Pressemeldungen / Archiv

Übung zur Erstversorgung Schwerverletzter

Fortbildung im Rotes Kreuz Krankenhaus für Mediziner und Pflegende in der unfallchirurgischen Akutversorgung

Eine 20 Jahre alte, alkoholisierte Frau wird vom Rettungsdienst ins RKK gebracht – nach einer Schlägerei zwischen zwei verfeindeten Gruppen an der Schlachte. Man sieht Prellungen und Hämatome am ganzen Körper, aus einer Messerstichverletzung im linken Unterbauch sickert Blut heraus. Die unruhige Patientin ist bleich und kaltschweißig, hat Schmerzen überall. Diese Szenerie war Teil einer großen Simulationsübung im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen am heutigen Samstag. Beim “Schockraumtraining” probten am 7. Mai vierzig Anästhesisten, Chirurgen sowie Pflegepersonal der Funktionsbereiche der Neustädter Klinik den Ernstfall. „Diese intensive Art der Fortbildung im Team ist in der Organisation sehr aufwendig - aber unheimlich effektiv“, weiß Dr. Bernward Steinhorst, Facharzt für Chirurgie, Viszeral- und Unfallchirurgie und Oberarzt der Zentralen Notaufnahme am RKK. „Die jungen Kolleg:innen können ihr Know-how in der Erstversorgung Schwerverletzter später nicht nur im RKK-Traumazentrum, sondern überall auf der Welt einsetzen. Das ist in diesen Zeiten für viele sehr wichtig“.

Teil eins des fünfstündigen Workshops unter der Leitung von Chefarzt Dirk Hadler und Oberarzt Dr. Steinhorst waren drei Schockraumszenarien mit lebensecht geschminkten, schauspielerisch versierten und vorab gebrieften „Patienten“. In vier Gruppen beschäftigten sich die Teilnehmer mit den jeweils “realen” Unfallopfern. Danach ging es ins Tagungszentrum zum zweiten Teil des Workshops mit dem Thema „Atemweg“. Die Anästhesisten Florian Altschäffl und Johannes Knötzele, Mit-Initiatoren der Fortbildung, übten dort in den Gruppen das Atemwegsmanagement inkl. Intubation mit Hilfe von Puppen. Im dritten Teil ging es um „Atmung und um Anwendung von Schienen“. Die Unfallchirurgen Axel Loof, Henning Wilken und Mathis Vogel spielten mit den Teilnehmern Diagnose und Therapie bei imaginären Patienten exemplarisch durch – vom Sturz, über den Motorradunfall bis zur häuslichen Gewalt. Geübt wurde auch das Legen von Thoraxdrainagen – an der Schweinehälfte. Auch der Umgang mit Extremitätenschienen war Teil des Programms. In Workshop vier widmeten sich die Übungsleiter Lukas Kölbel und Tommy Lahaye dem Thema „Kreislauf und Schock“ inklusive Übungen zur Anlage von Gefäßzugängen.

RKK-Chefärzte auch 2022 auf der Focus-Liste der Top-Mediziner in Deutschland

Die beiden Chefärzte des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen sind erneut auf der Focus-Liste der Top-Mediziner Deutschlands vertreten. (Ausgabe Focus Gesundheit April 2022). Dr. Arnold, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, erhielt gleich zwei Auszeichnungen für die Fachgebiete Operative (orthopädische) Rheumatologie und Fußchirurgie. Prof. Kuipers ist als Internistischer Rheumatologe erneut in der Liste „Deutschlands TOP-Mediziner“ vertreten.

Das Münchener Nachrichtenmagazin „Focus“ veröffentlicht seit 1993 regelmäßig Listen deutscher Spitzenärzte. In die Empfehlung flossen Informationen zu Behandlungsleistungen, Reputation, Qualifikation, wissenschaftlichem Engagement und Serviceangeboten ein, die sich aus einer großen Ärztebefragung und öffentlich verfügbaren Daten ergeben.

Selten, aber nicht allein

Mit der Aktionswoche „Selten, aber nicht allein“ möchte Deutschlands größter Selbsthilfeverband Betroffenen Mut zusprechen, ihnen zeigen, dass sich gemeinsam trotz Erkrankung viel bewegen lässt und ihnen sein breites Angebot an Beratung, Information und Unterstützung vorstellen. Die Aktionswoche startet am Tag der Seltenen Erkrankungen, 28. Februar 2022, und endet am 7. März.

Informationen der Rheuma-Liga zur Aktionswoche

Details zur Aktionswoche und die Podcastreihe „Seltene“ finden Sie unter www.rheuma-liga.de, das Online-Expertenforum zum Thema unter www.forum.rheuma-liga.de und mehr zu seltenen rheumatischen Erkrankungen und den speziellen Angeboten der Rheuma-Liga unter www.seltene.rheuma-liga.de

Das vollständige Programm und weitere Informationen… (PDF, 100KB)

Technischer Defekt löst Brand aus

Um 8.30 Uhr brannte der Akku einer elektrischen Liege in einem Raum der Zentralen Notaufnahme des Rotes Kreuz Krankenhauses. Mitarbeiter löschten den Brand umgehend, es befanden sich keine Patienten im Zimmer.

Die herbeigerufene Feuerwehr war sofort zur Stelle und kontrollierte noch einmal den Raum und angrenzende Bereiche. Die Zentrale Notaufnahme und umliegende Bereiche wurden dabei vorsorglich gesperrt, die Patienten in anderen Räumlichkeiten weiterbehandelt.

39. Bremer Rheumasymposium am Samstag, 20. November 2021

Auf dem Bremer Rheumasymposium, organisiert durch das Bremer Rheumazentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus, tauschen sich Ärzte und Wissenschaftler über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie rheumatischer Erkrankungen aus. Die Themen des Symposiums sind nach den Wünschen der teilnehmenden Haus- und Fachärzte für ihre tägliche Praxis ausgerichtet.

Die Volkskrankheit Rheuma ist mit ihren zahlreichen verschiedenen Krankheitsbildern ein komplexes Feld. Wichtig für die schnelle Diagnose ist neben der engen Kooperation der beteiligten Berufsgruppen auch die Weiterbildung von Hausärzten, Orthopäden und Rheumatologen – gerade in Zeiten des deutschlandweiten Mangels an Rheumatologen. Dieser Aufgabe widmet sich das anerkannte und DGRh- zertifizierte (Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.) Rheumazentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus.

Die Themen 2021 Jahr sind:

  • Polymyalgia und Riesenzellarteriitis
  • Rheumatische Manifestationen am Auge
  • ANCA assoziierte Vasculitis
  • Arthrose – Wie diagnostizieren? Wie therapieren? Wie vorbeugen?
  • Die Juvenilen idiopathischen Arthritiden

Überwachungsaudit Pflege erfolgreich: Pflegemanagement im RKK geprüft

Seit 2014 ist die Bremische Schwesternschaft vom Deutschen Roten Kreuz e.V. – und damit das gesamte Pflegemanagement des Rotes Kreuz Krankenhauses – nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Im Rahmen eines Überwachungsaudits überzeugten sich die Prüfer vom 15.-17.9.21 erneut u.a. vom funktionierenden Pflegeprozess.

Sie prüften den Ablauf und die pflegerische Behandlung eines imaginären Patienten mit Gelenkersatz im Endoprothetikzentrum und lobten die engagierten und kompetenten Mitarbeitenden der Klink. Besondere Anerkennung fand das innovative Konzept der „Fachmentoren“, die fachliche Spezialthemen direkt am Fall unterrichten und der „Zentralen Mentoren“, welche neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Einarbeitung auf den Stationen und bei besonderen Tätigkeiten zuverlässig und regelmäßig zur Seite stehen.

Schon 2014 nach der Zertifizierung hieß es seitens der Prüfer, sie würden sich im RKK bedenkenlos jederzeit selbst einweisen lassen.

Zum 12. September: Europäischer Kopfschmerz- und Migränetag

„Über 90 Prozent aller Kopfschmerzen lassen sich auf Migräne, Spannungs- kopfschmerz und Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz (MÜK) zurückführen, weiß Dr. Joachim Ulma, Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK). Unmittelbar lebensbedrohlich sind diese Kopfschmerzen nicht, jedoch schränken sie die Lebensqualität der Patienten ganz erheblich ein. Chronisch ist der Schmerz, wenn er über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten an mehr als zehn Tagen im Monat auftritt. In solchen Fällen bringt oft eine spezielle schmerztherapeutische Behandlung, wie sie im Rotes Kreuz Krankenhaus angeboten wird, Linderung. 1981 – vor genau 40 Jahren – entstand dort die erste Schmerzambulanz Bremens. Sie entwickelte sich in den 80er Jahren zum größten Schmerzzentrum in ganz Norddeutschland mit stationären Betten für die Aufnahme chronisch Schmerzkranker. Auch eine Schmerzambulanz ist hier angesiedelt. Für die Diagnostik und Therapie der oftmals komplizierten Schmerzerkrankungen steht dort ein Team aus Schmerztherapeuten, Neurologen, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten, Psychologen, Mund-Kiefer- Gesichtschirurgen sowie Physiotherapeuten zur Verfügung.

