebte Projekt, bei dem das Krankenhaus sprichwörtlich über den Tellerrand hinaus schaute, zeigt Haltung in Zeiten wachsender rechtspopulistischer Tendenzen und macht die Vielfalt und Internationalität im Klinikalltag sichtbar – nach innen und außen.

Öffnungszeiten Café K (im Untergeschoss Rotes Kreuz Krankenhaus):
Mo-Fr. 11:45 – 17:00 Uhr, Wochenende und Feiertage von 14:00 – 17:00 Uhr
(Öffentlicher Mittagstisch: wochentags von 11:45 Uhr bis 13:30 Uhr)

Camperwoche für Organspende

Vom 19.– 24. Mai 2025 findet erneut eine Informations-Tour des Netzwerks der Transplantationsbeauftragten Region NORD e.V. statt

In Deutschland wird immer noch viel zu wenig über die Einstellung zur Organspende gesprochen. Laut repräsentativer Befragung durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA sind fehlendes Wissen und Vertrauen der Bevölkerung zur Organspende/Gewebespende ein wichtiger Grund dafür - und das, obwohl die Grundhaltung bei über 80 Prozent der Menschen eher positiv ist und viele offizielle Instanzen seit Jahren bemüht sind, die Situation zu verbessern. Deshalb machen sich auch in diesem Jahr wieder viele Transplantationsbeauftragte der Kliniken im Norden vom 19. bis 24. Mai mit Campingmobilen auf den Weg, um offen und barrierefrei das Gespräch mit der Bevölkerung zu suchen. Sie stehen auf Wochenmärkten, in Fußgängerzonen, Shoppingcentern, Schulen, in oder vor Krankenhäusern, auf Campingplatz, vor Kneipe, auf Open-Air-Festivals, Kultur- /Sportveranstaltung etc. Unterstützt wird die Aktion in großem Umfang von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Alle Orte:
https://www.txb-netzwerk.de/aktuelles/2025/04/campertour25.php

„Die Menschen in Deutschland sollen animiert werden, sich zu informieren, darüber zu kommunizieren und Ihre Einstellung zur eigenen Organspende zu dokumentieren; idealerweise durch Eintrag im Organspenderegister. Im Falle einer schweren Erkrankung mit komplettem Hirnfunktionsverlust könnte damit den Angehörigen die große Last, selbst entscheiden zu müssen, genommen werden“, sagt Dr. Frank Logemann, Vorstand des Netzwerks der Transplantationsbeauftragten Region NORD e.V. „Wir möchten mit unserer Aktion auf die Notwendigkeit hinweisen, im Familien- und Freundeskreis über das Thema Organspende zu sprechen - und zwar wertneutral und ohne Missionierungsansatz“, ergänzt Dr. Martin Langenbeck, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins und selbst Transplantationsbeauftragter im Rotes Kreuz Krankenhaus.

Am Montag, 19. Mai, steht ein „Info-Point Organspende“ zwischen 10 und 13 Uhr im Foyer des Rotes Kreuz Krankrenhauses – organisiert und betreut von Dr. Martin Langenbeck und Sonja Schäfer. Die Bremer Organspendebeauftragte ist Ansprechpartnerin für alle Kliniken im Land Bremen, wenn es um Weiterbildungs- und Informationsveranstaltungen des Personals zum Thema Organspende geht. Nachmittags steht der Infostand von 15.00 bis 16.30 Uhr im Klinikum Mitte, Haus 1.

Seit 20 Jahren ist das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinische Hochschule Hannover

Als einziges Akademisches Lehrkrankenhaus der renommierten Medizinischen Hochschule Hannover in Bremen beteiligt sich das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) seit nunmehr 20 Jahren aktiv an der praktischen Ausbildung von Medizinstudierenden.

