Aktuell

Übung zur Erstversorgung Schwerverletzter

Fortbildung im Rotes Kreuz Krankenhaus für Mediziner und Pflegende in der unfallchirurgischen Akutversorgung

Eine 20 Jahre alte, alkoholisierte Frau wird vom Rettungsdienst ins RKK gebracht – nach einer Schlägerei zwischen zwei verfeindeten Gruppen an der Schlachte. Man sieht Prellungen und Hämatome am ganzen Körper, aus einer Messerstichverletzung im linken Unterbauch sickert Blut heraus. Die unruhige Patientin ist bleich und kaltschweißig, hat Schmerzen überall. Diese Szenerie war Teil einer großen Simulationsübung im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen am heutigen Samstag. Beim “Schockraumtraining” probten am 7. Mai vierzig Anästhesisten, Chirurgen sowie Pflegepersonal der Funktionsbereiche der Neustädter Klinik den Ernstfall. „Diese intensive Art der Fortbildung im Team ist in der Organisation sehr aufwendig - aber unheimlich effektiv“, weiß Dr. Bernward Steinhorst, Facharzt für Chirurgie, Viszeral- und Unfallchirurgie und Oberarzt der Zentralen Notaufnahme am RKK. „Die jungen Kolleg:innen können ihr Know-how in der Erstversorgung Schwerverletzter später nicht nur im RKK-Traumazentrum, sondern überall auf der Welt einsetzen. Das ist in diesen Zeiten für viele sehr wichtig“.

Teil eins des fünfstündigen Workshops unter der Leitung von Chefarzt Dirk Hadler und Oberarzt Dr. Steinhorst waren drei Schockraumszenarien mit lebensecht geschminkten, schauspielerisch versierten und vorab gebrieften „Patienten“. In vier Gruppen beschäftigten sich die Teilnehmer mit den jeweils “realen” Unfallopfern. Danach ging es ins Tagungszentrum zum zweiten Teil des Workshops mit dem Thema „Atemweg“. Die Anästhesisten Florian Altschäffl und Johannes Knötzele, Mit-Initiatoren der Fortbildung, übten dort in den Gruppen das Atemwegsmanagement inkl. Intubation mit Hilfe von Puppen. Im dritten Teil ging es um „Atmung und um Anwendung von Schienen“. Die Unfallchirurgen Axel Loof, Henning Wilken und Mathis Vogel spielten mit den Teilnehmern Diagnose und Therapie bei imaginären Patienten exemplarisch durch – vom Sturz, über den Motorradunfall bis zur häuslichen Gewalt. Geübt wurde auch das Legen von Thoraxdrainagen – an der Schweinehälfte. Auch der Umgang mit Extremitätenschienen war Teil des Programms. In Workshop vier widmeten sich die Übungsleiter Lukas Kölbel und Tommy Lahaye dem Thema „Kreislauf und Schock“ inklusive Übungen zur Anlage von Gefäßzugängen.

RKK-Chefärzte auch 2022 auf der Focus-Liste der Top-Mediziner in Deutschland

Dr. Ingo Arnold und Prof. Jens Gert Kuipers gehören zu den Top-Medizinern ihres Fachgebietes in ganz Deutschland. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie, die das Recherche-Institut FactField GmbH im Auftrag des Nachrichtenmagazins Focus durchgeführt hat.

Die beiden Chefärzte des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen sind erneut auf der Focus-Liste der Top-Mediziner Deutschlands vertreten. (Ausgabe Focus Gesundheit April 2022). Dr. Arnold, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, erhielt gleich zwei Auszeichnungen für die Fachgebiete Operative (orthopädische) Rheumatologie und Fußchirurgie. Prof. Kuipers ist als Internistischer Rheumatologe erneut in der Liste „Deutschlands TOP-Mediziner“ vertreten.

Das Münchener Nachrichtenmagazin „Focus“ veröffentlicht seit 1993 regelmäßig Listen deutscher Spitzenärzte. In die Empfehlung flossen Informationen zu Behandlungsleistungen, Reputation, Qualifikation, wissenschaftlichem Engagement und Serviceangeboten ein, die sich aus einer großen Ärztebefragung und öffentlich verfügbaren Daten ergeben.

Rheumazentrum-Chefärzte auf der „Stern-Liste“ Deutschlands ausgezeichneter Ärzte/Spezialisten

Das Magazin “Stern” hat in seinem Sonderheft 01/2022 gemeinsam mit dem Rechercheinstitut Munich Inquire Media GmbH die “meist empfohlenen Mediziner Deutschlands” in 105 Bereichen recherchiert. Unsere beiden Chefärzte des Rheumazentrums stehen dort im Gebiet “Knochen und Gelenke”:

Prof. Jens Gert Kuipers, internistischer Rheumatologe, speziell in den Bereichen Seltene Rheumatische Erkrankungen, Spondyloarthriden, Rheumatoide Arthritis und Dr. Ingo Arnold, orthopädischer Rheumatologe, in den Gebieten Osteoarthropathien und Spezielle Fußchirurgie.