Spezialisierte Behandlung von Kopfschmerzen

Die Diagnose chronischer Kopfschmerzen kommt meist ohne aufwendige und kostspielige bildgebende Verfahren aus. In spezialisierten Zentren wie im RKK kann die gesamte Bandbreite der Kopf- und Gesichtsschmerzen behandelt werden. Das therapeutische Spektrum reicht von der medikamentösen Therapie, Nervenblockaden, Botoxbehandlungen über Psychotherapie und Biofeedback bis zu Patientenschulungen sowie besonderen Physiotherapieverfahren bei Kopf- und Gesichtsschmerzen. Zusätzlich zur körperlichen und neurologischen Untersuchung liefert ein intensives Patientengespräch die wichtigsten Anhaltspunkte. Hilfreich ist auch ein Kopfschmerz- Kalender, der in Apotheken und auf der Website der DMKG kostenlos erhältlich ist. Darin protokolliert die Patienten Dauer und Häufigkeit der Anfälle, Begleiterscheinungen und Medikation. Mithilfe der Notizen können oft individuelle Trigger erkannt werden. Die Diagnostik der Gesichts- oder Kopfschmerzen erfolgt in der Kopfschmerzsprechstunde der Schmerzambulanz. Zuvor muss das Gehirn mindestens einmal radiologisch untersucht worden sein. Erst wenn die Diagnose steht, wird die Therapie besprochen.

Spezialisierte Behandlung von Migräne

Migräne kennt keine geographischen Grenzen oder soziale Unterschiede. In Deutschland sind etwa 3,7 Millionen Frauen und rund 2 Millionen Männer betroffen, am häufigsten in der Gruppe der 35 – 45- Jährigen. 4 bis 5 Prozent der Kinder erleiden regelmäßig Migräneattacken. Bis zur Pubertät sind Jungen und Mädchen gleich häufig betroffen. Später tritt die Migräne öfter bei Frauen auf. Im fortgeschrittenen Alter gleichen sich Geschlechtsunterschiede wieder aus, die Migräne wird seltener. Migränepatienten berichten von einseitigen, klopfenden Schmerzen, die sich bei körperlicher Aktivität verschlimmern, ihnen ist übel und sie sind licht- und geräuschempfindlich. In manchen Fällen geht der Migräneattacke eine „Aura“ voraus: Der Patient hat vorübergehende Sehstörungen, Kribbeln oder Taubheit in den Gliedmaßen.

Wie Migräne entsteht

Über die Ursachen von Migräne existieren verschiedene Theorien. Im Hirnstamm gibt es gut durchblutete Areale, die als „Migränegenerator“ bezeichnet werden. Durch diesen kommt es zu einer Weitstellung der Gehirngefäße und zahlreiche Entzündungsstoffe werden freigesetzt u.a. Calcitonin Gen Related Peptide (CGRP). Diese verursachen Schmerzen, die über den Nervus Trigemiuns zum Schmerzzentrum geleitet werden. Auch die Gene spielen eine Rolle, da die Migräne familiär gehäuft vorkommt. So genannte Triggerfaktoren können Migräneanfälle begünstigen, z.B. Alkohol, Stress, Koffein- oder Schlafentzug, Hormone, bestimmte Nahrungsmittel oder Wetterumschwünge.

Aktuelle Therapieoptionen

Die besten Ergebnisse erzielen multimodale Therapieansätze, die medikamentöse Prophylaxe mit psychologischen Schulungen kombinieren. Betablocker oder Anti-Depressiva wirken vorbeugend und reduzieren die Intensität und Häufigkeit von Migräneattacken. Unterstützend werden im psychologischen Training Entspannungsübungen (z.B. progressive Muskelentspannung nach Jacobsen) erlernt und Trigger identifiziert.

Bei manchen Patienten wirken schon kleine Änderungen im Lebenswandel vorbeugend, beispielsweise ein regelmäßiger Schlaf-Rhythmus. Gegen die akuten Schmerzen während eines Anfalls helfen verschreibungspflichtige Triptane effektiv. Sie wirken auf die Serotonin-Rezeptoren im Gehirn und hemmen so die Schmerzen. Bei Patienten mit Herzkrankheiten, Bluthochdruck oder Schlaganfall dürfen Triptane aufgrund ihrer gefäßverengenden Wirkung nicht eingesetzt werden. Eine neue Therapieoption bei chronischer Migräne stellen die Monoklonalen Antikörper gegen den Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP)-Rezeptor (Erenumab) oder gegen CGRP (Eptinezumab, Fremanezumab, Galcanezumab) dar. Sie sind nicht für die Akutbehandlung geeignet, sondern zur prophylaktischen Behandlung zugelassen. Patienten mit vier und mehr Migräneanfällen im Monat können davon profitieren, sofern die anderen Medikamente zur Migräneprophxlaxe (z.B. Metoprolol oder Propranolol), Flunarizin, Topiramat, Valproinsäure oder Amitriptylin nicht wirksam waren, nicht vertragen wurden oder nicht eingenommen werden dürfen. Sie stellen eine Erweiterung der therapeutischen Optionen in der Migräneprophylaxe dar. Aber auch hier muss besonders auf Vorerkrankungen geachtet werden, besonders auf Herz- und Gehirnerkrankungen. Auch Schwangere und stillende Mütter sind von dieser Therapie bislang ausgeschlossen. Häufig nimmt während einer Schwangerschaft die Migränehäufigkeit jedoch deutlich ab.

Vorsicht bei der Selbstmedikation!

In der Regel ist auch gegen Selbstmedikation mit frei verkäuflichen Kopfschmerzmitteln nichts einzuwenden. Vorsicht ist allerdings geboten: Grundsätzlich kann jedes Schmerzmittel selbst Kopfschmerzen verursachen, wenn es zu häufig eingenommen wird. Medikamenten- Übergebrauchs- Kopfschmerz ist die Folge. „In der Kopfschmerzsprechstunde der Schmerzambulanz am Rotes Kreuz Krankenhaus stellen sich viele Patienten mit einem Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz vor, wobei den meisten dieser Zusammenhang nicht bekannt ist . Viele stehen unter Leistungsdruck, wollen nicht ausfallen und bekämpfen lästiges Kopfbrummen mit Tabletten“, berichtet Dr. Ulma. Die lindernde Wirkung kehrt sich aber nach einiger Zeit ins Gegenteil um, ein dumpf-drückender Dauerkopfschmerz tritt an die Stelle der ursprünglichen Beschwerden. Schmerzexperte Ulma rät: „Um diesen zu vermeiden, sollten Schmerz- und/oder Migränemittel höchstens an zehn Tagen pro Monat und maximal drei Tage in Folge eingenommen werden.“ Therapeutisch wird bei medikamentenbedingtem Kopfschmerz, neben einem notwendigen Entzug, an der Psyche angesetzt. Der psychologisch konditionierte Zusammenhang „Tablette = Schmerzfreiheit“ muss durchbrochen werden.

RKK-Chefärzte auch 2021 auf der Focus-Liste der Top-Mediziner in Deutschland

Mit Dr. Ingo Arnold und Prof. Jens Gert Kuipers sind erneut zwei Chefärzte des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen auf der aktuellen Focus-Liste der Top- Mediziner Deutschlands vertreten. (Ausgabe Focus Gesundheit Juni 2021). Dr. Arnold, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, erhielt gleich zwei Auszeichnungen für die Fachgebiete Operative (orthopädische) Rheumatologie und Fußchirurgie. Prof. Kuipers ist als Internistischer Rheumatologe erneut in der Liste „Deutschlands TOP-Mediziner“ vertreten.

Das Münchener Nachrichtenmagazin „Focus“ veröffentlicht seit 1993 regelmäßig Listen deutscher Spitzenärzte. Hauptkriterien für die Bewertung sind nach Angaben des Focus-Magazins Qualität, Häufigkeit von Operation, niedrige Komplikationsrate und hygienische Standards. Zudem gehen Bewertungen durch andere Ärzte gleichen Fachgebietes und Bewertungen von Patienten in die Beurteilung mit ein.

Außergewöhnliche Auszeichnung

Das New Yorker Magazin Newsweek hat mit Hilfe des bekannten online-Portals für Statistik, “Statista”, die besten Krankenhäuser weltweit 2021 ermittelt. Für Deutschland als World´s Best Hospitals 2021 mit dabei: Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen.

Um die Qualität und Validität der Studie zu garantieren, habe man eine umfassende Methodik entwickelt, die z.B. Empfehlungsraten medizinischer und pflegerischer Experten, medizinische Kennzahlen, wie Behandlungsqualität, Patientensicherheit, Hygiene und Patientenbewertungen einbezieht - so Newsweek.

