Aktuell

Üben für den Notfall: Schockraumtraining in der Notaufnahme

Beim “Schockraumtraining” in der RKK-Notaufnahme probten am 15. Juni Anästhesisten, Chirurgen und Pflegepersonal drei Stunden lang den Ernstfall. Die realistisch inszenierten Simulationsübungen fanden in der Zentralen Notaufnahme mit Einbindung des Rettungsdienstes und geschminkten Laiendarstellern statt

Die Szenarien:

  1. Das Fahrzeug einer nicht angeschnallten 49-Jährigen Autofahrerin kollidiert bei hoher Geschwindigkeit mit einem Baum. Der Notarzt bringt sie mit diversen Gesichts- und Rippenbrüchen, einem Bauchtrauma mit Milzriss und Lungenquetschungen in die RKK- Notaufnahme. Schweißperlen stehen auf dem blassen Gesicht des Unfallopfers, blaue Flecken zeichnen sich über der Oberlippe, um die Augen herum und an den Rippen ab. Am Bauch und über der Lendenwirbelsäule sind Prellmarken zu sehen, Blut läuft aus einem Ohr.
  2. Eine junge Frau wird von ihrem Mann mit einem Küchenmesser attackiert. Sie erleidet Stichverletzungen in Herznähe und steht bei Ankunft des Rettungswagens im RKK unter Schock.
  3. Ein älterer Herr mit diversen Vorerkrankungen kollidiert als Fahrradfahrer mit einer Straßenbahn. Er erleidet Unterkiefer-, Rippen- und einen Beckenbruch, Verletzungen innerer Organe sowie eine offene Luxation (Verrenkung) des Sprunggelenks.

Die Szenarien waren Teil eines dreistündigen Workshops. In drei Gruppen beschäftigten sich die Teilnehmer mit den jeweils “realen” Unfallopfern. Danach ging es ins Tagungszentrum zum zweiten Teil des Workshops mit dem Thema „Atemweg und Atmung“. Die Anästhesisten übten hier nicht nur Intubation und Luftröhrenschnitt - diesmal natürlich an Puppen - sondern auch das Punktieren des Spaltes zwischen Rippen und Lunge, um die Lunge zu entlasten. Herhalten mussten hierfür Schweinerippen.

Im dritten Teil ging es um „Kreislauf und Schock“. Hier wurden Diagnose und Therapie bei zwei imaginären Patienten exemplarisch durchgespielt: Was kann Kreislaufprobleme und Schock auslösen, welche Reaktionen zeigt der Körper, wie kann man diese sichtbar machen, wie kann behandelt werden?

Das aufwendige Schockraumtraining fand 2019 zum zweiten Mal statt. Aufgrund der äußerst positiven Resonanz aller Beteiligten („spannend, lehrreich, konkret, lustig, praktisch, aufregend, hilfreich“) beschloss die Klinikleitung 2018, die Übungen als feste Fortbildung einmal im Jahr fortzuführen – dies dient auch zur Vorbereitung anstehender Rezertifizierungen des Traumazentrums der Klinik.

Neuer Bremer Krankenhausspiegel ist online

Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) unter den Akutkrankenhäusern mit Notaufnahme und Intensivstation auf Platz 1 der Patientenzufriedenheit im Land Bremen

Seit Montag, 27. Mai 2019, ist der Bremer Krankenhausspiegel online. Unter www.bremer-krankenhausspiegel.de können die Ergebnisse der unabhängigen Patientenumfrage des gemeinnützigen Picker-Instituts öffentlich eingesehen werden. Für die Befragung zur Patientenzufriedenheit wurden rund 16.400 Patienten, die zwischen dem 7. Juni und dem 10. Oktober 2018 aus einem Bremer oder Bremerhavener Krankenhaus entlassen wurden, kurze Zeit nach ihrem Klinikaufenthalt mit einem Fragebogen angeschrieben. Die Rücklaufquote betrug rund 40 Prozent. Die Befragung, die alle zwei Jahre im Auftrag der Krankenhausgesellschaft der Freien Hansestadt Bremen (HBKG) durchgeführt wird, umfasst sowohl die Gesamtzufriedenheit der Patienten als auch die Zufriedenheit mit der ärztlichen und pflegerischen Behandlung und Betreuung, mit dem Essen, der Ausstattung sowie die Zufriedenheit mit den einzelnen Fachabteilungen.

92,4 Prozent beträgt die Gesamtzufriedenheit der Patientinnen und Patienten im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen. „Damit liegen wir in Bremen und Bremerhaven bei den Akutkrankenhäusern mit Notaufnahme und Intensivstation in der Gesamtzufriedenheit auf Platz eins“, freut sich Dr. Walter Klingelhöfer, Kaufmännischer Geschäftsführer der Klinik. Die durchschnittliche Patientenzufriedenheit in allen Bremer und Bremerhavener Kliniken liegt bei 87,4 Prozent. Im Vergleich mit den anderen Akutkrankenhäusern im Land Bremen liegt das RKK auch in der Beurteilung der Pflegerischen Betreuung und der Speisenversorgung auf Platz eins, in der Ärztlichen Betreuung auf Platz zwei, bei der Ausstattung auf Platz vier.

„Wir sind unseren Patientinnen und Patienten für ihr Lob sehr dankbar. 97 Prozent der bei uns im RKK versorgten Patienten haben auf die Frage, ob sie uns ihrer Familie oder ihren Freunden weiterempfehlen würden, mit „ja“ geantwortet - das macht uns alle sehr stolz. Wir haben intern viel daran gearbeitet, uns zu verbessern. Die Geschäftsführung bedankt sich aber vor allem bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des RKK, ohne deren beständig gute Arbeit ein solches Ergebnis nicht möglich wäre“, so Klingelhöfer.

Erfreuliche Ergebnisse gab es erneut auch für die Kooperationsgemeinschaft Freie Kliniken Bremen: In der Gesamtzufriedenheit der Patienten in der aktuellen Befragung landeten DIAKO, Roland-Klinik, Rotes Kreuz Krankenhaus und St. Joseph-Stift unter den Top fünf im Landesvergleich.