Laut “Stern“ wurde für die Auszeichnung von Ärzt:innen bewusst ein mehrdimensionaler Ansatz gewählt. Die Basis bilden persönliche Interviews mit Mediziner:innen und deren Empfehlungen. Hinzugezogen wurden auch Daten etwa über die Publikation von Fachveröffentlichungen, besondere Qualifikationen und Bewertungen von Patienten (keine manipulationsanfälligen Online- Empfehlungen).

Selten, aber nicht allein

Deutsche Rheuma-Liga startet Aktionswoche für Rheumatiker mit seltenen Erkrankungen. Bremer Rheumazentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus beteiligt sich mit einer Online-Veranstaltung am 1.3.22.

Mit der Aktionswoche „Selten, aber nicht allein“ möchte Deutschlands größter Selbsthilfeverband Betroffenen Mut zusprechen, ihnen zeigen, dass sich gemeinsam trotz Erkrankung viel bewegen lässt und ihnen sein breites Angebot an Beratung, Information und Unterstützung vorstellen. Die Aktionswoche startet am Tag der Seltenen Erkrankungen, 28. Februar 2022, und endet am 7. März.

Informationen der Rheuma-Liga zur Aktionswoche

Details zur Aktionswoche und die Podcastreihe „Seltene“ finden Sie unter www.rheuma-liga.de, das Online-Expertenforum zum Thema unter www.forum.rheuma-liga.de und mehr zu seltenen rheumatischen Erkrankungen und den speziellen Angeboten der Rheuma-Liga unter www.seltene.rheuma-liga.de

Das vollständige Programm und weitere Informationen… (PDF, 100KB)

Technischer Defekt löst Brand aus

Um 8.30 Uhr brannte der Akku einer elektrischen Liege in einem Raum der Zentralen Notaufnahme des Rotes Kreuz Krankenhauses. Mitarbeiter löschten den Brand umgehend, es befanden sich keine Patienten im Zimmer.

Die herbeigerufene Feuerwehr war sofort zur Stelle und kontrollierte noch einmal den Raum und angrenzende Bereiche. Die Zentrale Notaufnahme und umliegende Bereiche wurden dabei vorsorglich gesperrt, die Patienten in anderen Räumlichkeiten weiterbehandelt.

Versorgung Schwerverletzter spitze: Traumazentrum des Rotes Kreuz Krankenhauses erneut rezertifiziert

Hervorragende Strukturen, bewiesene Qualität und ein effektives, kollegiales Zusammenspiel der Ärzte und Pflegefachkräfte bei der Versorgung Schwerverletzter: Das bescheinigte ein von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie beauftragter Auditor dem Team des RKK. Er kam in die Klinik, um das Lokale Traumazentrum auf Herz und Nieren zu überprüfen.

Der Auditor kontrollierte die Wege und Stationen, die ein schwerverletzter Patient durchläuft - von der Zentralen Notaufnahme über die Radiologie, den OP bis zur Intensivstation. Mit dabei: Chirurgen, Anästhesisten, Intensivmediziner, Radiologen und Pflegefachkräfte. Außerdem nahm der Fachprüfer die standardisierten Verfahren und Anweisungen, Protokolle und Fortbildungsnachweise unter die Lupe und schaute sich notwendige Geräte und Instrumente,beispielsweise im Schockraum der Zentralen Notaufnahme, genau an.

39. Bremer Rheumasymposium am Samstag, 20. November 2021

Auf dem Bremer Rheumasymposium, organisiert durch das Bremer Rheumazentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus, tauschen sich Ärzte und Wissenschaftler über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie rheumatischer Erkrankungen aus. Die Themen des Symposiums sind nach den Wünschen der teilnehmenden Haus- und Fachärzte für ihre tägliche Praxis ausgerichtet.

Die Volkskrankheit Rheuma ist mit ihren zahlreichen verschiedenen Krankheitsbildern ein komplexes Feld. Wichtig für die schnelle Diagnose ist neben der engen Kooperation der beteiligten Berufsgruppen auch die Weiterbildung von Hausärzten, Orthopäden und Rheumatologen – gerade in Zeiten des deutschlandweiten Mangels an Rheumatologen. Dieser Aufgabe widmet sich das anerkannte und DGRh- zertifizierte (Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.) Rheumazentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus.

Die Themen 2021 Jahr sind:

  • Polymyalgia und Riesenzellarteriitis
  • Rheumatische Manifestationen am Auge
  • ANCA assoziierte Vasculitis
  • Arthrose – Wie diagnostizieren? Wie therapieren? Wie vorbeugen?
  • Die Juvenilen idiopathischen Arthritiden

Endoprothetikzentrum (EPZ) im RKK erneut erfolgreich rezertifiziert

Patient:innen profitieren vom Knie- und Hüftgelenkersatz im RKK - das bestätigte die erneute externe Prüfung. Unter anderem wurden Qualität und Quantität der chirurgischen Eingriffe, die Qualifikation und Zusammenarbeit der Mitarbeiter:innen sowie die fachübergreifenden Behandlungspfade gelobt. Die Prüfer hoben die Professionalität und die “berufsgruppenübergreifende konstruktive, engagierte, freundliche und sehr gute Zusammenarbeit” im Endoprothetikzentrum sowie dessen stetige qualitative Weiterentwicklung hervor. Besondere Anerkennung fanden das durchdachte Schmerzkonzept, welches einen hohen Autonomiegrad der pflegerischen Mitarbeitenden ermöglicht, und das Weiterbildungskonzept für die Ärztinnen und Ärzte im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen.