Kliniken aus 25 Ländern wurden nominiert, davon 171 von 1.925 deutschen Kliniken. Die Liste der ausgezeichneten Kliniken und mehr Informationen zur Methodik der Studie gibt es unter https://www.newsweek.com/best-hospitals-2021/germany

Impfstart im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Am Donnerstag, 14. Januar 21, fiel der Startschuss für die Impfung des Krankenhauspersonals im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK). Um 10:00 Uhr wurde der erste Mitarbeiter gegen das Corona-Virus geimpft. Mit gutem Beispiel voran ging Krankenhaushygieniker Michael Bojarra. Als Arzt, Hygieniker, Corona-Krisenstabsmitglied und Impfzentrumsbeauftragter ist er seit Monaten an vorderster Front tätig. „Ehrensache“, sagt Michael Bojarra zur eigenen Impfbereitschaft, „je mehr Mitarbeiter geimpft sind, desto sicherer ist es für alle anderen – Kolleginnen und Kollegen ebenso wie Patientinnen und Patienten“.

Geimpft wurden zunächst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der “Kategorie 1“. „Dies sind Mitarbeitende, die auf der Intensivstation arbeiten, in den Ambulanzen (Zentrale Notaufnahmen ZNA1 und ZNA2) auf den Covid- Stationen sowie Kolleginnen und Kollegen aus Dialyse, Anästhesie und der Endoskopie. „Es handelt sich um alle Mitarbeitenden, die in engem Kontakt zu Corona-Patienten stehen - also nicht nur pflegerisches und ärztliches Personal, sondern auch Physiotherapeuten, Reinigungspersonal, Hostessen, FSJler/Bufdis, Auszubildende, PJ-Studenten etc.“, erklärt der Internist Bojarra. Der Andrang impfbereiter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die ersten 70 „Moderna“-Impfdosen war groß. Die Gesundheitsbehörde hat für die Zukunft kürzere Lieferintervalle und eine steigende Anzahl zur Verfügung stehender Impfdosen angekündigt.

Die Station 3a wurde zum internen Impfzentrum für das Klinikpersonal umfunktioniert. „Wir haben Räume für die ärztliche Aufklärung, die Dokumentation der Impfungen, die Impfungen selbst, Wartebereiche und Nachsorgebereiche eingerichtet und Personal für diese Aufgaben vorbereitet“, erklärt Dr. Martin Langenbeck von der Ärztlichen Geschäftsführung am RKK. Parallel war neben dem RKK-Impfpersonal ein Team des behördlichen Impfzentrums vor Ort im Krankenhaus, welches die Impfungen extra für das Robert Koch-Institut dokumentierte.

„Wir gehen von einer weiterhin insgesamt hohen Impfbereitschaft unserer Mitarbeitenden aus“, sagt Chefarzt Langenbeck. „Wir haben im Dezember angefangen, unsere Mitarbeitenden zunächst in den Teamgesprächen rund um den neuen Impfstoff zu informieren. Aus diesen Gesprächen haben sich Fragen herauskristallisiert, die besonders häufig gestellt wurden. Diese “FAQ” wurden von Fachleuten beantwortet und intern veröffentlicht. Es ist uns wichtig, dass unsere Mitarbeitenden mögliche Ängste und Sorgen bezüglich des Impfens in einer vertrauensvollen Atmosphäre ansprechen und diskutieren können, denn so werden viele Sorgen häufig bereits im Vorfeld ausgeräumt“.

RKK-Rheuma-Chefarzt Prof. Jens Gert Kuipers zu Gast in der NDR TV-Gesundheitssendung „Visite“

Thema am Dienstag, 24. November ab 20.15 Uhr: Rheuma - Organbeteiligung wird häufig übersehen

Rheumatische Erkrankungen können nicht nur den Bewegungsapparat betreffen. Das eigene, fehlgeleitete Immunsystem kann auch Organe wie Haut, Muskeln, innere Organe oder Gehirn angreifen und dort zu Entzündungen führen. Doch Schäden an diesen Organen werden häufig zu spät diagnostiziert oder sogar übersehen. Bei Menschen, die an Rheuma erkrankt sind, sollte deshalb der ganze Körper im Blick stehen, damit bei Arterienverkalkungen früh gegengesteuert werden kann und es erst gar nicht zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen kommt.

Im Beitrag am 24. November ab 20.15 Uhr sind Prof. Kuipers und Bereichsoberärztin Dr. A. Cole aus dem Bremer Rheumazentrum am RKK mit Patientin Frau H zu sehen. Prof. Kuipers ist zudem Studiogast der Sendung.

Weitere Informationen: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/index.html

Ausbildung von Fachkräften der Labormedizin gesichert

Rahmenkooperationsvereinbarung unterschrieben

Am Montag, 7. September 2020, wurde mit der Unterzeichnung einer Rahmenkooperationsvereinbarung im Rotes Kreuz Krankenhaus die Ausbildung von Fachkräften der Labormedizin (MTLA) in Bremen gesichert. Senatorin Claudia Bernhard: “Ich freue mich sehr, dass die Ausbildung fortgeführt werden kann. Gerade die Corona- Pandemie hat aufgezeigt, wie wichtig es ist, dass ausreichend qualifizierte Fachkräfte im Gesundheitswesen tätig sind. Die Labore und die dort tätigen Menschen haben in den vergangenen Monaten Höchstleistungen vollbracht und an der Eindämmung des Virus einen unschätzbaren Anteil gehabt. Ich danke allen Beteiligten sehr, dass sie es möglich gemacht haben, die Ausbildung zu sichern. Dies ist im Übrigen auch ein konkreter Beitrag für gute Arbeitsplätze für Frauen, die vorrangig den Beruf der medizinisch-technischen Laborassistentinnen oder -assistenten ergreifen.”

Zum Hintergrund: Im vergangenen Jahr hatte sich die Gesundheit Nord (GeNo) für eine Schließung der MTLA-Schule zum 30. September 2020 entschieden und den Versorgungsauftrag für die 20 Ausbildungsplätze (pro Jahr) an das Land Bremen zurückgegeben. In der neuen Rahmenvereinbarung ist nun festgeschrieben, dass die GeNo von den Kliniken und Laboren insbesondere durch noch stärkere Einbindung der MTLA der Labore in die praktische Ausbildung sowie auch bzgl. der räumlichen und technischen Ressourcen unterstützt wird. Der mit der Ausbildung verbundene Aufwand wird auf diese Weise auf mehrere Schultern verteilt. Beteiligt daran sind niedergelassene Laboranbieter in Bremen und Bremerhaven sowie die in Krankenhäusern ansässigen Labore. Sie werden noch mehr als bisher dafür Sorge tragen, dass eine praktische Ausbildung in den medizinischen Laboren in hoher Qualität stattfindet. Bremen geht damit einen zukunftsorientieren Weg: der praktische Anteil der MTLA-Ausbildung wird durch Reformen des Bundes künftig deutlich mehr Gewicht bekommen.

Beteiligte/Unterzeichnende sind:

  • Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gemeinnützige GmbH
  • DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus gemeinnützige GmbH
  • Krankenhaus St. Joseph-Stift gemeinnützige GmbH
  • Gesundheit Nord g GmbH
  • Klinikum Bremerhaven Reinkenheide gemeinnützige GmbH
  • Labor Dr. Schumacher MVZ GmbH
  • LADR Medizinisches Versorgungszentrum Bremen GmbH
  • MVZ Medizinisches Labor Bremen GmbH

„Deutschlands beste Krankenhäuser“: F.A.Z.-Institut veröffentlicht Publikation

Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen erhält Auszeichnung für das gesamte Krankenhaus und für das Gefäßzentrum

Bei der Wahl des Krankenhauses, in dem sie behandelt werden möchten, vertrauen Patienten Studien zufolge zu fast gleichen Teilen der Empfehlung ihres Arztes und der eigenen Informationssuche zur Qualität der Klinik. Die eigene Suche erweist sich jedoch oft als schwierig, denn es gibt eine Vielzahl von Quellen, aus denen die richtigen Informationen gefiltert und bewertet werden müssen.

Das Frankfurter F.A.Z.-Institut und das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) haben zum dritten Mal Daten von über 2200 Krankenhäusern in Deutschland unter die Lupe genommen und führten die Informationen aus verschiedenen Internet-Bewertungsportalen und aus den offiziellen Qualitätsberichten deutscher Krankenhäuser zusammen.

In der Sonderpublikation „Deutschlands beste Krankenhäuser“ veröffentlichte das renommierte F.A.Z.-Institut Mitte Juni den Überblick, welche Kliniken mit ihrem Gesamtangebot glänzen können. Bei den Kliniken zwischen 300 und 500 Betten freut sich das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen über eine Auszeichnung für das komplette Krankenhaus. Die gesamte Rangliste führt 403 Kliniken auf, die zu den Top 25 Prozent ihrer jeweiligen Größenklasse im Spektrum zwischen unter 50 bis über 800 Betten / Unikliniken in sechs Größenkategorien gehören. Außerdem wurde die Klinik für Gefäßmedizin, das Bremer Gefäßzentrum am RKK, ausgezeichnet.