RKK-Rheuma-Chefärzte auch 2019 auf der Focus-Liste der Top-Mediziner

Mit Professor Dr. Jens Gert Kuipers und Dr. Ingo Arnold sind beide Chefärzte des Bremer Rheumazentrums auf der aktuellen Focus-Liste der Top-Mediziner Deutschlands vertreten. (Ausgabe Focus Gesundheit März/April 2019)

Über das Behandlungsspektrum Kollagenosen, Sarkoidosen, Vaskulitiden, Morbus Bechterew, rheumatoide Arthritis und Osteoporose hinaus hat sich Prof. Kuipers auf Früharthritis und schwer verlaufende entzündlich-rheumatische Erkrankungen spezialisiert. Dr. Arnold wird häufig sowohl von Patienten als auch von anderen Ärzten im Bereich der orthopädischen, operativen Rheumatologie weiterempfohlen.

Das Münchener Nachrichtenmagazin „Focus“ veröffentlicht seit 1993 regelmäßig Listen deutscher Spitzenärzte. Hauptkriterien für die Bewertung sind nach Angaben des Focus- Magazins Qualität, Häufigkeit von Operation, niedrige Komplikationsrate und hygienische Standards. Zudem gingen Bewertungen durch andere Ärzte gleichen Fachgebietes und Bewertungen von Patienten in die Beurteilung mit ein.

In Memoriam Prof. Dr. Gholam Sehhati-Chafai

International anerkannter Mitbegründer der Schmerztherapie in Deutschland und ehemaliger RKK-Chefarzt verstorben

Am 17. April 2019 verstarb Herr Prof. Dr. Gholam Sehhati-Chafai. Der Schmerzexperte war von 1980 bis 2002 Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am RKK. Hier gründete er 1981 die erste Schmerzambulanz Norddeutschlands. In der Bremer Schmerzambulanz sollten ausschließlich chronisch kranke Schmerzpatienten Hilfe finden. In ganz Deutschland gab es damals nur ein einziges Zentrum dieser Art, in Mainz. Der dortige langjährige Oberarzt, Prof. Dr. Gholem Sehhati-Chafai, wechselte 1980 als Chefarzt an die Weser. Er knüpfte an seine Einstellung die Bedingung, Norddeutschlands erste Schmerzklinik aufbauen zu dürfen. Das RKK nutzte die Chance: Im April 1981 eröffnete die Schmerzambulanz, Ende des Jahres wurden die ersten Patienten auch stationär behandelt.

Die Schmerzambulanz entwickelte sich in den 80er Jahren zum größten Schmerzzentrum in ganz Norddeutschland mit stationären Betten für die Aufnahme chronisch Schmerzkranker. Dazu gehören vor allem Patienten mit Rückenschmerzen, chronischen Kopfschmerzen, Tumorschmerzen, chronisch degenerativen Leiden oder Arthrose, Nervenentzündungen oder Phantomschmerzen, wie sie nach einer Amputation entstehen können.

Es verlässt uns ein großartiger Mensch, Arzt und Lehrer. Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen wird sein Andenken in Ehren halten.

Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gründet Aortenzentrum

Für die optimale Behandlung von krankhaften Erweiterungen und Einrissen der Hauptschlagader hat das Rotes Kreuz Krankenhaus seine fächerübergreifenden Kompetenzen gebündelt.

Erkrankungen der Hauptschlagader (Aorta) nehmen weltweit zu. Ein Alter über 65 Jahren, männliches Geschlecht, Bluthochdruck und Rauchen sind die Hauptrisikofaktoren. In dieser Altersgruppe findet sich bei vier bis acht Prozent der Männer eine Erweiterung (Aneurysma) im unteren Bereich der Hauptschlagader, der Bauchschlagader. Reißt eine erweiterte Aorta (Ruptur), ist das ein lebensbedrohliches Ereignis – nur 25 bis 30 Prozent der Patienten überleben dieses Krankheitsbild.

„Erkrankungen der Hauptschlagader sind ein medizinisches Spezialgebiet. Die enge Zusammenarbeit aller an der Aortenbehandlung beteiligten Disziplinen ist im Interesse der Patientinnen und Patienten absolut notwendig. Um optimale Therapieergebnisse zu erzielen, sind eine umfassende Kenntnis aller individuellen Besonderheiten des Patienten sowie das Vorhalten aller Therapiemöglichkeiten notwendig“, erklärt Dr. Frank Marquardt, Leiter des neuen Aortenzentrums und Chefarzt der Klinik für Gefäßmedizin/Gefäßzentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen. Die Diagnostik und Behandlung der Aorta erfolgt im RKK vernetzt durch medizinische Disziplinen, die in Bremen nirgendwo sonst so konzentriert zusammen wirken: Partner des Aortenzentrums im RKK sind neben dem Gefäßzentrum die Radiologie, Innere Medizin, Kardiologie, Anästhesie- und Intensivmedizin, Rheumatologie und die Zentrale Notaufnahme.

Das RKK-Aortenzentrum zählt zu den wenigen sogenannten high-volume centern, in Deutschland die mehr als 50 geplante Eingriffe bei erweiterten Schlagadern im Bauchraum pro Jahr durchführen. Nach dem Registerbericht der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin und dem Deutschen Institut für Gefäßmedizinische Gesundheitsforschung von 2018, haben nur 12 % von 141 teilnehmenden zertifizierten Gefäßchirurgischen Zentren mehr als 50 geplante Stentgraftbehandlungen bei einem Bauchaortenaneurysma (EVAR) pro Jahr durchgeführt.

„Durch die international erheblich zunehmende Anzahl an endovaskulären (minimal-invasiven) Operationen mit Einsatz von Gefäßprothesen sehen wir im Verlauf auch häufiger Komplikationen, wie Undichtigkeiten zwischen der Gefäßwand und der Gefäßprothese. Diese werden als “Endoleaks” bezeichnet“, erklärt Dr. Marquardt. Eine Behandlung muss nicht immer sofort erfolgen, kann aber sehr anspruchsvoll sein. Auch hier ist unser Aortenzentrum in der Lage, mit hochkomplexen Mikrokatheter-Eingriffen eine individuelle Behandlung durchzuführen. Da diese Eingriffe nur in wenigen Kliniken durchgeführt werden, vergrößert sich der Einzugsbereich für diese Patienten im RKK-Aortenzentrum stetig.