Das von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Endoprothetik und dem Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie entwickelte Zertifizierungssystem EndoCert kontrolliert seine Teilnehmer jährlich. Alle drei Jahre erfolgt eine erneute Zertifizierung, bei der alle Behandlungsschritte auf Herz und Nieren überprüft werden. Für die Zertifizierung muss ein EPZ strenge Kriterien erfüllen, beispielsweise ist die Zertifizierung an Mindestzahlen von Einsatz- und Wechseloperationen und eine bestimmte Anzahl von Operationen der einzelnen Ärzt:innen gebunden. Die Daten und Fakten fließen nach erfolgter Einführung des Systems an das Deutsche Endoprothesenregister. Das EPZ wird regelmäßig von einer Zertifizierungsgesellschaft auf die Einhaltung dieser Standards überprüft.

Das RKK versorgt seit Jahrzehnten auf hohem Niveau Patient:innen mit künstlichem Gelenkersatz. Durch den Schwerpunkt in der operativen Rheumatologie, Unfallchirurgie und physikalischen Medizin haben die Ärzt:innen die Kompetenz und Erfahrung auch bei schwierigen Fällen. In Kooperation mit der Medizinischen Klinik können auch Patient:innen operiert werden, die aufgrund etwaiger Vorerkrankungen nach einer OP einer intensivmedizinischen Versorgung bedürfen.

Überwachungsaudit Pflege erfolgreich: Pflegemanagement im RKK geprüft

Seit 2014 ist die Bremische Schwesternschaft vom Deutschen Roten Kreuz e.V. – und damit das gesamte Pflegemanagement des Rotes Kreuz Krankenhauses – nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Im Rahmen eines Überwachungsaudits überzeugten sich die Prüfer vom 15.-17.9.21 erneut u.a. vom funktionierenden Pflegeprozess.

Sie prüften den Ablauf und die pflegerische Behandlung eines imaginären Patienten mit Gelenkersatz im Endoprothetikzentrum und lobten die engagierten und kompetenten Mitarbeitenden der Klink. Besondere Anerkennung fand das innovative Konzept der „Fachmentoren“, die fachliche Spezialthemen direkt am Fall unterrichten und der „Zentralen Mentoren“, welche neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Einarbeitung auf den Stationen und bei besonderen Tätigkeiten zuverlässig und regelmäßig zur Seite stehen.

Schon 2014 nach der Zertifizierung hieß es seitens der Prüfer, sie würden sich im RKK bedenkenlos jederzeit selbst einweisen lassen.

Zum 12. September: Europäischer Kopfschmerz- und Migränetag

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. Je nach Ursache, Dauer und Art der Schmerzen unterscheidet die Deutsche Migräne und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) über 176 verschiedene Arten. Dr. Joachim Ulma, Chefarzt im Bremer Schmerzzentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK), ist anerkannter Experte auf diesem Gebiet. Das Zentrum feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen.

„Über 90 Prozent aller Kopfschmerzen lassen sich auf Migräne, Spannungs- kopfschmerz und Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz (MÜK) zurückführen, weiß Dr. Joachim Ulma, Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK). Unmittelbar lebensbedrohlich sind diese Kopfschmerzen nicht, jedoch schränken sie die Lebensqualität der Patienten ganz erheblich ein. Chronisch ist der Schmerz, wenn er über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten an mehr als zehn Tagen im Monat auftritt. In solchen Fällen bringt oft eine spezielle schmerztherapeutische Behandlung, wie sie im Rotes Kreuz Krankenhaus angeboten wird, Linderung. 1981 – vor genau 40 Jahren – entstand dort die erste Schmerzambulanz Bremens. Sie entwickelte sich in den 80er Jahren zum größten Schmerzzentrum in ganz Norddeutschland mit stationären Betten für die Aufnahme chronisch Schmerzkranker. Auch eine Schmerzambulanz ist hier angesiedelt. Für die Diagnostik und Therapie der oftmals komplizierten Schmerzerkrankungen steht dort ein Team aus Schmerztherapeuten, Neurologen, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten, Psychologen, Mund-Kiefer- Gesichtschirurgen sowie Physiotherapeuten zur Verfügung.