Corona-Infektionen im RKK: Endes des Lockdowns und Teststrategie

Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) hat in dieser Woche erneut alle Mitarbeitenden und Patienten auf das Corona Virus getestet. Stand heute, 31.7.20, sind zehn Mitarbeitende positiv auf COVID-19 getestet. Die beiden weiteren positiven Fälle konnten während der Inkubations/Quarantänezeit dem Ausbruchsgeschehen zugeordnet werden. Es gab keine weiteren positiven Testergebnisse bei Patienten.

Die Absprache mit dem Gesundheitsamt sieht vor, ab Dienstag die Klinik auch für stationäre Patienten wieder zu öffnen. Am Montag werden wieder Patienten vorab für ihre stationäre Aufnahme abgestrichen. Das RKK informiert die Patienten, die dies betrifft, persönlich.

Informationen zur Teststrategie

Ein Corona-Test zeigt immer nur eine Momentaufnahme. Aufgrund der 14tägigen Inkubationszeit des Virus ist es nicht möglich zu sagen, ob das Virus über einen Patienten, Mitarbeiter oder Angehörigen in eine Einrichtung kommt. „Bei Aufnahme in ein Krankenhaus kann ein Patient beispielsweise negativ getestet sein und erst Tage später im Test positiv werden- manchmal sogar erst nach seiner Entlassung. Obwohl er das Virus bereits bei der Aufnahme in sich trug, war dieses zum Zeitpunkt per Test noch nicht nachweisbar. Ebenso kann sich beispielsweise ein Mitarbeiter im privaten Umfeld mit dem Virus anstecken, ohne es zu merken und bei einem präventiven Test in der Klinik, wie ihn das RKK durchführt, plötzlich als Covid-19-positiv auffallen. Solche Situationen und Infektionswege sind nicht vorhersehbar.

Das Rotes Kreuz Krankenhaus ist die erste und einzige Klinik in Bremen, die derart umfassend, häufig und kontinuierlich alle Mitarbeitenden und Patienten testet. Natürlich erhöht dies die Wahrscheinlichkeit von positiven Testergebnissen. „Uns ist es wichtig, den bestmöglichen Einblick und Überblick in der Klinik zu haben, denn nur so kann auch in der Corona-Pandemie in Kooperation mit dem Gesundheitsamt schnell reagiert werden, d.h. Bereiche isoliert und Kontakte aufgedeckt. Um professionell agieren zu können, sobald eine Infektion entdeckt wird, braucht es ein ausgefeiltes Hygienemanagement in der Klinik. Für dieses hat uns das Gesundheitsamt vor und während der Corona-Pandemie mehrfach gelobt“, betont Barbara Scriba-Hermann, Pflegerische Geschäftsführerin des RKK. „Wir testen proaktiv großflächig bereits seit Juni. Wenn wir nicht aus der Erfahrung der ersten entdeckten Infektionen im Juni so regelmäßig, häufig und umfassend im Haus getestet hätten, wäre die zweite Häufung an Infektionen in dieser Form vermutlich nicht entdeckt worden. Wir werden auch weiterhin präventive Testreihen und Kontrolltestungen durchführen“, so Scriba-Hermann.

Eine Lockerung der Regeln, Reisen und der zu beobachtende sorgloser werdende Umgang mit Schutzmaßnahmen vor dem Virus in der Gesellschaft - auch bei Angehörigen von Patienten – werden vermutlich auch Konsequenzen auf das Infektionsgeschehen in den Gesundheitseinrichtungen haben. Es ist zu befürchten, dass sich die positiven Fallzahlen auch in den Krankenhäusern durch möglicherweise bald gelockerte Besuchsregeln erhöhen könnten“, gibt Prof. Dr. Herget-Rosenthal, Ärztlicher Geschäftsführer des RKK, zu bedenken.

Corona-Infektionen im Rotes Kreuz Krankenhaus

Im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen sind über das Wochenende alle Patienten und alle Mitarbeitenden erneut getestet worden. Stand heute, 27.7.20, sind weiterhin neun Patienten und acht (vorher sieben) Mitarbeitende positiv auf COVID-19 getestet. Die Kontakte sind identifiziert und die Infektionsketten nachvollzogen.

Das Haus befindet sich noch bis Freitag, 31. Juli, im vorsorglichen Lockdown mit Aufnahmestopp für stationäre Patienten. In dieser Woche werden alle Patienten und die gesamte Mitarbeiterschaft der Klinik ein drittes Mal (während dieses Ausbruchs) getestet. Da sich ein negativer Test innerhalb von 14 Tagen in einen positiven Test wandeln kann, führt das RKK Testreihen eigenständig umfangreich und mehrfach durch. So sind im Verlauf des Geschehens weiter auftretende, positive Fälle zu erklären.

Das Gesundheitsamt war heute vor Ort und überzeugte sich im Rahmen einer Begehung und in Gesprächen mit Geschäftsführung und Hygienemanagement von den Strukturen und Maßnahmen des RKK im Umgang mit dem Corona-Ausbruch.

Ambulante Operationen und Sprechstunden finden weiterhin statt. Das Café K ist für die Verköstigung der Mitarbeiterschaft ab morgen wieder geöffnet.

RKK befindet sich seit Donnerstagabend vorsorglich im freiwilligen Lockdown

Im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen sind derzeit sieben Mitarbeitende und neun Patienten in den Abteilungen Innere Medizin und Unfallchirurgie positiv auf COVID-19 getestet. Seit Donnerstagnachmittag befindet sich das gesamte Haus unter Sicherheitsaspekten freiwillig und proaktiv in einem vorsorglichen Lockdown. Es besteht zunächst bis Montag ein Aufnahme- und Entlassungsstopp. Das Gesundheitsamt ist der Einschätzung des Krankenhauses heute gefolgt und begrüßt das proaktive Verhalten der Krankenhausleitung sowie alle bereits angeordneten und umgesetzten Sicherheitsmaßnahmen. Aktuell werden alle Patienten und Mitarbeitenden des RKK getestet. Mit dem Ergebnis ist Montagvormittag zu rechnen.

Sofort bei Auftreten des ersten COVID-19 positiv getesteten Patienten wurden alle Maßnahmen eingeleitet, die das Robert Koch-Institut (RKI) fordert. Die erste Testung erfolgte am 17. und 18. Juli, die nächste Testrunde aller am ersten Tag negativ getesteten Personen erfolgte sieben Tage nach der ersten Testung. Die positiven Patienten wurden in den COVID-Bereich des Krankenhauses verlegt und somit von den jetzt noch unter Verdacht stehenden, übrigen Patienten der beiden betroffenen Stationen separiert. Die beiden betroffenen Stationen waren sofort unter Quarantäne gestellt und ein Aufnahme- und Verlegungsstopp verhängt worden. Die betroffenen sieben Mitarbeitenden befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Patienten mit einem COVID-19-Nachweis gehen für 14 Tage auf die Corona-Isolierstation. Ist der Patient am 14. Tag der Quarantäne symptomfrei, kann er verlegt bzw. nach Hause entlassen werden. Angehörige von COVID-19-infizierten Patienten können sich bei Fragen an das Qualitätsmanagement des RKK, Frau Plötz, wenden unter Telefon 0421 / 55 99-448.

Für das gesamte Haus besteht die Pflicht, FFP2-Masken zu tragen. Es ist im Arbeitsablauf sichergestellt, dass das Personal, welches mit isolierten SARS-CoV2 Patienten im Kontakt ist, genügend Zeit hat, sich die entsprechende Schutzkleidung (PSA bestehend aus Schutzkittel, Handschuhen, Maske und Schutzbrille) anzuziehen. Die Sondermaßnahmen gelten zunächst bis Montag, 27.7.20. In einer gemeinsamen Lagebesprechung mit dem Gesundheitsamt wird dann je nach Stand das weitere Vorgehen besprochen. Bis dahin verweisen wir auf den täglichen Lagebericht des Gesundheitsamtes.

Rotes Kreuz Krankenhaus öffnet wieder für alle stationären Patienten

Das Gesundheitsamt Bremen hat das begrenzte Corona-Ausbruchsgeschehen auf einer Station des Rotes Kreuz Krankenhauses wie erwartet am Freitag, 3. Juli, für offiziell beendet erklärt. Das ganze Krankenhaus ist nun für stationäre Patienten wieder geöffnet.

Das Rotes Kreuz Krankenhaus verzeichnete ab 18.6.20 einen (begrenzten) Corona-Ausbruch in der Klinik. Drei Patient/innen - aus einem Zimmer - sowie acht Mitarbeiter/innen derselben Station waren betroffen. Nachdem alle Patienten und alle Mitarbeitenden der Klinik mehrfach getestet wurden und keine neuen positiven Testergebnisse zu verzeichnen waren, hat das Gesundheitsamt das Ausbruchsgeschehen am 3. Juli 2020 offiziell für beendet erklärt.