Das RKK verdankt die Kooperation mit der international hoch angesehenen Klinik und Forschungseinrichtung in Hannover seinem Chefarzt des Rheumazentrums, Prof. Jens Gert Kuipers. Dieser wurde während seiner Tätigkeit an der MHH mit 38 Jahren zum Außerplanmäßigen Professor (APL) ernannt und ist seit über 30 Jahren Mitglied im dortigen Lehrkörper. 2004 kam Rheumaexperte Kuipers als Chefarzt ins RKK. Er überzeugte die Hochschule von der Qualität des „Lehrkrankenhauses RKK“ und wurde gleich dessen Lehrbeauftragter. Intern wurden sodann die nötigen Strukturen geschaffen, Curricula erstellt, Fortbildungen und Unterrichtseinheiten organisiert, so dass der erste Student im August 2006 ins Haus kam.

Der praktische Umgang mit Patientinnen und Patienten und die Lehre in Diagnostik und Therapie der klinischen Medizin sind Schwerpunkte während des Medizinstudiums an der MHH. Die praxisnahe Ausbildung in den Lehrkrankenhäusern wird Groß geschrieben. Das RKK punktet hier mit übersichtlichen Strukturen, großer Expertise und viel Engagement für die Studierenden in ihrem letzten, „Praktischen Jahr“ (PJ). Jährlich lernen bis zu 33 Studierende der Tertiale „Innere Medizin“ (mit Kardiologie und Internistischer Rheumatologie), „Chirurgie“ (mit Allgemein- und Visceralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie und Gefäßchirurgie) sowie in den Wahlfächer Anästhesie / Intensivmedizin mit Schmerztherapie oder Radiologie ihr Handwerk in den einzelnen Fachabteilungen des RKK.

Regelmäßig steht das RKK im Ranking der Studierenden der Medizinischen Hochschule Hannover bei der Bewertung ihrer Einsatzorte ganz weit oben. Das liegt vor allem an der intensiven Einbindung der Studierenden, die – natürlich unter Anleitung und Aufsicht – mit maximal möglicher Eigenverantwortung arbeiten dürfen und viel lernen können. “Wir setzen bei der Ausbildung auf Klasse, nicht auf Masse, das spüren die jungen Leute. Und vielleicht liegt es auch an der attraktiven Lage in Bremen und der angemessenen Entlohnung“, sagt der PJ-Beauftragte Prof. Kuipers.

Den ausbildenden Ärztinnen und Ärzten der verschiedenen Fachgebiete macht es viel Spaß, mit den jungen Kolleg:innen von Morgen zu arbeiten. „Die PJ-Studierenden sind im RKK eine große Bereicherung. Es gibt viele, die bei uns bleiben nach ihrer Ausbildung – dann lohnt sich das Engagement umso mehr, denn wir haben dann Top-Bewerber für unsere Stellen“, ergänzt Kuipers.

Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen erneut im Ranking „World´s Best Hospitals“ der US-amerikanischen Wochenzeitung Newsweek gelistet

Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) hat zum siebten Mal in Folge einen Platz auf der Liste der „World’s Best Hospitals“ erhalten. Die US-amerikanische Wochenzeitung Newsweek und das Datenportal Statista haben in einer unabhängigen Analyse die weltweit und landesweit besten Krankenhäuser 2025 ermittelt. Ziel dieser Studie sei es, so Newsweek, Patienten und Familien, welche beste Pflege für sich und ihre Angehörigen suchen, einen datenbasierten Vergleich der Reputation und Leistung von Krankenhäusern in verschiedenen Ländern bereitzustellen. In diesem Jahr enthält die Liste Daten zu 2.400 Krankenhäusern in 30 Ländern. Für Deutschland haben es von insgesamt 1.900 Krankenhäusern 220 Kliniken auf diese Liste geschafft, darunter auf den vorderen Plätzen die Unikliniken. Das RKK steht auf Platz 150 (2024: Platz 156, 2023: Platz 164). Die Publikation der Liste erfolgte auf newsweek.com, das Magazin erschien am 14.03.2025. Mehr Informationen zum Ranking und zur Methodik:

Um die Qualität und Aussagekraft der Studie sicherzustellen, haben Newsweek und Statista eigenen Angaben zufolge eine aufwendige Methodik, basierend auf zahlreichen Datenpunkten, entworfen. Laut Statista basiert die Bewertung jedes Krankenhauses auf einer Online-Umfrage unter tausenden medizinischen Experten und öffentlichen Daten aus Patientenbefragungen nach dem Krankenhausaufenthalt zu deren Zufriedenheit. Der Score berücksichtige auch Qualitätskennzahlen der Krankenhäuser, z.B. zu Themen wie Hygiene und Patienten-Arzt-Verhältnis sowie eine Statista-Umfrage darüber, ob Krankenhäuser „Patient Reported Outcome Measures“ (PROMs) verwenden, also standardisierte Fragebögen, die von Patienten ausgefüllt werden, um ihre Erfahrungen und Ergebnisse zu bewerten.

„Für die ausgezeichnete Patientenversorgung ist die Größe einer Klinik nicht unbedingt ausschlaggebend. Spezialisiertes Know-How und Erfahrung in Medizin und Pflege, Empathie und der Fokus auf die Bedürfnisse der Patienten sowie ein gutes kollegiales Miteinander im Team sind die Schlüssel hierfür. Diese Auszeichnung gilt den Mitarbeitenden des RKK, die mit ihrer Professionalität, ihrem Engagement und ihrer Menschlichkeit täglich das Leben und die Gesundheit unserer Patienten schützen und verbessern“, so Dr. Martin Langenbeck, Ärztlicher Geschäftsführer des RKK.

Meilenstein-OP in Bremer Gefäßzentrum

Erstmalig in Bremen hat ein Team des Aortenzentrums im Rotes Kreuz Krankenhaus eine komplette Aortenbogenprothese minimalinvasiv implantiert.

Die Erfahrung, die benötigt wird, um diese hochkomplexe Operation durchzuführen, konzentriert sich in Deutschland auf wenige spezialisierte Zentren. Die individuell gefertigte Prothese („Triple Branch“) wird dabei minimalinvasiv über die Leiste sowie über weitere kleine Zugänge vom Hals oder Arm aus eingeführt. Der Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine mit Herzkreislaufstillstand sowie das Öffnen des Brustkorbs sind dank des minimalinvasiven Verfahrens nicht mehr notwendig.

Die Aorta transportiert als größte Schlagader des Menschen sauerstoffreiches Blut vom Herzen in den gesamten Körper. Pro Minute strömen bei einem Erwachsenen fast fünf Liter Blut durch die Hauptschlagader. Ein Aneurysma, also eine Gefäßaussackung der Aorta, ist lebensgefährlich und führt, wenn es reißt, schnell zum Tode. Aus dem Aortenbogen entspringen drei wichtige Arterien, die Arme und Gehirn mit Sauerstoff versorgen (siehe Grafik). Entsteht eine Gefäßaussackung in diesem Aortenbogen in unmittelbarer Nähe des Herzens und den Abzweigungen zum Kopf und zu den Armen, ist in der Regel eine große und gefährliche offene Operation notwendig - inklusive Längsdurchtrennung des Brustbeins, Herbeiführen eines Herzstillstandes und Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine sowie das Abkühlen (Hypothermie) des Patienten in der Vollnarkose. All dies muss geschehen, damit der lebenswichtige Blutkreislauf während der Operation nicht unterbrochen wird. Gerade für ältere und multimorbide Patient:innen ist diese OP sehr belastend – manchmal schlicht nicht möglich.

Bei dem nun in Bremen erstmals endovaskulär, also per Katheter, minimalinvasiv durchgeführten Eingriff im Rotes Kreuz Krankenhaus setzten die Gefäß-Experten Dr. Frank Trösch, Leiter Endovaskuläre Chirurgie und Bernhard Schmuck, Leitender Arzt Angiographie / Interventionelle Radiologie und ihr Team die Gefäßprothese bei einem 76-Jährigen Patienten per Katheter über die Leiste sowie weitere kleine Zugänge vom Hals aus ein. Die Prothese, welche die Hauptschlagader nun von innen auskleidet, verfügt über drei „Arme“, welche den Blutfluss zu Kopf und Armen sicherstellen. Dieser besondere Stent wurde individuell für den Patienten, der an einer chronischen Lungenerkrankung leidet, angefertigt.