Die Voraussetzungen zum Aortenzentrum sind im RKK optimal: Ein auch endovaskulär erfahrener Operateur steht mit eingespieltem Team rund um die Uhr zur Verfügung. Im hochmodernen Hybrid-Operationssaal der neuesten Generation können im hochsterilen Umfeld Patienten mit minimal-invasiven Katheterinterventionen und offenen Operationen in gleicher Narkose behandelt werden. Es werden nahezu alle Therapieverfahren an der Aorta durchgeführt, mit Ausnahme von herzchirurgischen Operationen, bei denen eine Herz-Lungen-Maschine erforderlich ist. Auch für diese Patienten wird jedoch hier die Diagnose gestellt.

Für Patienten mit Erkrankungen der Brust- oder Bauchschlagader bietet das RKK-Aortenzentrum eine individuelle Beratung an. Anmeldung für die Sprechstunde unter Tel. 0421/ 5599 -880.

Erkrankungen der Hauptschlagader sind ein medizinisches Spezialgebiet. Die teilweise sehr komplexe Behandlung setzt Fachwissen voraus – auch fächerübergreifend

Die Aorta befördert sauerstoffreiches Blut über abzweigende Arterien in verschiedene Körperbereiche. Je nach Lage der erkrankten Stelle der Hauptschlagader im Brustkorb oder Bauchraum muss unterschiedlich behandelt werden. Mehr als die Hälfte aller Aortenaneurysmen entstehen im Bereich des Bauchraums. Über 80 Prozent davon befinden sich unterhalb der abzweigenden Nierenarterien. Bei genügendem Abstand der Erweiterung zu den Nierenschlagadern erfolgen diese Eingriffe mit niedrigem Risiko für den Patienten.

Die meisten Patienten können offen-operativ oder endovaskulär, das heißt innerhalb der Gefäße mit kleinsten Zugängen, mit Standard-Gefäßprothesen versorgt werden. Diese Eingriffe sind in der Regel schonender für die Patienten. In spezialisierten Einrichtungen, wie dem Aortenzentrum am RKK, sind diese Prothesen verschiedener Hersteller in unterschiedlichen Größen vorrätig und damit sofort verfügbar.

Bei komplexen Krankheitsbildern sind auch von der Aorta abgehende Gefäße, wie die Halsschlagader, Armschlagader, Nieren- oder Darmschlagadern in das Aneurysma einbezogen. Die Versorgung ist häufig sehr schwierig und kann im RKK Aortenzentrum offen-operativ oder endovaskulär erfolgen. Teilweise erfolgen hochkomplexe endovaskuläre Therapieverfahren mit für den Patienten individuell angefertigten Stentprothesen, welche entsprechende Abzweigungen für die abgehenden Arterien haben (gefensterte Gefäßprothesen).

Häufig haben die Patienten schwere Begleiterkrankungen, wie z.B. eine Herz- und/ oder Nierenerkrankung. Gelegentlich besteht auch eine rheumatologische Erkrankung, wie eine Vaskulitis (Gefäßentzündung). Durch die enge Vernetzung mit den spezialisierten Fachbereichen wie der Nephrologie, Kardiologie und Rheumatologie können auch diese Patienten individuell behandelt werden.

Das sagen die Kooperationspartner des neuen Aortenzentrums im RKK:

Dr. Martin Langenbeck, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme:

„Eine schnelle Diagnostik und die sofortige Einleitung von lebensrettenden Maßnahmen ist bei Patienten mit akutem Aortensyndrom essentiell. Bereits bei Anmeldung des Rettungsdienstes mit dem Verdacht auf ein akutes Aortensyndrom wird eine Alarmschleife im RKK ausgelöst. Ein interdisziplinäres spezialisiertes Team erwartet den Patienten bereits beim Eintreffen im Schockraum.“

Dr. Andreas Sternberg, Leitender Arzt Radiologie MVZ am RKK:

“Wir sind gerne Partner im Aortenzentrum am RKK. Durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit ist sichergestellt, dass die radiologischen Untersuchungen exakt auf die jeweilige Fragestellung abgestimmt sind und somit möglichst effektiv und schonend für unsere Patienten durchgeführt werden können.“

Dr. Carsten Brummerloh, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin:

„Die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin bringt in der langjährigen engen Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Gefäßmedizin am RKK ein inzwischen erhebliches Maß an Erfahrung in der Versorgung dieser schwer erkrankten Patienten ein. Diese Versorgung kann in lebensbedrohlichen Notfällen nach der Übernahme vom Rettungsdienst in unserer Notaufnahme beginnen, wird nach Stabilisierung im Operationssaal, ähnlich wie bei den geplanten Eingriffen, fortgeführt und mündet in der Behandlung auf der Intensivstation.“

Prof. Dr. Karl-Christian Koch, Leitender Arzt Kardiologie:

„Das Herz von Patienten mit Aortenerkrankungen ist nicht selten auch erkrankt. In unserer leistungsfähigen Kardiologie erfolgt die entsprechende präoperative Diagnostik und Therapie. Eine perioperative Notfallversorgung durch eine 24-Stunden-Herzkatheterbereitschaft und kardiologische Intensivmedizin ist sichergestellt. So wird eine optimale und sichere Versorgung der Patienten mit Aortenerkrankungen gewährleistet.“

Prof. Jens Gert Kuipers, Chefarzt des Bremer Rheumazentrums:

„Die Betreuung von Patienten mit Vaskulitiden ist uns ein wesentliches Anliegen und Auftrag. Wir behandeln zahlreiche Patienten mit Großgefäß- und Kleingefäßvasculitis mit Aortenbeteiligung. Viele dieser Patienten werden interdisziplinär versorgt, entweder weil im Zuge der Diagnostik und Therapie eine rheumatische Ursache diagnostiziert wurde oder weil wir im Rheumazentrum bei unseren Patienten mit Aortitis im Verlauf der Nachsorge ein sich entwickelndes Aneurysma oder penetrierendes Aorten-Ulcus diagnostiziert haben, welche im Aortenzentrum mit höchster Kompetenz operativ versorgt wurde.“

Blick zurück nach vorn

Ausstellungserseröffnung im Café K am 31.03.