Spezialisierte Behandlung von Kopfschmerzen

Die Diagnose chronischer Kopfschmerzen kommt meist ohne aufwendige und kostspielige bildgebende Verfahren aus. In spezialisierten Zentren wie im RKK kann die gesamte Bandbreite der Kopf- und Gesichtsschmerzen behandelt werden. Das therapeutische Spektrum reicht von der medikamentösen Therapie, Nervenblockaden, Botoxbehandlungen über Psychotherapie und Biofeedback bis zu Patientenschulungen sowie besonderen Physiotherapieverfahren bei Kopf- und Gesichtsschmerzen. Zusätzlich zur körperlichen und neurologischen Untersuchung liefert ein intensives Patientengespräch die wichtigsten Anhaltspunkte. Hilfreich ist auch ein Kopfschmerz- Kalender, der in Apotheken und auf der Website der DMKG kostenlos erhältlich ist. Darin protokolliert die Patienten Dauer und Häufigkeit der Anfälle, Begleiterscheinungen und Medikation. Mithilfe der Notizen können oft individuelle Trigger erkannt werden. Die Diagnostik der Gesichts- oder Kopfschmerzen erfolgt in der Kopfschmerzsprechstunde der Schmerzambulanz. Zuvor muss das Gehirn mindestens einmal radiologisch untersucht worden sein. Erst wenn die Diagnose steht, wird die Therapie besprochen.

Spezialisierte Behandlung von Migräne

Migräne kennt keine geographischen Grenzen oder soziale Unterschiede. In Deutschland sind etwa 3,7 Millionen Frauen und rund 2 Millionen Männer betroffen, am häufigsten in der Gruppe der 35 – 45- Jährigen. 4 bis 5 Prozent der Kinder erleiden regelmäßig Migräneattacken. Bis zur Pubertät sind Jungen und Mädchen gleich häufig betroffen. Später tritt die Migräne öfter bei Frauen auf. Im fortgeschrittenen Alter gleichen sich Geschlechtsunterschiede wieder aus, die Migräne wird seltener. Migränepatienten berichten von einseitigen, klopfenden Schmerzen, die sich bei körperlicher Aktivität verschlimmern, ihnen ist übel und sie sind licht- und geräuschempfindlich. In manchen Fällen geht der Migräneattacke eine „Aura“ voraus: Der Patient hat vorübergehende Sehstörungen, Kribbeln oder Taubheit in den Gliedmaßen.

Wie Migräne entsteht

Über die Ursachen von Migräne existieren verschiedene Theorien. Im Hirnstamm gibt es gut durchblutete Areale, die als „Migränegenerator“ bezeichnet werden. Durch diesen kommt es zu einer Weitstellung der Gehirngefäße und zahlreiche Entzündungsstoffe werden freigesetzt u.a. Calcitonin Gen Related Peptide (CGRP). Diese verursachen Schmerzen, die über den Nervus Trigemiuns zum Schmerzzentrum geleitet werden. Auch die Gene spielen eine Rolle, da die Migräne familiär gehäuft vorkommt. So genannte Triggerfaktoren können Migräneanfälle begünstigen, z.B. Alkohol, Stress, Koffein- oder Schlafentzug, Hormone, bestimmte Nahrungsmittel oder Wetterumschwünge.

Aktuelle Therapieoptionen

Die besten Ergebnisse erzielen multimodale Therapieansätze, die medikamentöse Prophylaxe mit psychologischen Schulungen kombinieren. Betablocker oder Anti-Depressiva wirken vorbeugend und reduzieren die Intensität und Häufigkeit von Migräneattacken. Unterstützend werden im psychologischen Training Entspannungsübungen (z.B. progressive Muskelentspannung nach Jacobsen) erlernt und Trigger identifiziert.

Bei manchen Patienten wirken schon kleine Änderungen im Lebenswandel vorbeugend, beispielsweise ein regelmäßiger Schlaf-Rhythmus. Gegen die akuten Schmerzen während eines Anfalls helfen verschreibungspflichtige Triptane effektiv. Sie wirken auf die Serotonin-Rezeptoren im Gehirn und hemmen so die Schmerzen. Bei Patienten mit Herzkrankheiten, Bluthochdruck oder Schlaganfall dürfen Triptane aufgrund ihrer gefäßverengenden Wirkung nicht eingesetzt werden. Eine neue Therapieoption bei chronischer Migräne stellen die Monoklonalen Antikörper gegen den Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP)-Rezeptor (Erenumab) oder gegen CGRP (Eptinezumab, Fremanezumab, Galcanezumab) dar. Sie sind nicht für die Akutbehandlung geeignet, sondern zur prophylaktischen Behandlung zugelassen. Patienten mit vier und mehr Migräneanfällen im Monat können davon profitieren, sofern die anderen Medikamente zur Migräneprophxlaxe (z.B. Metoprolol oder Propranolol), Flunarizin, Topiramat, Valproinsäure oder Amitriptylin nicht wirksam waren, nicht vertragen wurden oder nicht eingenommen werden dürfen. Sie stellen eine Erweiterung der therapeutischen Optionen in der Migräneprophylaxe dar. Aber auch hier muss besonders auf Vorerkrankungen geachtet werden, besonders auf Herz- und Gehirnerkrankungen. Auch Schwangere und stillende Mütter sind von dieser Therapie bislang ausgeschlossen. Häufig nimmt während einer Schwangerschaft die Migränehäufigkeit jedoch deutlich ab.