Wenige Wochen nach der OP geht es dem Patienten aus dem Bremer Ortsteil Kattenesch gut. „Die komplizierte OP wurde erstmals in Bremen durchgeführt und zeugt vom exzellenten Know-how und dem hohen Niveau in der sich ständig weiter-entwickelnden invasiven Gefäßchirurgie am RKK. Das Rotes Kreuz Krankenhaus ist eine von wenigen Kliniken in Deutschland, die diese Operation mit Ersatz des kompletten Aortenbogens mit individuell angefertigten Stents durchführt. Ich bin sind sehr stolz, hier im RKK ein so erfahrenes und versiertes Team im Gefäß- und Aortenzentrum zu haben“, sagt Dr. Frank Marquardt, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie des RKK.

„Die Entscheidung, welches Verfahren - offen oder endovaskulär - angewendet wird, hängt von vielen Faktoren ab. Individuelle Risiken der Verfahren und der Patient:innen müssen immer gegeneinander abgewogen werden, betont der Operateur Dr. Frank Trösch, Facharzt für Gefäßchirurgie und Herzchirurgie. „Kleine Zugänge statt großer offener OP, weniger Blutverlust und Narkosemittel, kürzere Zeit auf der Intensivstation und im Krankenhaus“, so fasst der Experte die Vorteile der minimalinvasiven OP zusammen. Erste Studien zeigen: Die Mortalitäts- und Schlaganfallraten sind im Vergleich zur offenen Operation in einer Hochrisikopatientengruppe ebenfalls günstig. Langzeitergebnisse für den minimalinvasiven Einsatz der Aortenbogenprothese stehen noch aus, deshalb profitieren zurzeit vor allem Patienten, die wegen ihres Alters oder ihrer Vorerkrankungen nicht offen operiert werden könnten.

Das Gefäßzentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus war das erste seiner Art in Bremen, gegründet 2003. Das spezialisierte RKK-Aortenzentrum, welches die Klinik 2019 gründete, zählt laut DIGG-Register heute zu den wenigen sogenannten high-volume centern, das heißt, den größten in Deutschland. „Erkrankungen der Hauptschlagader sind ein medizinisches Spezialgebiet und erfordern die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fachgebieten Gefäßchirurgie, Angiologie und Radiologie. Am RKK werden alle Therapieoptionen für die Behandlung von therapiepflichtigen Aortenerkrankungen bei Erwachsenen an einem Standort angeboten“, betont Dr. Trösch. Für Patienten mit Erkrankungen der Brust- oder Bauchschlagader gibt es eine spezielle Sprechstunde.

Das „MVZ Osterstraße“, die neue Praxis für Hausärztliche Versorgung am Rotes Kreuz Krankenhaus in der Bremer Neustadt, startet planmäßig am 17. März 2025

Die MVZ Osterstraße GmbH, die neue Praxis für Hausärztliche Versorgung am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen, nimmt , wie geplant, am 17. März 2025 die Arbeit auf. Mit an Bord sind fünf Medizinische Fachangestellte sowie die Ärzt:innen Daniel Kleimann, Dr. Constanze Lison und ab 1.4.25 Dr. Martin Brügmann. Zum 1. Juni 2025 vervollständigt eine weitere Ärztin das Start-Team. Standort des neuen Hausärztlichen MVZ ist das Ärztehaus Forum K direkt neben dem Rotes Kreuz Krankenhaus, dessen Adresse die Osterstrasse Nr. 1a ist. „Wir haben in den vergangenen Wochen sehr viele Anfragen bekommen, wann es endlich losgeht. Eine Warteliste haben wir aber nicht geführt“, erklärt Dr. Martin Langenbeck, der Geschäftsführer sowohl im neuen MVZ als auch im Rotes Kreuz Krankenhaus ist.