Am Sonntag, 31. März 2019 um 11:30 Uhr eröffnet das Rotes Kreuz Krankenhaus im Café K eine neue Fotoausstellung mit historischen und neuen Fotografien bekannter und markanter Bremer Bauwerke. Die gezeigten Aufnahmen nehmen die Besucherinnen und Besucher unter anderem mit auf eine fotografische Entdeckungsreise durch die Stadt: von der Bürgerweide und dem Bahnhof zur Domsheide und ins Schnoorviertel, in die Überseestadt bis in die Vahr.

Die von Fotograf Nikolai Wolff kuratierte Ausstellung rückt sowohl bauliche Details einzelner Bremer Gebäude in den Fokus als auch komplexe Stadtansichten mit zentralen Plätzen und Stadträumen. Dazu spiegeln ausgewählte historische Aufnahmen im Zusammenspiel mit neuen Aufnahmen die Bremer Stadtentwicklung der letzten Jahrzehnte und erzählen urbane und kulturelle Verwandlungsgeschichten.

Zur Eröffnung am 31. März 2019, 11:30 Uhr, spricht Prof. Dr. Eberhard Syring, Professor für Architekturtheorie und Baugeschichte an der School of Architecture der Hochschule Bremen sowie wissenschaftlicher Leiter des Bremer Zentrums für Baukultur (b.zb). Kurator und Fotograf Nikolai Wolff führt anschließend durch die Ausstellung.

Blick zurück nach vorn
Architekturfotografie in Bremen gestern und heute
von Bremer Architekturstudierenden und Fotografen.
Ab 31. März 2019 im Café K,
werktags von 7.00 bis 18.30 Uhr,
an Wochenenden und Feiertagen von 07.15 bis 09.30 Uhr und von 14.00 bis 18.30 Uhr

Sat.1 dreht im RKK zum Thema Osteoporose

Zum Tag der gesunden Ernährung mit Schwerpunkt Osteoporose drehte der Fernsehsender Sat.1 am 7. März mit Prof. Jens Gert Kuipers und Patienten im Rotes Kreuz Krankenhaus.

Prof. Kuipers ist Chefarzt des Rheumazentrums, welches auch zertifiziertes klinisches osteologisches Schwerpunktzentrum ist. Er erklärte das Krankheitsbild Osteoporose, die Symptome, Behandlung und erläuterte wichtige Aspekte der Ernährung - sowohl zur Prävention als auch im Alltag Betroffener. Osteoporosepatienten schilderten ihren Umgang mit der Erkrankung.

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Herzschrittmacher-Rückruf der Firma Medtronic

Betroffene Patienten sind informiert

Das Unternehmen Medtronic hat weltweit 157.000 Herzschrittmacher zurückgerufen. Es handelt sich um ganz bestimmte Zweikammerherzschrittmacher-Modelle, die zwischen März 2017 und Januar 2019 implantiert wurden. Bisher gibt es laut Hersteller weltweit zwei Patienten, bei denen die Geräte insgesamt viermal nicht richtig funktioniert haben. Die Folge sei jeweils eine Ohnmacht gewesen, so Medtronic.

Zur Sicherheit müssen alle Patienten, denen ein solches Herzschrittmacher-Modell eingesetzt wurde, kontrolliert werden. Auch die kardiologische Partnerpraxis (Praxis Kardio Bremen) am Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) hat 45 dieser fehlerhaften Medtronic-Herzschrittmacher bei Patienten am RKK eingesetzt. Alle betroffenen Patienten wurden über ihre zuweisenden Arztpraxen des Praxisverbunds Kardio Bremen umgehend informiert und zur Kontrolluntersuchung gebeten. Die Nachuntersuchungen laufen derzeit.

Laut Herstellerfirma kann es in sehr seltenen Fällen und unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Stimulationspause durch einen Schaltkreis-Fehler im Gerät kommen. Nach Abschätzung des individuellen Risikos im Rahmen der Nachkontrolle kann der Arzt entscheiden, ob das Gerät zunächst auf eine nicht-anfällige Betriebsart umprogrammiert werden sollte – solange, bis ein Software-Update der Firma installiert wird. Ein operativer Eingriff ist dafür nicht erforderlich. Medtronic entwickelt nach eigenen Angaben derzeit ein Software-Update, welches voraussichtlich jedoch erst in der zweiten Jahreshälfte 2019 bei den Behörden zur Genehmigung eingereicht werden könne.

„Jeder Rückruf eines mangelhaften Medizinproduktes ist einer zu viel. Dahinter verbirgt sich jedes Mal ein zumindest verunsicherter, nicht selten verängstigter Patient. Im Interesse der Patienten muss die Firma hier schnellstmöglich Abhilfe schaffen“, sagt Dr. Walter Klingelhöfer, Kaufmännischer Geschäftsführer des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen.

In ganz Norddeutschland ruft Medtronic nach NDR-Recherchen Hunderte Herzschrittmacher zurück, an zwei Kliniken in Hannover sind 660 Patienten betroffen, am Klinikum Oldenburg 24, in Bremen nach Angaben von Radio Bremen 345 Patienten.

Dauerschmerz nach Verletzung – Das Rotes Kreuz Krankenhaus bei NDR „Visite“.

Morbus Sudeck / CRPS (Komplexes Regionales Schmerzsyndrom) war das Thema der NDR Sendung „Visite“ am 29. Januar 2019. Als Experte informierte der Chefarzt des Bremer Schmerzzentrums am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen, Dr. Joachim W. Ulma, über die früher auch “entgleiste Heilentzündung” genannte Erkrankung.