Alle Patienten, die wieder operiert werden können, informiert die Klinik bzgl. Terminabsprachen persönlich. Alle Patienten, die das Krankenhaus in den kommenden Tagen regulär verlassen, werden unmittelbar vor ihrer Entlassung getestet.

Begrenztes Corona-Ausbruchsgeschehen im Rotes Kreuz Krankenhaus

Stand Mittwoch, 24.6.20, 14 Uhr, sind weiterhin 11 Personen - acht Mitarbeiter/innen einer Station und drei Patient/innen, aus einem Zimmer auf dieser Station - betroffen. Ein Patient wurde auf die Intensivstation verlegt, die anderen beiden auf die Covid-Station. Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keinen Hinweis darauf, dass die Infektionen sich außerhalb dieser Station ausgebreitet haben.

Das Gesundheitsamt war heute auf Einladung des Krankenhauses zur Lagebesprechung im RKK und hat sich von der Umsetzung der durch das Ausbruchsteam initiierten Maßnahmen informiert. Ab Montag, 29.6., wird das Rotes Kreuz Krankenhaus, wenn die Lage im Haus stabil bleibt, wieder für stationäre Patienten öffnen. Dies gilt zunächst für einige in Bremen nur bzw. vorwiegend am RKK vorgehaltene Bereiche, ohne die die Versorgung der Bevölkerung gefährdet wäre. In den medizinischen Schwerpunktbereichen Gefäßmedizin, Rheumatologie, Kardiologie und Tumorchirurgie können dann wieder Patienten stationär aufgenommen und versorgt werden. Alle Patienten, die dies betrifft, informiert die Klinik bzgl. Terminabsprachen persönlich.

Die erste Testung aller Mitarbeitenden der Klinik ist abgeschlossen. Alle Mitarbeitenden werden zwischen Mittwoch, 24.6. und Freitag, 26.6., ein zweites Mal abgestrichen. Dienstag, 23.6. wurden alle stationären Patienten des RKK getestet. Alle Patienten, die das Krankenhaus in den kommenden Tagen regulär verlassen, werden unmittelbar vor ihrer Entlassung getestet.

Am Donnerstag,18.6., teilte ein Klinikmitarbeiter sein positives Testergebnis telefonisch mit. Im RKK wurde daraufhin die Station, auf der der Mitarbeiter tätig ist, für min 14 Tage unter Quarantäne gestellt und das Gesundheitsamt informiert. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurden zunächst alle Mitarbeitenden und deren enge Kontakte sowie alle Patienten der Station getestet, die gefährdeten Kontakte des Mitarbeiters nachverfolgt und 14 Kolleginnen und Kollegen als enge Kontakte des infizierten Mitarbeiters sofort in Quarantäne geschickt. Den RKI-Empfehlungen und Vorgaben entsprechend wurde das Ausbruchsmanagement-Team einberufen, welches für diese Situation alle weiteren Schritte koordiniert und in die Wege geleitet hat.

Corona-Infektionen im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Stand Dienstag, 23.06.20, 14 Uhr, sind 11 Personen - acht Mitarbeiter/innen einer Station und drei Patient/innen aus einem Zimmer auf dieser Station - betroffen. Ein Patient wurde auf die Intensivstation verlegt, die anderen beiden auf die Covid-Station. Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keinen Hinweis darauf, dass die Infektionen sich außerhalb dieser Station ausgebreitet haben.

Am Donnerstag,18.6., teilte ein Klinikmitarbeiter sein positives Testergebnis telefonisch mit. Im RKK wurde daraufhin die Station, auf der der Mitarbeiter tätig ist, für min 14 Tage unter Quarantäne gestellt und das Gesundheitsamt informiert. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurden zunächst alle Mitarbeitenden und deren enge Kontakte sowie alle Patienten der Station getestet, die gefährdeten Kontakte des Mitarbeiters nachverfolgt und 14 Kolleginnen und Kollegen als enge Kontakte des infizierten Mitarbeiters sofort in Quarantäne geschickt. Den RKI- Empfehlungen und Vorgaben entsprechend wurde das Ausbruchsmanagement- Team einberufen, welches für diese Situation alle weiteren Schritte koordiniert und in die Wege geleitet hat.

Die erste Testung aller Mitarbeitenden der Klinik ist abgeschlossen, zurzeit laufen die Abstriche aller stationären Patienten im RKK. Alle Patienten, die das Krankenhaus in den kommenden Tagen regulär verlassen, werden unmittelbar vor ihrer Entlassung getestet. Alle Mitarbeiter des Krankenhauses werden ab Mittwoch, 24.6. ein zweites Mal abgestrichen.

In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt läuft die Weiterverfolgung von Kontakten auch außerhalb der Mitarbeiterschaft im Kreis der seit 13. Juni versorgten Patienten der Station.

Die Klinik nimmt zurzeit keine stationären Patienten auf, es finden keine geplanten Eingriffe statt. Alle Patienten, welche dies betrifft, wurden und werden persönlich informiert. Am Mittwoch, 24.6. wird das weitere Vorgehen nach erneuter Lagebesprechung mit dem Gesundheitsamt angepasst.

Am 29. Februar 2020 ist Rare Disease Day: Selten sind viele!

Eine Veranstaltung der Rheuma-Liga Bremen e.V. in Kooperation mit dem Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen und der Aktion Schrittmacher zum internationalen Tag der Seltenen Erkrankungen.

Stellvertretend für die rund 4 Millionen Menschen mit einer seltenen Erkrankung in Deutschland startet die Veranstaltung mit einem Spaziergang am Werdersee entlang zum Rotes Kreuz Krankenhaus.
Während des Gangs können sich die Teilnehmenden mit Marion Riedel - selbst Betroffene und ehrenamtliche Ansprechpartnerin der Rheuma-Liga Bremen für seltene Erkrankungen sowie Initiatorin der Aktion Schrittmacher – mit Rheuma weitwandern – und weiteren AnsprechpartnerInnen austauschen.

Im Anschluss an den Spaziergang findet die Veranstaltung im Tagungszentrum Forum K des Roten Kreuz Krankenhaus statt. Professor Dr. med. Jens Gert Kuipers, Chefarzt der Klinik für internistische Rheumatologie und Leiter des Regionalen Kooperativen Rheumazentrums Bremen ist der Hauptredner der Veranstaltung. Professor Kuipers verdeutlicht: seltene Erkrankungen sind häufig!
Darüber hinaus werden seltene rheumatische Erkrankungen im Kindesalter angesprochen und es stehen weitere MedizinerInnen aus dem Regionalen Kooperativen Rheumazentrum Bremen und als Betroffene Marion Riedel für einen Austausch mit den Teilnehmenden zur Verfügung.

Interdisziplinäre Intensivstation im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen als „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ ausgezeichnet

Die Interdisziplinäre Intensivstation des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) ist von Pflege e.V. als „angehörigenfreundliche Intensivstation“ ausgezeichnet worden. Am Dienstag, 11. Februar 2020, überreichte die RKK-Geschäftsführung den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Zertifikat und bedankte sich für Ihr Engagement und ihre beispielhafte Unterstützung für Patienten und Angehörige in schwierigen Lebenssituationen. Blumen gab es zusätzlich für die „Angehörigengruppe“ der Intensivstation, die bereits seit 2015 kontinuierlich an der Unterstützung des Intensivteams für Patienten und Angehörige arbeitet.

„Natürlich haben wir uns über die Auszeichnung und die Anerkennung des Vereins Pflege e:V. sehr gefreut. Im RKK haben wir die Angehörigen als Teil des therapeutischen Konzeptes für Intensivpatienten fest integriert“, erklärt Intensivpfleger Alwin Rusche, der gemeinsam mit drei Kolleginnen bereits 2015 ein Konzept für die Angehörigenarbeit ausgearbeitet hatte. Weitere Fortschritte in der angehörigenfreundlichen Arbeit im RKK sind neben der uneingeschränkten Öffnungszeit beispielsweise der separate Rückzugsraum für Gespräche mit Angehörigen, externe Kommunikationsschulungen für die Mitarbeiter und eine Lob- und Kritikbox für Rückmeldungen der Angehörigen, die ins Qualitätsmanagement der Klinik einfließen. Angehörige dürfen im RKK auch bei leichten Pflegetätigkeiten helfen und beispielsweise das Gesicht des Patienten waschen, Essen reichen oder den Mund befeuchten.

„Viele Angehörige stehen zuerst ratlos neben dem Bett und sind verunsichert, was sie überhaupt dürfen“, beschreibt Rusche die Situation, wenn Angehörige das erste Mal zu Besuch kommen. „Wir möchten trotz der ungewohnten Situation auf der Intensivstation Berührungsängste gegenüber dem medizinischen Personal, den Geräten und auch manchmal gegenüber den Patienten abbauen und so den Genesungsprozess der Patienten unterstützen“, erklärt der erfahrene Pfleger und betont: „Das ist verbunden mit Respekt, Mitgefühl und der Bereitschaft, den Angehörigen in verständlicher Sprache ehrlich und zugewandt Orientierung und Informationen zu geben“ – trotz Stress und Arbeitsbelastung“.