Eine Woche bevor sich die Türen der Praxis auf der 3. Etage des Ärztehauses öffnen, geht am 10. März die Homepage www.mvz-osterstrasse.de der Praxis online - mit allen Informationen zur Terminvergabe.

Aufgrund des erwarteten großen Andrangs und der Reduzierung von Wartezeiten bittet das Team des MVZ Osterstraße sehr dringend darum, nur mit Termin ins MVZ zu kommen. „Wir starten hier eine ganz neue Arztpraxis – das Team, die Abläufe, die Soft- und Hardware, die vielen Daten und ein ganz neuer Patientenstamm wollen organisiert, angelegt, begrüßt und untersucht werden. Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Arbeit und auf unsere neuen Patienten und Patientinnen, aber wir brauchen auch etwas Zeit, damit sich alles reibungslos einspielen kann“, betont Allgemeinmediziner Daniel Kleimann, der neue leitende Arzt des MVZ.

„Unser Ziel ist, mit dem neuen hausärztlichen MVZ dazu beizutragen, sukzessive das medizinische Versorgungsangebot auf der linken Weserseite zu erweitern und auch unsere Notaufnahme dadurch ein Stück weit zu entlasten“, erklärt Geschäftsführer Dr. Martin Langenbeck und ergänzt: „Eine Vergrößerung der Praxis zu einem späteren Zeitpunkt ist nicht ausgeschlossen.“

Rheumazentrum-Chefärzte mit Auszeichnung des „stern“

Am 15. Februar 2025 wurde eine bundesweite Ärzteliste im Sonderheft „Gute Ärzte für mich“ des Magazin “stern” veröffentlicht. In Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Rechercheinstitut MINQ haben die Medizinjournalist:innen des Magazin “herausragende Mediziner:innen aus 100 Fachbereichen” anhand eines vielschichtigen Bewertungsverfahrens ermittelt.

Prof. Dr. Jens Gert Kuipers und Dr. Ingo Arnold, Leiter des Rheumazentrums am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK), wurden erneut in ihren Fachbereichen Internistische und Orthopädische Rheumatologie ausgezeichnet.

Die Liste ist online zu finden unter https://www.stern.de/stern-studien/aerzte2025/

Notfallpatienten optimal versorgen durch „ACLS“-ausgebildete Teams

Auffrischungs-Schulung für die Instruktoren im RKK

Zahlreiche Studien und Untersuchungen belegen eine signifikante Verbesserung der Versorgung von Notfallpatienten durch „ACLS“, also Advanced Cardiac Life Support - geschulte Teams in den Kliniken. Die American Heart Association (AHA) entwickelte vor diesem Hintergrund ein standardisiertes Kursprogramm, in dem strukturiertes und evidenzbasiertes Handeln im Team nach den aktuellen Richtlinien an zwei Tagen trainiert wird.

Am 27. Januar 2024 fand im RKK ein eintägiger „Refresher“- Kurs statt, speziell für die eigenen Ausbilderinnen und Instruktoren des RKK im Bereich Notfallmanagement. Ziel des Kurses war nicht nur, die eigenen Kompetenzen in der Versorgung von Patienten vor, während und nach einem Kreislaufstillstand zu vertiefen und die Qualität der Patientenversorgung bei kardiopulmonalen Notfällen zu üben, zu verinnerlichen und zu verbessern. „Uns ist wichtig, dass wir bei der Aus- und Weiterbildung der eigenen Kolleginnen und Kollegen hier im Haus mit einer Stimme sprechen und die Rettungs-Algorithmen identisch vermitteln“, erklärt Anästhesie-Oberarzt Florian Altschäffl. Die Teilnehmenden kamen aus den Bereichen Pflege (Intensivstation, Anästhesie, Notaufnahme) und im ärztlichen Bereich aus der Medizinischen Klinik (Inneren) sowie der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin.