CRPS beginnt meist wenige Wochen nach einer Verletzung oder Operation mit einem starken, brennenden Schmerz, der bei Belastung oder Bewegung zunimmt. Viele Patienten empfinden den Schmerz schon bei leichten, eigentlich angenehmen Berührungen, oft verbunden mit Kribbeln, starker Schwellung und geröteter Haut. Die Krankheit verläuft in Stadien von Verfärbungen, Verhärtungen bis hin zu Versteifung und Knochenschwund. Die Ursache für CRPS ist bisher ungeklärt. Die Erkrankung wird häufig erst sehr spät erkannt, obwohl gerade in den ersten Wochen die Heilungschancen am besten sind. Experten behandeln die tückische Erkrankung mit hoch dosierten Schmerzmedikamenten (Opiaten), Physiotherapie, Lymphdrainagen, Ergotherapie und Verhaltenstherapie.

Wer die Sendung verpasst hat, kann sich den Beitrag online noch einmal anschauen. Alle Informationen zum Thema und den Filmbeitrag vom 29.1.2018 finden Sie hier:
ndr.de/(…)/morbus-sudeck-dauerschmerz-nach-verletzung,morbussudeck100.html

Weitere Informationen zu Morbus Sudeck / CRPS:

Chefarztwechsel am Rotes Kreuz Krankenhaus

Privatdozent Dr. Sven Eisold wird neuer Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

„Wir freuen uns sehr, mit Herrn Privatdozent Dr. Eisold einen exzellenten Chirurgen und erfahrenen Nachfolger für die Leitung der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie gefunden zu haben“, erklärt Prof. Dr. Stefan Herget-Rosenthal, Ärztlicher Geschäftsführer am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen. Privatdozent Dr. Jörn Gröne, der 2016 von der Charité kommend die Leitung der Klinik übernommen hatte, zwingen familiäre Gründe zurück nach Berlin.

Nach dem Studium begann Dr. Sven Eisold seine chirurgische Laufbahn am Universitätsklinikum Heidelberg und machte dort die Facharztausbildung für Chirurgie. Während dieser Zeit war der heute 53-jährige zwei Jahre am Deutschen Krebsforschungszentrum auf dem Gebiet der Tumorimmunologie und Onkologie wissenschaftlich tätig. Im Jahr 2004 wechselte er als Oberarzt an die Chirurgische Universitätsklinik Rostock. Dort erfolgte seine Spezialisierung in der Gefäßchirurgie und Viszeralchirurgie, insbesondere auf dem Gebiet der großen Tumorchirurgie von Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse und Darm. Im Jahr 2008 erlangte er die Habilitation und Lehrbefugnis an der Universität Rostock für das Fach Chirurgie. Ende 2010 wurde er Chefarzt an den Sana-Kliniken Lübeck. Hier baute er besonders die onkologische Chirurgie auf und entwickelte die minimimal invasive Chirurgie zum Kompetenzzentrum der Klinik. Im Sommer 2018 erfolgte eine kurze Chefarzttätigkeit am Klinikum Stadt Soest, ehe er den Ruf an das RKK Bremen annahm.

„Das Renommee des RKK Bremen, die partnerschaftlichen Kooperationen und nicht zuletzt die erfolgreichen Investitionen der Klinik in den letzten Jahren waren für mich entscheidende Argumente für das RKK“, so der gebürtige Dresdner. Besonders beeindruckt ist Dr. Sven Eisold von der hervorragenden technischen Ausstattung der Operationssäle und dem modernen Ambiente der Behandlungsbereiche, denn er möchte ganz besonders die minimal invasive Chirurgie in den Fokus seiner Tätigkeit stellen und weiter ausbauen. „Nach meiner Einschätzung werden die weiteren Entwicklungen der Visualisierung, der Robotik und der intraoperativen Navigation die Möglichkeiten in der Chirurgie und deren OP-Techniken verändern und verbessern“, erklärt der neue Chefarzt. Dr. Sven Eisold möchte gemeinsam mit seinem Team den erfolgreich begonnenen Weg der Spezialisierung am RKK fortsetzen, neue Akzente beispielsweise in der Tumorchirurgie und Adipositaschirurgie setzen und vertrauensvoller Ansprechpartner für Patienten und niedergelassene Ärzte sein.

Dr. Sven Eisold ist verheiratet und hat drei Kinder. Er fährt gern Fahrrad, geht ins Sportstudio und freut sich schon auf Joggingrunden im Bürgerpark. Darüber hinaus ist er seit über 30 Jahren bekennender Werderfan und möchte so viele Heimspiele wie möglich im Weserstadion besuchen. Er freut sich auf die neue Herausforderung am RKK und darauf, als „alter Wahlbremer“ in seine Lieblingsstadt zurückzukehren.

Gefäßzentrum Bremen im Rotes Kreuz Krankenhaus zum fünften Mal zertifiziert

Das Gefäßzentrum Bremen im RKK - größtes Kompetenzzentrum in Bremen und eines der führenden in Norddeutschland - hat sich zum fünften Mal prüfen lassen. Die ärztlichen Fachgesellschaften „Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG)“ und „Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)“ haben die Klinik Anfang Dezember 2018 besucht, geprüft und entschieden, dass das Gefäßzentrum auch weiterhin alle Anforderungen für ein Hochleistungszentrum im Fachgebiet Gefäßmedizin erfüllt.

Die wichtigsten Anforderungen an ein zertifiziertes Gefäßzentrum sind:

  • Gewährleistung einer 24-Stunden-Versorgung durch voll weitergebildete Fachärzte
  • Vorhaltung einer Gefäßsprechstunde als Anlaufstelle
  • Expertise durch hohe Fallzahlen
  • funktionierende interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Teilnahme an qualitätssichernden Maßnahmen
  • strukturierte Ausbildung für junge Ärzte bzw. anerkannte Weiterbildungsbefugnis durch die zuständige Ärztekammer

Gefäßzentrum Bremen

Die optimale Behandlung von Gefäßerkrankungen verlangt das Spezialwissen mehrerer medizinischer Fachrichtungen. Moderne Gefäßmedizin besteht aus drei Schwerpunkten:
Die tragende Säule ist die Gefäßchirurgie. Gefäßchirurgen beherrschen die Indikationsstellung für eine konservative oder invasive Behandlung. Nur Gefäßchirurgen sind ausgebildet, um offene Operationen (vaskuläre Chirurgie) wie z. B. einen Bypass durchzuführen oder Ballonauf- dehnungen oder Stentimplantationen vorzunehmen (endovaskuläre Chirurgie).
Die Radiologie liefert mit moderner 3-dimensionaler Technik im Computertomogramm (CT-Angio) oder Kernspintomogramm (MRT-Angio) reale Bilder der menschlichen Anatomie, die wir in unserem täglichen interdisziplinären Gefäßkolloquium auswerten.
Die Angiologie ist ein Spezialgebiet der internistisch ausgerichteten konservativen Behandlung von Gefäßerkrankungen.