„Der Angehörige spielt als vertrauter Mensch für den Intensivpatienten nachweislich eine besondere Rolle und trägt wesentlich zur Genesung von Patienten bei. Intensivpatienten haben das Recht, für sie wichtige Menschen in der Nähe zu haben und ihre Unterstützung so oft wie nötig in Anspruch zu nehmen“, so die Stiftung Pflege e.V.. Die Berliner Stiftung hat es sich zur Aufgabe macht, die Qualität der Pflege in Deutschland nachhaltig zu fördern. Ein wesentlicher Teil der Auszeichnung als „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ ist deshalb die zeitlich uneingeschränkte Öffnung der Intensivstation für Angehörige.

Das Foto ist zum Abdruck frei

Neuer Chefarzt in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Nach seinem Studium und Promotion in Heidelberg und Mannheim arbeitete der 53-Jährige in Berlin, Verden und verschiedenen Bremer Krankenhäusern, bevor er sich 2016 für eine Karriere im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen entschied. Zu den Behandlungsschwerpunkten des gebürtigen Mannheimers zählen Operationen am Mast- und Dickdarm bei gutartigen oder bösartigen Erkrankungen (kolorektale Chirurgie), chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Refluxerkrankungen sowie die Therapie von Hernien und Adipositas.

„Die minimal invasive Chirurgie und schonende Operationsmethoden sind ein besonderer Schwerpunkt unserer Klinik. Wir freuen uns, mit Dr. Friedemann einen sehr erfahrenen Operateur und Teamplayer zum Chefarzt ernennen zu können. Er hat sich - zuletzt bereits als kommissarischer Leiter der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie - einen sehr guten Ruf in Bremen und Umgebung erarbeitet“, so Dr. Walter Klingelhöfer, kaufmännischer Geschäftsführer des RKK.

Dr. Friedemann ist verheiratet, begeisterter Rennradfahrer und wohnt in Bremen. Er freut sich auf die intensive Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen.

Ärzte des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen veröffentlichen wissenschaftliche Arbeiten zu seltener Infektionserkrankung eines Hundebesitzers 2018

Ärzte der Medizinischen Klinik und der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) haben Anfang November 2019 im „European Journal of Case Reports in Internal Medicine“ einen Case Report veröffentlicht. Sie dokumentierten die Behandlung eines Patienten mit einer äußerst seltenen Infektionserkrankung, dem Bakterium Capnocytophaga canimorsus, die 2018 bei einem Bremer Patienten auftrat. „Weltweit gibt es kaum Veröffentlichungen dazu. Tritt ein so seltener Fall auf, sind wir Ärzte verpflichtet, die Behandlung zu dokumentieren und für Kolleginnen und Kollegen in der medizinischen Fachpresse zu veröffentlichen“, erklärt Dr. Martin Langenbeck, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme und ärztlicher Leiter der Internistischen Intensivstation am RKK. „Auch wir haben während der Behandlung des Patienten von den Veröffentlichungen unserer Kollegen profitiert.“

Ein Patient kam im August 2018 nach drei Tagen anhaltender schwerer Grippesymptome, Fieber, Luftnot und Einblutungen in Haut und Schleimhäuten – Zeichen einer schweren Blutvergiftung – in die Notaufnahme des Rotes Kreuz Krankenhaus. Trotz sofortiger Einleitung einer kalkulierten Breitband-Antibiotika-Therapie verschlechterte sich sein Zustand zunehmend, er starb am 16. Tag auf der Intensivstation an multiplem Organversagen. Im Labor wurde der schwer nachweisbare, seltene Erreger Capnocytophaga canimorsus in der bebrüteten Blutkultur gefunden. Dieses Bakterium ist Teil der natürlichen Mundflora von diversen Tieren, vor allem aber von Hunden und Katzen. Der Bremer Patient war Hundebesitzer.

Für Tiere ist der Erreger unschädlich, beim Menschen kann er zu Infektionen und im seltenen Fall zum Tode führen. Die Infektion erfolgt überwiegend durch Bisse von Hunden aber auch durch Lecken von Hautdefekten. Das Spektrum der Infektion reicht von selbstlimitierender lokaler Hautinfektion bis zur schweren Blutvergiftung (Purpura fulminans). „Nicht jeder Patient, den die Infektion trifft, hat einen schweren Verlauf. Bei schweren Verläufen sterben jedoch etwa ein Viertel der Patienten. Betroffene Patienten, die gebissen und infiziert wurden, haben in der Regel zusätzlich ein geschwächtes Immunsystem, sind alkoholkrank oder haben eine Milzentfernung hinter sich. Unser Patient gehörte zu keiner dieser Risikogruppen. Der schwere Verlauf ohne die genannten Risikofaktoren und ohne Biss durch einen Hund ist ausgesprochen selten. Wir gehen davon aus, dass eine frühere Vorstellung im Krankenhaus und eine frühere Antibiotikatherapie den schweren Verlauf der Erkrankung deutlich abgemildert hätte“, erklärt Chefarzt Dr. Langenbeck.

Bislang ist weltweit nur ein einziger weiterer Fall veröffentlicht worden, bei dem der Krankheitsverlauf eines Patienten mit gutem Immunsystem, der nicht gebissen, sondern nur von einem Hund abgeleckt wurde, einen so schweren Verlauf wie bei dem Bremer Patient aufwies.

In einer weiteren Veröffentlichung, einer Meta-Analyse, setzten sich die Ärzte des Rotes Kreuz Krankenhauses mit weltweit vorhandenen Studien und beschriebenen Fällen ab 2002 auseinander. Sie werteten die 128 Fälle aus, die eine Infektion erlitten obwohl keine der bekannten Risikofaktoren wie die in Bremen vorhanden waren.

Chefarzt Dr. Langenbeck fasst die daraus resultierenden Empfehlungen für die Bevölkerung zusammen:
Bei Tierbissen sollte die Wunde sofort selbst gesäubert werden, um sie anschließend von einem Arzt professionell reinigen zu lassen lassen. Es ist wichtig, möglichst wenig Keime in die Wunde gelangen und die Gefahr schwerer septischer Verläufe reduziert wird. Nach einem Tierbiss sollten bestimmte Patienten eine Antibiotikaprophylaxe erhalten - für wen das notwendig ist, entscheidet der Arzt. Derzeit ist aber noch nicht abschließend geklärt, ob eine generelle Antibiotikaprophylaxe bei Hunde-/Katzenbissen empfohlen werden kann.

Auch Patienten , die keine Störung des Immunsystems haben und regelmäßig mit Speichel von Hunden oder Katzen in Kontakt kommen, sollten bei ungewöhnlich schwer verlaufenden Infekten mit Grippesymptomen und Kopfschmerzen zum Arzt gehen und diesen über den regelmäßigen sehr engen Kontakt mit Ihren Hunden oder Katzen informieren. Der Arzt kann anhand der Blutwerte feststellen, ob ein bakterieller Infekt vorliegt. Falls eine Infektion mit Capnocytophaga canimorsus vorliegt, kann der Arzt frühzeitig Penicillin in Kombination mit einem Beta-Lactamase-Hemmer verschreiben und Schlimmeres verhindern.

Trotzdem bleibt das Risiko, an einer derartigen Infektion zu erkranken, für immunkompetente Menschen, die nicht gebissen wurden, ausgesprochen gering.

Die Fotos mit Copyright Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen entstanden explizit zur wissenschaftlichen Dokumentation in der Case-Studie im European Journal of Case Reports in Internal Medicine. Sie sind nicht zur Veröffentlichung freigegeben.

Press Statement (English): Doctors from the Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen publish scientific articles dealing with infectious disease of dog owner in 2018 (PDF 41KB)

Weitere Informationen:

38. Bremer Rheumasymposium

Größte Rheuma-Ärztefortbildung Nordwestdeutschlands

Das Bremer Rheumazentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) organisiert jährlich das „Bremer Rheumasymposium“ - die größte Rheuma-Ärztefortbildung in Nordwestdeutschland. In diesem Jahr werden zum 38. Mal Ärzte und Wissenschaftler ins Tagungszentrum der Klinik kommen, um sich über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie rheumatischer Erkrankungen auszutauschen. Die Themen des Symposiums sind nach den Wünschen der teilnehmenden Haus- und Fachärzte für ihre tägliche Praxis ausgerichtet. Die Volkskrankheit Rheuma ist mit ihren zahlreichen verschiedenen Krankheitsbildern ein komplexes Feld. Wichtig für die schnelle Diagnose ist neben der engen Kooperation der beteiligten Berufsgruppen auch die Weiterbildung von Hausärzten, Orthopäden und Rheumatologen – gerade in Zeiten des deutschlandweiten Mangels an Rheumatologen. Dieser Aufgabe widmet sich das anerkannte und DGRh-zertifizierte (Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. ) Rheumazentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus.