„Hinter den Kulissen“ im Rotes Kreuz Krankenhaus

“Hinter den Kulissen” heißt die Reihe, in welcher der Weser Report zwischen Oktober und Dezember 2024 acht Klinik-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Berufe porträtierte. Die einzelnen Artikel:

  1. Michael Winne, Küchenleiter:
    „Gutes Essen als Beitrag zur Genesung“ (16.10.24)
  2. Christine Heilrath, Leiterin Zentralsterilisation:
    „Herrin über Werkzeug und Besteck“ (19.10.24)
  3. Birgit Wille, Seelsorgerin und Leiterin des Ethikkomitees:
    „Nähe zulassen und Raum geben“ (26.10.24)
  4. Anne-Marie Grotheer, Leiterin Wundmanagement:
    „Mit Maden und viel Geduld zur Heilung“ (02.11.24)
  5. Detlef Bode, Technischer Leiter:
    „Im Herzen des Krankenhauses“ (09.11.24)
  6. Miriam Hinrichs, Medizinische Fachangestellte:
    „Organisation ist alles“ (16.11.24)
  7. Doris Meyer, Medical Controllerin / Kodierung:
    „Der Blick auf das große Ganze“ (23.11.24)
  8. Michael Bojarra, Krankenhaushygieniker:
    „Zum Schutz der Patienten“ (30.11.24)

Di., 10.12.: Weihnachtsfeier im RKK für Patienten, Angehörige und die Neustädter Nachbarschaft

Am Dienstag, 10. Dezember, findet im Tagungszentrum des Rotes Kreuz Krankenhaus, St.-Pauli-Deich 24 um 16.00 Uhr die jährliche Weihnachtsfeier statt. Eingeladen sind neben Patient:innen und Angehörigen auch Nachbarn aus der Neustadt und alle, die sich dem Haus verbunden fühlen.

Die Gäste erwarten weihnachtliche Klänge des Bremer „Sirius-Trio“. Dazu gibt es weihnachtliche Texte, Kaffee und Knabbereien.

Auf die Besucher freuen sich außerdem die RKK-Seelsorgerinnen Regina Herkenhoff, katholische Pastoralreferentin, und Birgit Wille, evangelische Pastorin.

Den Flyer ansehen (PDF, 110kB)

Größte Rheuma-Ärztefortbildung Nordwestdeutschlands am Samstag, 09. November im Rotes Kreuz Krankenhaus

Das Bremer Rheumazentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus (RK K) organisiert jährlich das „Bremer Rheumasymposium“ - die größte Rheuma-Ärztefortbildung in Nordwestdeutschland. In diesem Jahr werden zum 42. Mal Ärzte und Wissenschaftler ins Tagungszentrum der Klinik kommen, um sich über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie rheumatischer Erkrankungen auszutauschen. Die Themen des Symposiums sind nach den Wünschen der teilnehmenden Haus- und Fachärzte für ihre tägliche Praxis ausgerichtet. Die Volkskrankheit Rheuma ist mit ihren zahlreichen verschiedenen Krankheitsbildern ein komplexes Feld. Wichtig für die schnelle Diagnose ist neben der engen Kooperation der beteiligten Berufsgruppen auch die Weiterbildung von Hausärzten, Orthopäden und Rheumatologen – gerade in Zeiten des deutschlandweiten Mangels an Rheumatologen. Dieser Aufgabe widmet sich das anerkannte und DGRh-zertifizierte (Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.) Bremer Rheumazentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus.

Die Themen 2024 sind:

  • Rheumatische Erkrankungen im höheren Alter: Welche sind typisch für das höhere Lebensalter? Welche medikamentösen Besonderheiten gilt es zu beachten?
  • Autoinflammation: komplexe Fehlregulationen des Immunsystems, die durch sehr variable klinische Bilder und eine überschießende Entzündungsreaktion kennzeichnend sind. Die pathophysiologischen Zusammenhänge, klinischen Befunde und Therapieformen werden vorgestellt
  • Niere und Rheuma: Vorstellung rheumatischer Manifestationen an der Niere
  • Ernährung: Wissenschaftlich fundierte Antworten auf die Frage „Mit welcher Ernährung kann ich etwas gegen mein Rheuma tun?“
  • Arthrose: Wie kann man sie verhindern? Wie wird Arthrose optimal diagnostiziert? Welche konservativen und welche operativen Therapieverfahren sind möglich und sinnvoll?

