Leistungsspektrum

Medizinische Klinik

Mit persönlicher und spezieller fachlicher Expertise ruhen die Kernkompetenzen des Teams der Medizinischen Klinik in den vier Schwerpunktbereichen Nieren- und Hochdruckerkrankungen, Dialyse, Intensivmedizin und Gastroenterologie.

Nieren- und Hochdruckerkrankungen

Unsere Erfahrungen in der Nierenheilkunde haben Tradition: 1969 wurde die erste Dialysestation in Bremen eröffnet - am Rotes Kreuz Krankenhaus. Deshalb gehören Diagnostik und Therapie aller akuten und chronischen Nierenerkrankungen sowie die Vorbereitung und Durchführung von Nierenersatzverfahren (Hämodialyse, Peritonealdialyse, Plasmapherese) und Behandlung der Komplikationen zu unseren Kernkompetenzen.

Da die Nieren das zentrale Organ zur Regulation des Blutdrucks sind, hat sich die Medizinische Klinik auch auf die Diagnostik und Therapie von Hochdruckerkrankungen spezialisiert - mit dem Fokus auf komplizierte Fälle.

Als eines der wenigen Krankenhäuser in Bremen bieten wir eine komplett selbstständige internistische Intensivmedizin an, alle modernen Therapie- und Diagnostikverfahren stehen unseren Patienten zur Verfügung.

Behandlungsspektrum:

  • Akute Nierenversagen
  • Chronische Niereninsuffizienz, insbesondere hypertensive und diabetische Nephropathie
  • Entzündungen im Bereich der Nierenkörperchen (Glomerulonephritis) und des Nierenbindegewebes (interstitielle Nephritis)
  • Erkrankungen der Niere i.R. von Systemerkrankungen bzw. dem rheumatischen Formenkreis (z.B. SLE, Vaskulitis)
  • Betreuung von Patienten vor und nach einer Nierentransplantation
  • Störungen im Säure-Basen-Status
  • Elektrolytstörungen
  • Endokrine Störungen der Nieren, Nebennieren, Nebenschilddrüsen
  • Bluthochdruck und seine sekundären Organmanifestationen

Diagnostikspektrum:

  • Blut- und Urinanalyse einschließlich Urin-Mikroskopie
  • Sonographie inklusive Kontrastmittel-Sonographie
  • Doppler- und Duplex-Sonographie
  • Langzeit-Blutdruckmessung
  • Nieren-Biopsie
  • Dialyse-Vorhofskatheter: Implantation und Explantation
  • TTE/TEE

Kooperationen:

  • Gefäßchirurgie
  • Rheumatologie
  • Kardiologie

Dialyse / Dialysezentrum am RKK

In unserer Dialyseabteilung bieten wir alle gängigen Verfahren zur Hämodialyse und Hämofiltration sowie die Plasmaseparation (zur Entfernung von Antikörpern bei speziellen Immunerkrankungen v.a. der Rheumatologie) und die Bauchfelldialyse an. Unser Dialyseteam steht mit allen Verfahren rund um die Uhr zur Verfügung.

Neben der Notfall- und Akutdialyse, die auch auf der Intensivstation in enger Zusammenarbeit mit den Intensivmedizinern der internistischen und anästhesiologischen Klinik durchgeführt werden, kommt eine Gruppe von teilstationären Dialysepatienten zur wohnortnahen Dialyse regelmäßig in unserer Dialysezentrum.

Der stationäre Bereich des Dialysezentrums steht auch Patienten zur Verfügung, die bei unseren gefäßchirurgischen und angiologischen Ärzten einen neuen Dialysezugang bekommen oder an einem bestehenden Dialysezugang operiert werden. Für diejenigen Patienten, die bei uns einen Bauchfelldialysezugang bekommen, finden hier die ersten Einweisungen in den Umgang mit dem Katheter durch geschultes Personal statt. Bei den vielen verschiedenen Möglichkeiten zur Schaffung eines Zugangs für die Dialyse legen wir großen Wert auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit unseren Chirurgen, beispielsweise in gemeinsamen Visiten und Besprechungen.

Das Dialysezentrum des RKK wurde 2016 in neuen Räumlichkeiten im Haupthaus wiedereröffnet – hell und freundlich gestaltet und mit schönem Blick auf die Kleine Weser, den Fluss vor unserer Haustür. Moderne Flachbildfernseher sind an jedem Bett verfügbar. Der teilstationäre Bereich für unsere Patienten verfügt über 12 Dialyseplätze, der stationäre Bereich in unmittelbarer Nähe zur Intensivstation verfügt über vier Dialyseplätze, an denen in insgesamt fünf Schichten Patienten dialysiert werden können. Wir führen jährlich etwa 7.000 Nierenersatzverfahren durch. Die Dialysestation steht außerdem Urlaubsdialyse-Patienten zur Verfügung. Informationen zu Feriendialysen finden Sie unter www.dialyseauskunft.de und www.ddnae.de.