Die Themen 2019 sind:

  • Rheumatoide Arthritis - Eine heilbare Erkrankung?
  • Rheumatische Manifestationen am peripheren Nervensystem
  • Systemische Sklerose - Aktuelle Aspekte der Diagnostik und Therapie
  • Borreliose – State of the Art
  • Physikalisch – Physiotherapeutische Therapieoptionen inklusive Orthesen

Hintergrundinfo Rheuma

Rheuma ist der Oberbegriff für mehr als 100 verschiedene Erkrankungen, die zum Teil durch Entzündungen hervorgerufen werden – von Beschwerden und Krankheiten des Bewegungsapparates über entzündlich-rheumatische Erkrankungen der inneren Organe bis zu Bindegewebs- und Knochenerkrankungen, wie Osteoporose oder Gelenkverschleiß (Arthrose). Fast jeder vierte Deutsche ist von einer rheumatischen Erkrankung betroffen. Die Situation von Rheumapatienten hat sich in den vergangenen 20 Jahren aufgrund des medizinischen Fortschritts deutlich verbessert. „Gelenkschmerzen und Behinderungen können heutzutage bei einem Großteil der Betroffenen verhindert werden. Viele Patienten profitieren heute von neuen biotechnologisch hergestellten Antikörpern, die deutlich besser wirken, weil sie gezielt in den Entzündungsprozess eingreifen“, so Prof. Dr. Jens Gert Kuipers, Chefarzt des Bremer Rheumazentrums am Rotes Kreuz Krankenhaus.

Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard besucht Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Die Senatorin erkundete die Klinik auf Patientenpfaden: Die Führung begann in der Notaufnahme und ging weiter mit dem Notfallaufzug direkt zum Herzkatheterlabor und weiter in den Hybrid-OP. Es folgten unter anderem Abstecher auf die Stationen.

Danach sprach die Senatorin mit Verantwortlichen des Hauses und Kuratoriums über die medizinischen Schwerpunkte des RKK, die Zukunft der Notfallversorgung, Ausbildungs- und Rekrutierungsmaßnahmen für Pflegepersonal sowie anstehende Investitionsvorhaben.

35 Jahre Grüne Damen und Herren am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Lob und Dank gab es am Freitag, 20. September, von allen Seiten zu hören, als die Grünen Damen und Herren ihr 35-Jähriges Bestehen im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) feierten. Barbara ten Haaf, Gründerin der Gruppe am 20.9.1984, erinnerte an die Zeit, als diese Art ehrenamtlicher Tätigkeit am RKK noch neu war. In der Klinik gab es innerbetriebliche Diskussionen und Ängste, ob Grüne Damen dem Pflegepersonal die Arbeit wegnehmen könnten. Räumlichkeiten mussten erst frei gemacht werden – so trafen sich die ersten drei Grünen Damen zunächst in einer ehemaligen Besenkammer. Frau ten Haaf leitete die Gruppe 30 Jahre lang.

Vom ersten Tag an ist die 81-Jährige Thea Schmitz dabei. Die von der Insel Norderney stammende Grüne Dame, seit 1957 in Bremen, fährt auch heute noch mit dem Fahrrad 25 Minuten ins RKK, um Patienten Zeit und Hilfe zu schenken. „Wir hatten eine eigene Firma und haben drei Söhne, aus denen etwas geworden ist. Es ging und geht uns gut, ich wollte gerne etwas von meinem Glück weitergeben“ sagt die Seniorin aus Huchting zu ihren Beweggründen für das Ehrenamt. Sie tritt zwar zurzeit etwas kürzer, ans Aufhören denkt sie aber noch nicht. Für viele ältere Patienten sei es schön, wenn sie sich mit jemandem austauschen können, der in ihrem Alter ist und weiß, wovon sie sprechen. Der Landesdiakoniepastor der Bremischen Evangelischen Kirche und Vorstand des Diakonischen Werk Bremen, Manfred Meyer, überreichte Frau Schmitz, die Mitglied in der evangelischen Krankenhaushilfe ist, am 20.9.19 das Kronenkreuz in Gold als Zeichen der Wertschätzung.

Vor zehn Jahren, 2009, stieß Christel Menzer als ehrenamtliche Grüne Dame zum Team. Sie übernahm fünf Jahre später die Leitung der Gruppe, die zurzeit aus 22 Damen und einem Herrn besteht. Ein Teil des Teams ist speziell fortgebildet und begleitet die zertifizierte Expertin für Demenz im Krankenhaus, Karen Steixner, bei ihrer täglichen Arbeit mit dementiell erkrankten Patienten. „Wir Grünen Damen und Herren ergänzen die pflegerischen, therapeutischen und seelsorgerischen Bemühungen der Fachkräfte. Wir geben den Patienten die Möglichkeit, ihre persönlichen Wünsche zu äußern und das anzusprechen, was sie bewegt, unabhängig von Ihrer Religionszugehörigkeit. Ich bin sehr stolz auf mein Team, es herrscht ein fröhlicher Geist in unserer Gruppe und wir halten fest zusammen. Wir tauschen uns aus, bekommen Supervision, Fortbildung und jede Unterstützung seitens des RKK, die wir uns für unsere ehrenamtliche Arbeit wünschen können.“

Die Pflegerische Geschäftsführerin des Rotes Kreuz Krankenhauses, Barbara Scriba-Hermann, machte in ihrer Rede den heutigen Stellenwert der Grünen Damen und Herren im RKK deutlich: „Sie machen die Welt in unserem Krankenhaus schöner und glücklicher. Sie sind ein wichtiger, sinnstiftender Baustein in unserem Haus und leisten einen großen humanitären Beitrag zur Gesellschaft. Danke an Sie alle für die gute Zusammenarbeit!“

Wer sich für die ehrenamtliche Tätigkeit als Grüne Dame oder Herr im Rotes Kreuz Krankenhaus interessiert, kann die Teamleiterin Christel Menzer unter Tel. 04207 / 2453 oder per E-Mail an: gruenedamen@roteskreuzkrankenhaus.de erreichen.

Skills-Kurs 2019: Ärztlicher Nachwuchs trainiert für den chirurgischen Alltag

Nahttechniken am echten Dünndarm (vom Schwein) erlernen, minimal-invasive Operationstechniken an künstlichen Gelenken und Bauchhöhlen üben: Was später im ärztlichen Alltag zum Handwerkszeug gehört, lernt sich nicht von allein.

Junge Ärztinnen und Ärzte in der Weiterbildung der Fächer Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie sowie Orthopädie und Unfallchirurgie trainieren im RKK unter Aufsicht von erfahrenen Chef- und Oberärzten ihre technischen Fertigkeiten.

Der so genannte Skills-Kurs, der regelmäßig organisiert wird, ist ein wichtiger Baustein im Weiterbildungsangebot für chirurgische Assistenten am RKK.

Üben für den Notfall: Schockraumtraining in der Notaufnahme

Beim “Schockraumtraining” in der RKK-Notaufnahme probten am 15. Juni Anästhesisten, Chirurgen und Pflegepersonal drei Stunden lang den Ernstfall. Die realistisch inszenierten Simulationsübungen fanden in der Zentralen Notaufnahme mit Einbindung des Rettungsdienstes und geschminkten Laiendarstellern statt

Die Szenarien:

  1. Das Fahrzeug einer nicht angeschnallten 49-Jährigen Autofahrerin kollidiert bei hoher Geschwindigkeit mit einem Baum. Der Notarzt bringt sie mit diversen Gesichts- und Rippenbrüchen, einem Bauchtrauma mit Milzriss und Lungenquetschungen in die RKK- Notaufnahme. Schweißperlen stehen auf dem blassen Gesicht des Unfallopfers, blaue Flecken zeichnen sich über der Oberlippe, um die Augen herum und an den Rippen ab. Am Bauch und über der Lendenwirbelsäule sind Prellmarken zu sehen, Blut läuft aus einem Ohr.
  2. Eine junge Frau wird von ihrem Mann mit einem Küchenmesser attackiert. Sie erleidet Stichverletzungen in Herznähe und steht bei Ankunft des Rettungswagens im RKK unter Schock.
  3. Ein älterer Herr mit diversen Vorerkrankungen kollidiert als Fahrradfahrer mit einer Straßenbahn. Er erleidet Unterkiefer-, Rippen- und einen Beckenbruch, Verletzungen innerer Organe sowie eine offene Luxation (Verrenkung) des Sprunggelenks.

Die Szenarien waren Teil eines dreistündigen Workshops. In drei Gruppen beschäftigten sich die Teilnehmer mit den jeweils “realen” Unfallopfern. Danach ging es ins Tagungszentrum zum zweiten Teil des Workshops mit dem Thema „Atemweg und Atmung“. Die Anästhesisten übten hier nicht nur Intubation und Luftröhrenschnitt - diesmal natürlich an Puppen - sondern auch das Punktieren des Spaltes zwischen Rippen und Lunge, um die Lunge zu entlasten. Herhalten mussten hierfür Schweinerippen.