Im ersten Bremer Gefäßzentrum, gegründet 2003, sind alle drei Säulen optimal vereint. Es wird das komplette Spektrum an konservativen, minimal-invasiven und operativen Leistungen angeboten. Behandlungsschwerpunkte sind Eingriffe am Arteriensystem, am Venensystem, Dialyseshunts und Problemwunden.

Seit August 2018 verfügt das Rotes Kreuz Krankenhaus über einen Hightech Hybrid-Operationssaal. Dieser Hybrid-OP vereint einen komplett ausgestatteten Operationssaal mit höchsten Hygienestandards inklusive einem Hochleistungs- Angiographielabor.

Weihnachtsfeier für Patienten, Angehörige und die Neustädter Nachbarschaft am 21.12. im RKK

Am Freitag, 21. Dezember 2018, findet im Tagungszentrum des Rotes Kreuz Krankenhaus, St.-Pauli-Deich 24 um 16.00 Uhr die jährliche Weihnachtsfeier statt. Eingeladen sind neben Patienten und Angehörigen auch Nachbarn aus der Neustadt und alle, die sich dem Haus verbunden fühlen.

Die Gäste erwarten weihnachtliche Klänge aus Lateinamerika mit der Gruppe Siembra. Dazu gibt es weihnachtliche Texte, Kaffee und Knabbereien. Natürlich darf auch die Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas nicht fehlen.

Auf die Besucher freuen sich die RKK-Seelsorgerinnen Regina Herkenhoff, katholische Pastoralreferentin und Birgit Wille, evangelische Pastorin sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik.

FOCUS DIABETES: RKK-Dialysezentrum 2019 eines der besten Dialysezentren für Diabetiker in Deutschland

Für die Redaktion des Magazins FOCUS DIABETES zählt das Dialysezentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen zu Deutschlands besten Dialysezentren für Diabetiker 2019.

In die Bewertung gingen nach Angaben des Magazins unter anderem Empfehlungen von Fachärzten aus den Bereichen Nephrologie, Endokrinologie und Diabetologie und von Dialyse- Selbsthilfegruppen ein sowie Untersuchungen des Dialyseangebots, der Versorgung von Infektionspatienten und des diabetesspezifischen Serviceangebots, z.B. Ernährungsschulungen.

Das Magazin aus dem Burda-Verlag veröffentlicht seit 1993 Listen auf Basis unabhängiger Datenerhebungen.

Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen bietet Patienten die Teilnahme an einer Studie zu Narbenbrüchen an

AWARE-Studie der Berliner Charité untersucht, in welchen Fällen Narbenbrüche operiert werden sollten.

Bei Narbenbrüchen (sog. Narbenhernien) besteht, ähnlich wie bei einem Leistenbruch, die Gefahr des Einklemmens von Gewebe oder Teilen des Darms. Erste Untersuchungen der Charité-Universitätsmedizin Berlin ergaben bei Leistenbrüchen, dass die Häufigkeit dieser Komplikation geringer als bisher angenommen ist. Aus diesem Grund werden auch Leistenbrüche, die keine Beschwerden verursachen, heute nicht mehr unbedingt sofort operiert, sondern können zunächst ärztlich beobachtet werden. Hierdurch wird dem Patienten ein mit Risiken verbundener operativer Eingriff erspart. “Daher stellt sich nun die wichtige Frage, ob auch Patienten mit Narbenbruch mit gar keiner oder nur geringer Symptomatik zwingend operiert werden müssen oder ob eine ärztliche Beobachtung, im Fachjargon watchful waiting genannt, ausreicht, erklärt Privatdozent Dr. Jörn Gröne, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am RKK und Leiter des Bremer Studienzentrums am RKK.

Dieser Frage geht eine Studie der Charité und 37 weiterer Studienzentren bundesweit nach. Eines dieser Studienzentren ist seit Februar 2018, als einzige Bremer Klinik, das Rotes Kreuz Krankenhaus. Für die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte klinische prospektiv-randomisierte Multicenter-Studie bietet das RKK betroffenen Patienten weiterhin die Möglichkeit der Teilnahme an.

Informationen zur Studie

Teilnehmer der Studie werden nach umfangreicher Aufklärung und Eingangsuntersuchung per Zufallsprinzip in die Operations- oder Beobachtungsgruppe gelost. Diese sogenannte Randomisierung muss zur Sicherung der wissenschaftlichen Standards durchgeführt werden. „Unter bestimmten Voraussetzungen ist es auch möglich, die Studiengruppe, in die man randomisiert wurde, zu wechseln. In jedem Fall können die Teilnehmer sicher sein, dass die Nachbetreuung weit über eine Standardbehandlung hinausgeht und sie langfristig unter bester Beobachtung stehen – ob operiert oder nicht. Auch nach Abschluss der Studie dürfen sich die Teilnehmer jederzeit an uns wenden, sobald sie Schmerzen haben oder beispielsweise doch noch operiert werden möchten“, sagt Bauchchirurg Gröne. Die Studienteilnehmer kommen über einen Zeitraum von zwei Jahren sechsmal ins Rotes Kreuz Krankenhaus zur Befragung und Nachuntersuchung.