Vorsicht bei der Selbstmedikation!

In der Regel ist auch gegen Selbstmedikation mit frei verkäuflichen Kopfschmerzmitteln nichts einzuwenden. Vorsicht ist allerdings geboten: Grundsätzlich kann jedes Schmerzmittel selbst Kopfschmerzen verursachen, wenn es zu häufig eingenommen wird. Medikamenten- Übergebrauchs- Kopfschmerz ist die Folge. „In der Kopfschmerzsprechstunde der Schmerzambulanz am Rotes Kreuz Krankenhaus stellen sich viele Patienten mit einem Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz vor, wobei den meisten dieser Zusammenhang nicht bekannt ist . Viele stehen unter Leistungsdruck, wollen nicht ausfallen und bekämpfen lästiges Kopfbrummen mit Tabletten“, berichtet Dr. Ulma. Die lindernde Wirkung kehrt sich aber nach einiger Zeit ins Gegenteil um, ein dumpf-drückender Dauerkopfschmerz tritt an die Stelle der ursprünglichen Beschwerden. Schmerzexperte Ulma rät: „Um diesen zu vermeiden, sollten Schmerz- und/oder Migränemittel höchstens an zehn Tagen pro Monat und maximal drei Tage in Folge eingenommen werden.“ Therapeutisch wird bei medikamentenbedingtem Kopfschmerz, neben einem notwendigen Entzug, an der Psyche angesetzt. Der psychologisch konditionierte Zusammenhang „Tablette = Schmerzfreiheit“ muss durchbrochen werden.

Sommerliches Grillen in der Mittagspause

Am Freitag, 16. Juli, standen die drei Herren der Geschäftsführung, Dr. Brummerloh, Dr. Langenbeck und Dr. Klingelhöfer, pünktlich um 12 Uhr am Grill auf der Terrasse des Café K, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rotes Kreuz Krankenhauses höchstpersönlich und kostenfrei mit Bratwurst und Roastbeef zu versorgen.
Das Küchenteam und die Kolleg:innen des Dienstleisters r&s hatten da bereits verschiedene Salate und Saucen gezaubert, die Eistruhen, Getränke, Biertischgarnituren bereit gestellt und alles hergerichtet. Dem Andrang zufolge war das spontane Angebot, die Mittagspause bei strahlendem Sonnenschein in geselliger Runde zu verbringen, ein voller Erfolg. Verputzt wurden sage und schreibe 10kg Roastbeef, 200 Geflügel- und 80 vegetarische Würstchen, 40 kg Nudel/Kartoffelsalat, 15 kg grüner Salat und 10 kg Melonenwürfel.
Eine schöne Aktion!

RKK-Chefärzte auch 2021 auf der Focus-Liste der Top-Mediziner in Deutschland

Mit Dr. Ingo Arnold und Prof. Jens Gert Kuipers sind erneut zwei Chefärzte des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen auf der aktuellen Focus-Liste der Top- Mediziner Deutschlands vertreten. (Ausgabe Focus Gesundheit Juni 2021). Dr. Arnold, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, erhielt gleich zwei Auszeichnungen für die Fachgebiete Operative (orthopädische) Rheumatologie und Fußchirurgie. Prof. Kuipers ist als Internistischer Rheumatologe erneut in der Liste „Deutschlands TOP-Mediziner“ vertreten.

Das Münchener Nachrichtenmagazin „Focus“ veröffentlicht seit 1993 regelmäßig Listen deutscher Spitzenärzte. Hauptkriterien für die Bewertung sind nach Angaben des Focus-Magazins Qualität, Häufigkeit von Operation, niedrige Komplikationsrate und hygienische Standards. Zudem gehen Bewertungen durch andere Ärzte gleichen Fachgebietes und Bewertungen von Patienten in die Beurteilung mit ein.

Bundesweiter „Aktionstag gegen den Schmerz“ / Patienten-Seminar

Online-Patienten-Seminar am Dienstag, 1. Juni 2021 um 17:00 Uhr.
Thema: Chronische Schmerzen: Erkennen, Behandeln, Vorbeugen“

Die Klinik für Schmerzmedizin / Bremer Schmerzzentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) beteiligt sich am zehnten bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. An diesem Tag machen die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. und ihre Partnerorganisationen auf die lückenhafte Versorgung von vielen Millionen Menschen aufmerksam, die an chronischen Schmerzen leiden. Bundesweit finden in etwa 150 Praxen und Kliniken, in Apotheken sowie Pflegeeinrichtungen Aktionen, Infotage und Vorträge statt. Etwa 23 Millionen Deutsche (28 Prozent) berichten über chronische Schmerzen. Bei sechs Millionen Betroffenen sind die chronischen Schmerzen so deutlich ausgeprägt, dass sie sich im Alltag und im Berufsleben beeinträchtigt fühlen. Die Zahl derer, die unter chronischen, nicht tumorbedingten Schmerzen und unter damit assoziierten psychischen Beeinträchtigungen leiden, liegt in Deutschland bei 2,2 Millionen. Die Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland ist jedoch lückenhaft. Information, Beratung und Aufklärung der Patienten sind daher die Ziele des zehnten bundesweiten „Aktionstags gegen den Schmerz“.