Weitere Informationen für die Medien:
Dorothee Weihe, Tel. 0421 55 99 355
E-Mail: presse@roteskreuzkrankenhaus.de

Krankenhauskooperation mit Ghana: Erneut Hospitanten aus Eikwe zu Besuch im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Vom 4. Oktober bis Mitte November 2024 sind wieder Hospitanten aus dem St. Martin de Porres Hospital in Ghana zu Besuch im Bremer RKK. Möglich gemacht haben dies Spenden, unter anderem auch eine größere Summe der Bremer Stiftung “Froschkönig”.

Seit 2022 besteht die Krankenhauskooperation zwischen dem Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) und dem St. Martin de Porres Hospital in Ghana mit dem Ziel, die Zahl gut ausgebildeter medizinischer Fachkräfte in Ghana zu erhöhen und dem medizinischen Personal in Eikwe eine Hospitation im RKK zu ermöglichen. Umgekehrt profitieren die deutschen Klinikmitarbeitenden vom Blick über den Tellerrand und den gemachten Erfahrungen in Ghana. Das inspirierende, humanistische, freundschaftliche und langfristig angelegte Kooperations- und Ausbildungsprojekt funktioniert ohne staatliche Hilfe, rein spendenfinanziert. Die Gäste:

Esther Badu ist Pflegekraft des St. Martin de Porres Hospital in Eikwe, sie leitet dort bislang die Neonatologische Intensivstation und den OP und wird zukünftig eine wichtige Rolle in der Pflegedirektion der Klinik in Ghana einnehmen. Frau Badu bleibt fünf Wochen und wird nach einem Rotationsplan die Arbeit in wichtigen Bereichen und Organisationseinheiten des RKK durchlaufen.

Dr. Jerry Eshun ist stellv. Ärztlicher Leiter des St. Martin de Porres Hospital. Er war 2022 schon einmal in der Klinik zu Gast und konnte damals wertvolle Einblicke in verschiedene Bereiche des RKK gewinnen – von der Notaufnahme über den OP, die Dialyse, Intensivstation bis ins Labor. Im Oktober 2024 wird der Mediziner während seines Aufenthaltes den unfallchirurgischen Ärzt:innen über die Schulter schauen. Der Dritte im Bunde ist der junge Betriebswirt Alex Ofori, er ist der Verwalter des Krankenhauses in Ghana. Alex Ofori bleibt drei Wochen in Deutschland, im RKK möchte er die Strukturen in der Notaufnahme, im OP, auf den Stationen und auf der Intensivstation näher kennenlernen.

Im November werden zum dritten Mal Mitarbeiter:innen aus dem Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (und aus Hamburg) zum „Gegenbesuch“ im St. Martin de Porres Hospital nach Ghana aufbrechen.

Initiator der Krankenhauskooperation ist Dr. Bernward Steinhorst. Der Oberarzt und Ausbilder im Rotes Kreuz Krankenhaus lebt mit großem Engagement und Leidenschaft seine Vision für die medizinische Hilfe im Globalen Süden. Er pflegt seit Jahren engen Kontakt mit der Klinik in Ghana und operiert dort häufig ehrenamtlich. „Dass unsere Zusammenarbeit immer mehr auf persönlichen Freundschaften aufgebaut ist, ist die ideale Basis für eine „Entwicklungs“- Zusammenarbeit. Man kann dann auch von ‘Entwicklung’ sprechen, denn diese findet auf beiden Seiten statt. Wir schaffen hier einen Austausch, der wirklich auf Gegenseitigkeit beruht“, betont Dr. Bernward Steinhorst

Das Krankenhauskoordinationsprojekt kann mit Spenden unterstützt werden:

Konto: Rotes Kreuz Krankenhaus Stiftung Bremen
Bank: Bank für Sozialwirtschaft AG, GS Hannover
IBAN: DE37 3702 0500 0005 4724 00
BIC: BFSWDE33HAN
Spendenzweck: Dr. Steinhorst

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