An der Studie kann teilnehmen, wer volljährig ist und einen Narbenbruch nach einer Bauchoperation entwickelt hat, der bei alltäglicher Belastung keine oder nur geringe Beschwerden verursacht. „Diese Multicenter-Studie wird das Wissen über die leider noch sehr häufige Narbenhernie maßgeblich vergrößern”, ist der Chefarzt überzeugt.

Bundesweit erster Krankenpfleger mit Fachweiterbildung Anästhesie- und Intensivpflege sowie für Notfallpflege

Christian Pianka ist bundesweit der erste Krankenpfleger mit sowohl der Fachweiterbildung Anästhesie- und Intensivpflege als auch der 2016 in Bremen neu eingeführten Fachweiterbildung für Notfallpflege

Die Notaufnahmen in Deutschland stehen im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Nicht nur, was ihren Stellenwert für die Behandlung komplex erkrankter Patienten betrifft sondern auch bei der Debatte um die Rolle der Klinik-Notaufnahmen in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Unbestreitbar wächst die Zahl der behandelten Patienten von Jahr zu Jahr, Pflegekräfte müssen Enormes leisten, um den vielfältigen Anforderungen und Tätigkeiten in einer Notaufnahme gerecht werden zu können. Weil die bisher angebotenen Fort-und Weiterbildungswege für die Pflegenden dort nicht mehr ausreichen, hat Bremen als erstes Bundesland 2016 die hochqualifizierte, staatlich - und von den an der Notfallversorgung beteiligten Fachgruppen und Verbänden anerkannte - „Fachweiterbildung Notfallpflege“ ins Leben gerufen. Die ersten staatlich anerkannten Notfallpfleger haben Anfang November ihre Weiterbildung in Bremen beendet. Ab 2020 soll es eine verbindliche Quote so qualifizierter Pflegefachkräfte in Bremer Notaufnahmen geben, bis dahin gilt eine Übergangslösung.

Christian Pianka, 38 Jahre alt, arbeitet seit 2002 im Rotes Kreuz Krankenhaus, 2012 wechselte er von der Intensivstation in die Zentrale Notaufnahme. „Christian Pianka ist nicht nur ein erfahrener Pfleger im Bereich der Intensivstation und der Zentralen Notaufnahme. Er sorgt mit diesen beiden intensiven Fachweiterbildungen auch im Team für Ausbildung, Anleitung und pflegerische Arbeit auf höchstem Niveau“, betont Dr. Martin Langenbeck, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme am RKK.“ „Die Verknüpfung von hervorragender Notfallmedizin und leistungsfähiger Intensivmedizin zeichnet unser Krankenhaus aus - zum Wohle auch schwerst erkrankter Patienten. Die doppelte Qualifikation unseres Pflegers Christian Pianka steht sinnbildlich hierfür“, ergänzt der Chefarzt.

Die Fachweiterbildung für Notfallpflege kann nach dem bremischen Weiterbildungsgesetz in modularer Form in der Fachweiterbildungsstätte am Klinikum Links der Weser in zwei bis vier Jahren, inkl. berufspraktischer Weiterbildungszeit in geeigneten Einsatzfeldern, absolviert werden.

Größte Rheuma-Ärztefortbildung Nordwestdeutschlands am Samstag, 10. November im Rotes Kreuz Krankenhaus

Das Bremer Rheumazentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) organisiert jährlich das „Bremer Rheumasymposium“ - die größte Rheuma-Ärztefortbildung in Nordwestdeutschland. In diesem Jahr werden zum 37. Mal circa 150 Ärzte und Wissenschaftler ins Tagungszentrum der Klinik kommen, um sich über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie rheumatischer Erkrankungen auszutauschen. Die Volkskrankheit Rheuma ist mit ihren zahlreichen verschiedenen Krankheitsbildern ein komplexes Feld. Wichtig für die schnelle Diagnose ist neben der engen Kooperation der beteiligten Berufsgruppen auch die Weiterbildung von Hausärzten, Orthopäden und Rheumatologen – gerade in Zeiten des deutschlandweiten Mangels an Rheumatologen. Dieser Aufgabe widmet sich Rheumazentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus gerne.

Die Themen in diesem Jahr sind:

  • Spondyloarthritiden / Entzündungen an der Wirbelsäule und den Gelenken
  • Rheumatischen Manifestationen an den Nieren
  • Gicht / inklusive der neuen Leitlinien
  • Osteoporose als die häufigste Knochenerkrankung
  • Rheumaorthopädie: wichtigste Funktionsstörungen, Fehlstellungen und Erkrankungen des menschlichen Fußes / konservative und operative Therapiemaßnahmen

Hintergrundinfo Rheuma

Rheuma ist der Oberbegriff für mehr als 100 verschiedene Erkrankungen, die zum Teil durch Entzündungen hervorgerufen werden – von Beschwerden und Krankheiten des Bewegungsapparates über entzündlich-rheumatische Erkrankungen der inneren Organe bis zu Bindegewebs- und Knochenerkrankungen, wie Osteoporose oder Gelenkverschleiß (Arthrose). Fast jeder vierte Deutsche ist von einer rheumatischen Erkrankung betroffen. Die Situation von Rheumapatienten hat sich in den vergangenen 20 Jahren aufgrund des medizinischen Fortschritts deutlich verbessert. „Gelenkschmerzen und Behinderungen können heutzutage bei einem Großteil der Betroffenen verhindert werden. Viele Patienten profitieren heute von neuen biotechnologisch hergestellten Antikörpern, die deutlich besser wirken, weil sie gezielt in den Entzündungsprozess eingreifen“, weiß Prof. Dr. Jens Gert Kuipers, Chefarzt des Bremer Rheumazentrums am Rotes Kreuz Krankenhaus.

Polizeirevier Neustadt besucht Zentrale Notaufnahme im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Zur Intensivierung von Austausch und guter Zusammenarbeit besuchten am Dienstag, 16. Oktober, der Sachgebietsleiter des Polizeireviers Neustadt, Volkmar Sattler, sowie Kollegen aus Einsatzdienst und Kontaktpolizei die Zentrale Notaufnahme des RKK.