Online Zoom-Patienten-Seminar im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Der Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin, Dr. med. Joachim W. Ulma, stellt am 1. Juni von 17 bis 18 Uhr in einem Online-Zoom-Meeting die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Schmerzforschung vor, die in die Behandlung von chronischen Schmerzen neu aufgenommen wurden. Er informiert über die Entstehung, Behandlung und Vorbeugung von chronischen Kopfschmerzen, Nervenschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen. Anschließend steht er für Fragen im Online-Chat zu Verfügung. Infos und Anmeldung: www.roteskreuzkrankenhaus.de/veranstaltungen. Die Zugangsdaten für das Zoom-Meeting werden am Vortag per E-Mail an die Teilnehmer verschickt.

Chronische Schmerzen professionell behandeln – im spezialisierten Schmerzzentrum!

„Die meisten Schmerzen gehen zum Glück vorüber, wenn ihre auslösende Ursache erkannt und erfolgreich behandelt werden konnte. Wenn die Schmerzen allerdings nicht rechtzeitig und ausreichend gelindert werden können, entstehen durch komplexe neurobiologische Umbauvorgänge in unserem Gehirn Gedächtnisstrukturen für Schmerzen. „Das Gehirn lernt - und behält nun die Schmerzen in einer Art Schmerzgedächtnis“ weiß der Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin, Dr. Joachim W. Ulma, der selbst an einer Studie zu zentralen neuroplastischen Veränderungen bei Schmerzen mitgearbeitet hat. Leistungsverlust und seelisches Leid sind oft die Folge – das tägliche Leben steckt in der Krise.

Bei etwa acht Prozent der deutschen Bevölkerung ist dies der Fall. „Dann hilft es nicht, nur eine Tablette einzunehmen oder an einer Gruppentherapie teilzunehmen. Es muss ein individuelles, auf den Patienten abgestimmtes Therapiekonzept durch ein geschultes Therapeutenteam mit dem Patienten erarbeitet und auf den Weg gebracht werden. Ebenso ist es wichtig, noch bestehende Schmerzursachen abzuklären und zu behandeln“, sagt der erfahrene Schmerzmediziner. „Besonders die fachübergreifende Zusammenarbeit mit den Rheumatologen, den Rheumaorthopäden, den Unfallchirurgen und Physiotherapeuten sowie den Haus- und Fachärzten hat dazu beigetragen, dass seit über 40 Jahren eine sehr erfolgreiche Schmerzmedizin im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen angeboten werden kann“ betont Ulma. „Unsere Exzellenz ist nicht das Können eines Einzelnen. Es beruht auf der Fähigkeit, die medizinisch fachlichen und pflegerischen Kompetenzen für die Schmerzpatienten zu bündeln“, beschreibt Ulma den Erfolg des Behandlungsteams. Er mahnt, dass die Schmerzmedizin nicht zu einer „Low Budget Medizin in der Gruppe“ verkommen darf.

Dem engagierten Schmerzmediziner ist es gelungen, eins von insgesamt 15 QST-Laboren in ganz Europa in der RKK-Schmerzklink zu etablieren. Ein QST-Labor (QST = Quantitative Sensorische Testung) wird benötigt, um eine schmerzhafte Erkrankung der kleinsten Nervenfasern festzustellen. Nervenschmerzen stellen einen weiteren Behandlungsschwerpunkt der Klinik dar. Daneben ist Herr Dr. Ulma einer der wenigen von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft zertifizierten Kopfschmerz-Spezialisten in Bremen. Sowohl in der Schmerzambulanz als auch in der Klinik für Schmerzmedizin selbst werden alle chronischen Schmerzerkrankungen behandelt und das gesamte schmerztherapeutische Spektrum angeboten – inklusive stationärer Betten für schwerst Schmerzkranke.

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V.

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist mit mehr als 3500 Mitgliedern die größte wissenschaftliche Schmerzgesellschaft Europas. Menschen mit chronischen Schmerzen brauchen mehr Unterstützung, denn sie werden nicht optimal versorgt. Das zeigt sich auch im Anstieg chronischer Schmerzerkrankungen. „Jetzt ist die Gesundheitspolitik gefragt. Die Schmerzgesellschaft hat ihre Anliegen formuliert und fordert die Parteien auf, diese in ihre Wahlprogramme für die nächste Legislaturperiode zu integrieren“, betont Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V.Zudem appelliert die Deutsche Schmerzgesellschaft an die Gesundheitsminister der Länder und des Bundes (GMK), die Umsetzung deren Vereinbarung von vor sechs Jahren zu evaluieren und weitere nächste Schritte zu beschließen. „Der Handlungsbedarf ist weiterhin groß, wie auch eine Bestandsaufnahme der Deutschen Schmerzgesellschaft bei den Bundesländern verdeutlicht“, ergänzt Isenberg.