Intensivmedizin

Die interdisziplinäre Intensivstation mit 20 Betten besteht aus der der konservativen Intensivmedizin unter der Leitung der Medizinischen Klinik und der operativen Intensivmedizin und Intermediate Care Station, die von der Klinik für Anästhesie geleitet wird.

Unser Team ist mit modernsten technischen Hilfsmitteln rund um die Uhr für schwerstkranke Patienten im Einsatz. Die enge fachliche Kooperation der verschiedenen Abteilungen im Rotes Kreuz Krankenhaus und die räumliche Nähe ermöglichen eine optimale und individuelle Versorgung unserer Patienten.

Weitere Informationen auf der Seite der Intensivstation…

Gastroenterologie

Im Bereich Gastroenterologie stehen die akuten und chronischen Blutungen im Magen oder Darm, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (beispielsweise akute und chronische Pankreatitis), chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (M. Crohn, Colitis ulzerosa, Divertikulitis), gut- und bösartige Tumoren sowie Schluckstörungen und entzündliche Erkrankungen der Speiseröhre und der Gallenwege im Mittelpunkt.

In unserem Diagnostikzentrum verfügen wir über eine hervorragende diagnostische und interventionelle Endoskopie mit hohen Hygienestandards und setzen alle Verfahren zur Blutstillung, Bougierung und Stentimplantationen in Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm ein. Die leistungsfähige Videoendoskopie erlaubt neben der Routinediagnostik auch die kompetente Notfallversorgung bei Blutungen, Steinentfernung aus den Gallenwegen oder Behandlung von Engstellen im Magen-Darmtrakt mit sogenannten Stents (Mini-Prothesen in Röhrchenform).

Ambulante Darmspiegelungen im RKK

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Jeder 20. Mensch ist im Laufe seines Lebens betroffen. Um Dickdarmkrebs oder gutartige Vorstufen (Polypen) frühzeitig zu erkennen, ist die Darmspiegelung sehr wichtig. Im Rotes Kreuz Krankenhaus führen wir auch ambulante Darmspiegelungen (Koloskopie) zur Krebsvorsorge, bei akuten Beschwerden oder chronischen Erkrankungen durch.

Darmkrebs oder Polypen sind oft jahrelang im Darm vorhanden, ohne Beschwerden zu verursachen. Die Darmkrebsvorstufen benötigen etwa zehn Jahre um sich zu einem Darmkrebs zu entwickeln. Entdecken wir bei Ihnen diese Vorstufen während der Spiegelung, können wir sie in den meisten Fällen sofort entfernen ohne dass ein Krebs entstanden ist. Sollte bereits eine Veränderung zum Darmkrebs stattgefunden haben, dann ist auch hier die frühe Erkennung wichtig, da die Heilung im Frühstadium fast 100 Prozent beträgt.

Eine Früherkennung kann über drei Methoden stattfinden: die Tastuntersuchung, den Stuhltest auf unbemerktes Blut (okkultes Blut) und / oder eine Darmspiegelung. Bei der Tastuntersuchung prüfen wir den Enddarm vorsichtig manuell. Den anschließend notwendigen Stuhltest auf nicht sichtbares Blut können Sie zuhause durchführen. Dazu muss an drei möglichst aufeinander folgenden Tagen jeweils eine kleine Menge Stuhl mittels eines Spatels auf einen Teststreifen aufgetragen werden. Wenn kein Blut nachgewiesen wurde, ist vorerst keine Darmspiegelung notwendig. Der Stuhltest sollte aber jährlich durchgeführt werden. Beim Nachweis von Blut lassen Sie bitte eine Darmspiegelung durchführen, um einen Darmkrebs auszuschließen. Der Nachweis von Blut im Stuhl bedeutet aber nicht gleich den Nachweis von Krebs!

Was sind Warnsignale des Körpers?

  • Blut im Stuhl
  • Häufiger Wechsel der Stuhlgewohnheiten (Durchfall oder Verstopfung)
  • Blässe, ständige Müdigkeit, Gewichtsabnahme, Leistungsabfall
  • Tastbare Verhärtungen im Bauchraum
  • Vergrößerte Lymphknoten
  • Laute Darmgeräusche

Die Krankenkassen empfehlen und übernehmen folgende Leistungen:

  • Ab dem 50. Lebensjahr einen Stuhlbluttest
  • Ab dem 55. Lebensjahr entweder alle 2 Jahre einen Stuhltest, sofern keine Darmspiegelung gemacht wurde oder eine Darmspiegelung, welche nach 10 Jahren wiederholt werden sollte.

Häufige Fragen zur Darmspiegelung

Wie muss ich meinen Darm vorbereiten?
An den Tagen vor der Darmspiegelung sollten Sie Obst mit kleinen Kernen oder Körner vermeiden. Am Tag vor der Untersuchung können Sie eine kleine Mahlzeit zum Mittag einnehmen, am besten eine klare Suppe. Abends gegen 17 Uhr ist dann der erste Liter Spülflüssigkeit innerhalb einer Stunde unverdünnt einzunehmen. Anschließend dürfen Sie etwas Wasser trinken. Morgens um 5-6Uhr wird dies dann noch einmal wiederholt. Erst wenn sich klare Spülflüssigkeit über den Darm entleert ist eine Spiegelung sinnvoll, da bei nicht optimaler Vorbereitung kleine Polypen übersehen werden.