Bei einer Führung zeigten Bettina Klatt, Pflegerische Leitung der Notaufnahme, und ZNA-Chefarzt Dr. Martin Langenbeck die Räumlichkeiten der Notaufnahme und erklärten Wege und Abläufe vor Ort. Die Polizisten informierten sich über Umfang, Probleme und Umgang der Mitarbeiter mit aggressiven Patienten bzw. Angehörigen sowie über bereits erfolgte organisatorische und bauliche Schutzmaßnahmen.

Die ZNA bedankte sich bei der Neustädter Polizei für ihre stets schnelle und kompetente Hilfe im Fall der Fälle.

Neue Angiografie-Anlage in Betrieb

Die Klinik für Gefäßmedizin – Gefäßzentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen hat eine neue Angiografie-Anlage in Betrieb genommen. Die Angiografie ermöglicht eine Darstellung der Gefäße unter Verwendung von Röntgenstrahlen und Kontrastmittel.

In der Angio-Suite werden alle kathetergestützten Behandlungsverfahren wie zum Beispiel eine Ballonaufweitung / Stentimplantation in örtlicher Betäubung über eine Gefäßpunktion durchgeführt. Die neue Anlage arbeitet deutlich strahlungsärmer und bietet dabei eine exzellente Bildqualität. Da hier auch komplexe und damit länger dauernde Gefäßinterventionen wie Rotationsthrombektomien, Atherektomien sowie Embolisationen durchgeführt werden, ist die Strahlenbelastung der Patienten gegenüber der alten Anlage erheblich reduziert.

Bei der Rotationsthrombektomie wird ein vorhandenes Blutgerinnsel durch eine Turbine an der Katheterspitze zerkleinert und abgesaugt. Die Atherektomie-Katheter sind mit einem schneidenden Mini-Werkzeug versehen und ermöglichen das Abtragen von Gefäßverkalkungen in geeigneten Fällen. Embolisation bedeutet den gezielten Verschluss einzelner kleiner Blutgefäße bei einer Blutung oder von Tumorgefäßen mit kleinen Metallspiralen oder Flüssigembolisaten.

Bereits im letzten Jahr investierte das Rotes Kreuz Krankenhaus in einen neuen Hybrid-OP mit einer neuartigen, robotergestützten Angiografie-Anlage - als eine der ersten Kliniken weltweit. Damit stehen nun für Gefäßoperationen aller Art, von der Ballonaufdehnung von Gefäßen bis hin zur Versorgung von komplexen Aufweitungen (Aneurysma) der Bauch- und/oder Brustschlagader zwei neue Angiografie-Anlagen auf höchtem technischen Standard zur Verfügung.

Versorgung Schwerverletzter spitze

Traumazentrum des RKK erneut rezertifiziert

Hervorragende Strukturen, bewiesene Qualität und ein effektives, kollegiales Zusammenspiel der Ärzte und Pflegefachkräfte bei der Versorgung Schwerverletzter: Das bescheinigte ein von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie beauftragter Auditor dem Team des RKK. Er kam am 22. August in die Klinik, um das Traumazentrum auf Herz und Nieren zu überprüfen.

Der Auditor kontrollierte die Wege und Stationen, die ein schwerverletzter Patient durchläuft - von der Zentralen Notaufnahme über die Radiologie, den OP bis zur Intensivstation. Mit dabei: Chirurgen, Anästhesisten, Intensivmediziner, Radiologen und Pflegefachkräfte. Außerdem nahm der Fachprüfer die standardisierten Verfahren und Anweisungen, Protokolle und Fortbildungsnachweise unter die Lupe und schaute sich notwendige Geräte und Instrumente, beispielsweise im Schockraum der Zentralen Notaufnahme, genau an.

Es ist die dritte Zertifizierung des Traumazentrums seit 2012.

Übung macht den Meister: Schockraumtraining im RKK

Das Szenario: Eine Frau wird bei einem Autounfall aus dem Wagen geschleudert. Der Notarzt bringt sie mit diversen Gesichts- und Rippenbrüchen, einem Bauchtrauma mit Leberriss und einem offenen Bruch des rechten Unterschenkels in die RKK-Notaufnahme. Alle Wunden sehen täuschend echt aus, die “Patientin” legt sich mächtig ins Zeug - sie macht das nicht zum ersten Mal. Diese aufregende Szenerie war Teil einer großen Simulationsübung im Rotes Kreuz Krankenhaus Anfang Juni 2018.

Beim “Schockraumtraining” in der Notaufnahme probten 35 Anästhesisten, Chirurgen und Pflegepersonal der Funktionsbereiche unter der Leitung von Dr. Dirk Hadler, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und Chirurg Dr. Bernward Steinhorst den Ernstfall. Die Fortbildung diente auch zur Vorbereitung der Rezertifizierung des Traumazentrums der Klinik. Teil eins des dreistündigen Workshops waren drei Schockraumszenarien mit geschminkten Unfallpatienten.
In drei Gruppen beschäftigten sich die Teilnehmer mit den jeweils “realen” Unfallopfern. Danach ging es ins Tagungszentrum zum zweiten Teil des Workshops mit dem Thema „Atemweg und Atmung“. Die Anästhesisten Florian Altschäffl und Jakob Pilster übten mit den Gruppen nicht nur Intubation und Luftröhrenschnitt - diesmal natürlich an Puppen - sondern auch das Punktieren des Spaltes zwischen Rippen und Lunge, um die Lunge zu entlasten. Herhalten mussten hierfür Schweinerippen. Im dritten Teil ging es um „Kreislauf und Schock“. Chirurg Krzysztof Nowakowski spielte mit den Teilnehmern Diagnose und Therapie bei zwei imaginären Patienten exemplarisch durch: Was kann Kreislaufprobleme und Schock auslösen, welche Reaktionen zeigt der Körper, wie kann man diese sichtbar machen, wie kann behandelt werden?

Spannend, lehrreich, konkret, lustig, praktisch, aufregend, hilfreich: Die Aussagen der Teilnehmer nach dem Workshop sprachen für sich. Die Fortbildung wird in Zukunft einmal jährlich im Rotes Kreuz Krankenhaus stattfinden.

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