Rheuma-Lehrauftrag in Oldenburg

Chefarzt Prof. Dr. Jens Gert Kuipers, Leiter des Rheumazentrums Bremen am Rotes Kreuz Krankenhaus ist neuer Lehrbeauftragter für Rheumatologie im Modellstudiengang Humanmedizin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Seit 2012 werden dort Medizinerinnen und Mediziner in Oldenburg und Groningen ausgebildet.

Die länderübergreifende Struktur des Medizinstudiengangs (European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS)) ist einzigartig in Europa. Die EMS zeichnet sich durch ihr stark praxis- und forschungsorientiertes Lehrkonzept aus. Neben medizinischem Wissen wird den Studierenden vor allem die Fähigkeit vermittelt, sich professionell und empathisch den Patienten zu widmen.

Mindestens ein Jahr verbringen die Studierenden während ihres sechsjährigen Studiums an der Rijksuniversiteit Groningen.

Außergewöhnliche Auszeichnung

Das New Yorker Magazin Newsweek hat mit Hilfe des bekannten online-Portals für Statistik, “Statista”, die besten Krankenhäuser weltweit 2021 ermittelt. Für Deutschland als World´s Best Hospitals 2021 mit dabei: Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen.

Um die Qualität und Validität der Studie zu garantieren, habe man eine umfassende Methodik entwickelt, die z.B. Empfehlungsraten medizinischer und pflegerischer Experten, medizinische Kennzahlen, wie Behandlungsqualität, Patientensicherheit, Hygiene und Patientenbewertungen einbezieht - so Newsweek.

Kliniken aus 25 Ländern wurden nominiert, davon 171 von 1.925 deutschen Kliniken. Die Liste der ausgezeichneten Kliniken und mehr Informationen zur Methodik der Studie gibt es unter https://www.newsweek.com/best-hospitals-2021/germany

Gefäß-Experten beraten am Telefon

Telefonsprechstunde bei Durchblutungsstörungen am Mittwoch, 17. März von 16.00 bis 17.30 Uhr im Bremer Gefäßzentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus

Arterien und Venen sind die lebenswichtigen Verbindungsglieder zwischen den Organen unseres Körpers. Über dieses Rohrleitungssystem erfolgt die Versorgung aller Körperzellen mit Sauerstoff und Energie sowie der Transport von Abfallstoffen. Jede Störung im Blutkreislauf kann schwerwiegende Folgen haben. Bluthochdruck, Rauchen, zu wenig Bewegung und falsche Ernährung sind Risikofaktoren für die Gefäße - Durchblutungsstörungen sind die Folge. Fast jeder dritte Bundesbürger hat verkalkte Gefäße. Die häufigste arterielle Gefäßkrankheit ist die Minderdurchblutung der Beine, auch Schaufensterkrankheit oder Raucherbein genannt. Besonders gefährlich ist die Verengung einer Halsschlagader, die Ursache für einen Schlaganfall sein kann. Es gibt aber auch bedrohliche Erweiterungen von Blutgefäßen, zum Beispiel die Aussackung der Bauchschlagader (Aneurysma). So ein ausgeweitetes Blutgefäß kann platzen und schnell zum Tod führen. Auch Krampfadern und Thrombosen sind typische Gefäßerkrankungen. Behandelt wird je nach Diagnose medikamentös, operativ und heutzutage zu einem Großteil “interventionell”: Mit einem Katheter gelangen die Ärzte unter Röntgendurchleuchtung an die erkrankte Stelle. Dort kann die Arterie mit speziellen Kathetern behandelt werden (Stents). Vorbeugung ist möglich und auch die Behandlung kann Erfolg haben, wenn die Ursache für Gefäßerkrankungen früh erkannt und Spezialisten aufgesucht werden.

In der telefonischen Sprechstunde im Rotes Kreuz Krankenhaus am Mittwoch. 17. März von 16 bis 17.30 Uhr beraten der Chefarzt des Bremer Gefäßzentrums, Dr. Frank Marquardt, und der Leitende Oberarzt, Dr. Frank Trösch, rund um Vorsorge, Diagnose und Behandlung von Durchblutungsstörungen. Sie sind telefonisch erreichbar unter: 0421-55 99 188 und 0421-55 99189.

Für Patienten mit krankhaften Erweiterungen und Einrissen der Hauptschlagader (Aorta) gibt es im Aortenzentrum der spezialisierten Klinik am St.-Pauli-Deich 24, 28199 Bremen, eine individuelle Beratung. Anmeldung für die Aorten-Sprechstunde unter Tel. 0421 - 55 99-880.

Ohrenretter und Kaffee für alle

Sie helfen nicht nur speziell Trägern von Hörgeräten und Brillen sondern auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Krankenhaus: die Ohrenretter von Hörakustik Schmitz. Eine Klammer aus biologisch abbaubarem Kunststoff, mit 3D-Druckern selbst entwickelt und produziert, hält die Gummibänder von FFP2-Masken am Hinterkopf, so dass die Ohren beim Maske tragen frei bleiben.