Bekomme ich eine Narkose?
Technisch gesehen bekommen Sie keine Narkose, sondern Sie werden mit Medikamenten in einen tiefen Schlaf versetzt. Dieser hält für die Dauer der Untersuchung an, so dass Sie die komplette Untersuchung verschlafen. 10 bis 20min nach der Untersuchung sind Sie wieder wach und eine Stunde nach der Untersuchung bekommen Sie bei und einen kleine Snack und können abgeholt werden.

Was passiert bei einer Darmspiegelung?
Mit einer leichten Betäubung »verschlafen« Sie Ihre Darmspiegelung. Ausgebildete Pflegekräfte begleiten und überwachen Sie vor, während und nach der Untersuchung. Mit einem flexiblen Endoskop untersuchen unsere Spezialisten Ihren gesamten Dickdarm. Sie können selbst millimetergroße Veränderungen oder Entzündungen gut erkennen und Proben aus der Schleimhautoberfläche entnehmen. Während der Dickdarmspiegelung werden kleinere – aber auch bereits größere Polypen (Polypektomie) entfernt. Möglich ist dies durch die Kompetenz des Teams aus spezialisierten Ärzten und erfahrenem Fachpersonal. Abschließend findet nach einer kleinen Stärkung Ihr persönliches Gespräch mit dem Arzt statt. Er erklärt das Ergebnis der Untersuchung und beantwortet Ihre Fragen.

Darf ich nach der Untersuchung Autofahren?
Nein, das ist leider nicht erlaubt. Für eine Dauer von mindestens 12 Stunden nach der Untersuchung dürfen Sie nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Dies bedeutet auch, dass Sie kein Fahrrad fahren dürfen. Auch die Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln empfehlen Sie nicht, da Sie durch die Narkose noch müde sein werden und einschlafen bzw. verschlafen könnten.

Tut eine Darmspiegelung weh?
Nein, in den allermeisten Fällen nicht. Sollte trotz des Tiefschlafes mal Schmerz auftreten, können wir mehr Schlafmittel oder ein Schmerzmittel geben.

Kann bei einer Darmspiegelung etwas passieren?
Ja, aber es ist sehr unwahrscheinlich. Der Tiefschlaf hat geringe Risiken für Herz, Kreislauf und Atmung. Daher überwachen wir Sie mit einem Monitor, der alle wichtigen Körperfunktionen aufzeichnet und im Ernstfall sehr früh alarmiert. Außerdem ist eine speziell ausgebildete Krankenschwester bei der Untersuchung dabei, welche sich nur um Ihre Überwachung und Sicherheit kümmert.
Zudem besteht noch das geringe Risiko einer Darmverletzung, wie z.B. eine Blutung, ein Loch im Darm. Beides kann häufig noch während der Darmspiegelung behandelt werden. Das Risiko steigt wenn wir große Polypen (gutartige Krebsvorstufen) finden und abtragen. Sollte eine hohes Risiko für eine Verletzung bestehen tragen wir den Polypen in dieser Spiegelung nicht ab und Sprechen erst mit Ihnen über das Risiko eine Abtragung einer zweiten Darmspiegelung (Polypektomie) und die möglichen Alternativen (Operation) bevor wir uns dann mit Ihnen für das weitere Vorgehen entscheiden.
Als Krankenhaus steht uns eine hochmoderne Endoskopieabteilung mit hohen Hygienestandards und allen heutigen Möglichkeiten der diagnostischen und therapeutischen Endoskopie zur Verfügung.

Ab welchem Alter sollte ich zur Darmkrebsvorsorge gehen?
Ab dem Alter von 50, wenn kein erhöhtes Risiko vorliegt. Die Krankenkassen zahlen ab diesem Alter einen Stuhltest, mit dem sich versteckte Spuren von Blut im Stuhl erkennen lassen. Ab dem Alter von 55 Jahren haben Sie Anspruch auf eine Darmspiegelung. Mit dieser lassen sich gutartige Vorstufen von Darmkrebs erkennen und entfernen. Wenn aufgrund von Darmkrebs in der Familie oder einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung ein erhöhtes Risiko vorliegt, sollten Sie wesentlich früher, bei Darmkrebs in der Familie, spätestens mit 40 bis 45 Jahren eine Darmspiegelung machen lassen.

Weitere Leistungen unserer Klinik

  • Diagnostik und Therapie von Atemwegserkrankungen: Lungenfunktionsmessung, Spiroergometrie, Bronchoskopie
  • internistische Intensivtherapie
  • Diagnostik und Therapie von Komplikationen nach Organtransplantationen
  • Diagnostik und Therapie von systemischen Infektionen
  • Diagnostik und Therapie von schweren systemischen Vaskulitiden und Kollagenosen mit Multiorganmanifestationen
St. Pauli-Deich 24 • 28199 Bremen • Tel. 0421 / 55 99-0