1.000 Stück brachte Geschäftsführer Uli Schmitz als Spende im RKK vorbei.

Das RKK freut sich ebenso über eine großzügige Filterkaffee-Spende der Firma Jacobs Douwe Egberts für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik.

Impfstart im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Am Donnerstag, 14. Januar 21, fiel der Startschuss für die Impfung des Krankenhauspersonals im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK). Um 10:00 Uhr wurde der erste Mitarbeiter gegen das Corona-Virus geimpft. Mit gutem Beispiel voran ging Krankenhaushygieniker Michael Bojarra. Als Arzt, Hygieniker, Corona-Krisenstabsmitglied und Impfzentrumsbeauftragter ist er seit Monaten an vorderster Front tätig. „Ehrensache“, sagt Michael Bojarra zur eigenen Impfbereitschaft, „je mehr Mitarbeiter geimpft sind, desto sicherer ist es für alle anderen – Kolleginnen und Kollegen ebenso wie Patientinnen und Patienten“.

Geimpft wurden zunächst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der “Kategorie 1“. „Dies sind Mitarbeitende, die auf der Intensivstation arbeiten, in den Ambulanzen (Zentrale Notaufnahmen ZNA1 und ZNA2) auf den Covid- Stationen sowie Kolleginnen und Kollegen aus Dialyse, Anästhesie und der Endoskopie. „Es handelt sich um alle Mitarbeitenden, die in engem Kontakt zu Corona-Patienten stehen - also nicht nur pflegerisches und ärztliches Personal, sondern auch Physiotherapeuten, Reinigungspersonal, Hostessen, FSJler/Bufdis, Auszubildende, PJ-Studenten etc.“, erklärt der Internist Bojarra. Der Andrang impfbereiter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die ersten 70 „Moderna“-Impfdosen war groß. Die Gesundheitsbehörde hat für die Zukunft kürzere Lieferintervalle und eine steigende Anzahl zur Verfügung stehender Impfdosen angekündigt.

Die Station 3a wurde zum internen Impfzentrum für das Klinikpersonal umfunktioniert. „Wir haben Räume für die ärztliche Aufklärung, die Dokumentation der Impfungen, die Impfungen selbst, Wartebereiche und Nachsorgebereiche eingerichtet und Personal für diese Aufgaben vorbereitet“, erklärt Dr. Martin Langenbeck von der Ärztlichen Geschäftsführung am RKK. Parallel war neben dem RKK-Impfpersonal ein Team des behördlichen Impfzentrums vor Ort im Krankenhaus, welches die Impfungen extra für das Robert Koch-Institut dokumentierte.

„Wir gehen von einer weiterhin insgesamt hohen Impfbereitschaft unserer Mitarbeitenden aus“, sagt Chefarzt Langenbeck. „Wir haben im Dezember angefangen, unsere Mitarbeitenden zunächst in den Teamgesprächen rund um den neuen Impfstoff zu informieren. Aus diesen Gesprächen haben sich Fragen herauskristallisiert, die besonders häufig gestellt wurden. Diese “FAQ” wurden von Fachleuten beantwortet und intern veröffentlicht. Es ist uns wichtig, dass unsere Mitarbeitenden mögliche Ängste und Sorgen bezüglich des Impfens in einer vertrauensvollen Atmosphäre ansprechen und diskutieren können, denn so werden viele Sorgen häufig bereits im Vorfeld ausgeräumt“.

Warnung vor Fehlinformationen über Kontraindikation zur „Corona-Impfung“ bei Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen

Das Bremer Rheumazentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus erreichen zur Zeit vermehrt Anfragen von verunsicherten Patienten, die gehört oder gelesen haben, dass die Impfung gegen eine Infektion mit SARS-CoV-2 für Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen nicht zu empfehlen und möglicherweise gefährlich sei.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie weist daraufhin, dass diese Information nicht stimmt und hat eine Stellungnahme der Fachgesellschaft DGRH veröffentlicht. Weitere Informationen:

Ein Licht in der Adventszeit

Im Krankenhaus zu liegen und dann noch zu Corona-Zeiten – das ist sicher nichts, was unsere Patienten sich gewünscht haben. Und ausgerechnet zur Advents- und Weihnachtszeit ist das für Viele eine zusätzliche emotionale Herausforderung.

Da wir für unsere Patienten keine Weihnachtsfeier anbieten können, keine Flötenmusik auf den Stationsfluren und auch die allerwenigsten Besuch bekommen dürfen, haben sich unsere Seelsorgerinnen etwas Schönes überlegt. Jeder Patient, der ab dem ersten Advent bis nach Weihnachten stationär aufgenommen wird, bekommt ein kleines LED-Teelicht und eine Weihnachtskarte vom Haus, täglich verteilt durch unsere beiden Seelsorgerinnen und unsere „Bufdis“.

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