Im dritten Teil ging es um „Kreislauf und Schock“. Hier wurden Diagnose und Therapie bei zwei imaginären Patienten exemplarisch durchgespielt: Was kann Kreislaufprobleme und Schock auslösen, welche Reaktionen zeigt der Körper, wie kann man diese sichtbar machen, wie kann behandelt werden?

Das aufwendige Schockraumtraining fand 2019 zum zweiten Mal statt. Aufgrund der äußerst positiven Resonanz aller Beteiligten („spannend, lehrreich, konkret, lustig, praktisch, aufregend, hilfreich“) beschloss die Klinikleitung 2018, die Übungen als feste Fortbildung einmal im Jahr fortzuführen – dies dient auch zur Vorbereitung anstehender Rezertifizierungen des Traumazentrums der Klinik.

Neuer Bremer Krankenhausspiegel ist online

Seit Montag, 27. Mai 2019, ist der Bremer Krankenhausspiegel online. Unter www.bremer-krankenhausspiegel.de können die Ergebnisse der unabhängigen Patientenumfrage des gemeinnützigen Picker-Instituts öffentlich eingesehen werden. Für die Befragung zur Patientenzufriedenheit wurden rund 16.400 Patienten, die zwischen dem 7. Juni und dem 10. Oktober 2018 aus einem Bremer oder Bremerhavener Krankenhaus entlassen wurden, kurze Zeit nach ihrem Klinikaufenthalt mit einem Fragebogen angeschrieben. Die Rücklaufquote betrug rund 40 Prozent. Die Befragung, die alle zwei Jahre im Auftrag der Krankenhausgesellschaft der Freien Hansestadt Bremen (HBKG) durchgeführt wird, umfasst sowohl die Gesamtzufriedenheit der Patienten als auch die Zufriedenheit mit der ärztlichen und pflegerischen Behandlung und Betreuung, mit dem Essen, der Ausstattung sowie die Zufriedenheit mit den einzelnen Fachabteilungen.

92,4 Prozent beträgt die Gesamtzufriedenheit der Patientinnen und Patienten im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen. „Damit liegen wir in Bremen und Bremerhaven bei den Akutkrankenhäusern mit Notaufnahme und Intensivstation in der Gesamtzufriedenheit auf Platz eins“, freut sich Dr. Walter Klingelhöfer, Kaufmännischer Geschäftsführer der Klinik. Die durchschnittliche Patientenzufriedenheit in allen Bremer und Bremerhavener Kliniken liegt bei 87,4 Prozent. Im Vergleich mit den anderen Akutkrankenhäusern im Land Bremen liegt das RKK auch in der Beurteilung der Pflegerischen Betreuung und der Speisenversorgung auf Platz eins, in der Ärztlichen Betreuung auf Platz zwei, bei der Ausstattung auf Platz vier.

„Wir sind unseren Patientinnen und Patienten für ihr Lob sehr dankbar. 97 Prozent der bei uns im RKK versorgten Patienten haben auf die Frage, ob sie uns ihrer Familie oder ihren Freunden weiterempfehlen würden, mit „ja“ geantwortet - das macht uns alle sehr stolz. Wir haben intern viel daran gearbeitet, uns zu verbessern. Die Geschäftsführung bedankt sich aber vor allem bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des RKK, ohne deren beständig gute Arbeit ein solches Ergebnis nicht möglich wäre“, so Klingelhöfer.

Erfreuliche Ergebnisse gab es erneut auch für die Kooperationsgemeinschaft Freie Kliniken Bremen: In der Gesamtzufriedenheit der Patienten in der aktuellen Befragung landeten DIAKO, Roland-Klinik, Rotes Kreuz Krankenhaus und St. Joseph-Stift unter den Top fünf im Landesvergleich.

RKK-Rheuma-Chefärzte auch 2019 auf der Focus-Liste der Top-Mediziner

Über das Behandlungsspektrum Kollagenosen, Sarkoidosen, Vaskulitiden, Morbus Bechterew, rheumatoide Arthritis und Osteoporose hinaus hat sich Prof. Kuipers auf Früharthritis und schwer verlaufende entzündlich-rheumatische Erkrankungen spezialisiert. Dr. Arnold wird häufig sowohl von Patienten als auch von anderen Ärzten im Bereich der orthopädischen, operativen Rheumatologie weiterempfohlen.

Das Münchener Nachrichtenmagazin „Focus“ veröffentlicht seit 1993 regelmäßig Listen deutscher Spitzenärzte. Hauptkriterien für die Bewertung sind nach Angaben des Focus- Magazins Qualität, Häufigkeit von Operation, niedrige Komplikationsrate und hygienische Standards. Zudem gingen Bewertungen durch andere Ärzte gleichen Fachgebietes und Bewertungen von Patienten in die Beurteilung mit ein.

In Memoriam Prof. Dr. Gholam Sehhati-Chafai

Am 17. April 2019 verstarb Herr Prof. Dr. Gholam Sehhati-Chafai. Der Schmerzexperte war von 1980 bis 2002 Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am RKK. Hier gründete er 1981 die erste Schmerzambulanz Norddeutschlands. In der Bremer Schmerzambulanz sollten ausschließlich chronisch kranke Schmerzpatienten Hilfe finden. In ganz Deutschland gab es damals nur ein einziges Zentrum dieser Art, in Mainz. Der dortige langjährige Oberarzt, Prof. Dr. Gholem Sehhati-Chafai, wechselte 1980 als Chefarzt an die Weser. Er knüpfte an seine Einstellung die Bedingung, Norddeutschlands erste Schmerzklinik aufbauen zu dürfen. Das RKK nutzte die Chance: Im April 1981 eröffnete die Schmerzambulanz, Ende des Jahres wurden die ersten Patienten auch stationär behandelt.

Die Schmerzambulanz entwickelte sich in den 80er Jahren zum größten Schmerzzentrum in ganz Norddeutschland mit stationären Betten für die Aufnahme chronisch Schmerzkranker. Dazu gehören vor allem Patienten mit Rückenschmerzen, chronischen Kopfschmerzen, Tumorschmerzen, chronisch degenerativen Leiden oder Arthrose, Nervenentzündungen oder Phantomschmerzen, wie sie nach einer Amputation entstehen können.

Es verlässt uns ein großartiger Mensch, Arzt und Lehrer. Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen wird sein Andenken in Ehren halten.

Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gründet Aortenzentrum

Erkrankungen der Hauptschlagader (Aorta) nehmen weltweit zu. Ein Alter über 65 Jahren, männliches Geschlecht, Bluthochdruck und Rauchen sind die Hauptrisikofaktoren. In dieser Altersgruppe findet sich bei vier bis acht Prozent der Männer eine Erweiterung (Aneurysma) im unteren Bereich der Hauptschlagader, der Bauchschlagader. Reißt eine erweiterte Aorta (Ruptur), ist das ein lebensbedrohliches Ereignis – nur 25 bis 30 Prozent der Patienten überleben dieses Krankheitsbild.

„Erkrankungen der Hauptschlagader sind ein medizinisches Spezialgebiet. Die enge Zusammenarbeit aller an der Aortenbehandlung beteiligten Disziplinen ist im Interesse der Patientinnen und Patienten absolut notwendig. Um optimale Therapieergebnisse zu erzielen, sind eine umfassende Kenntnis aller individuellen Besonderheiten des Patienten sowie das Vorhalten aller Therapiemöglichkeiten notwendig“, erklärt Dr. Frank Marquardt, Leiter des neuen Aortenzentrums und Chefarzt der Klinik für Gefäßmedizin/Gefäßzentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen. Die Diagnostik und Behandlung der Aorta erfolgt im RKK vernetzt durch medizinische Disziplinen, die in Bremen nirgendwo sonst so konzentriert zusammen wirken: Partner des Aortenzentrums im RKK sind neben dem Gefäßzentrum die Radiologie, Innere Medizin, Kardiologie, Anästhesie- und Intensivmedizin, Rheumatologie und die Zentrale Notaufnahme.

Das RKK-Aortenzentrum zählt zu den wenigen sogenannten high-volume centern, in Deutschland die mehr als 50 geplante Eingriffe bei erweiterten Schlagadern im Bauchraum pro Jahr durchführen. Nach dem Registerbericht der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin und dem Deutschen Institut für Gefäßmedizinische Gesundheitsforschung von 2018, haben nur 12 % von 141 teilnehmenden zertifizierten Gefäßchirurgischen Zentren mehr als 50 geplante Stentgraftbehandlungen bei einem Bauchaortenaneurysma (EVAR) pro Jahr durchgeführt.

„Durch die international erheblich zunehmende Anzahl an endovaskulären (minimal-invasiven) Operationen mit Einsatz von Gefäßprothesen sehen wir im Verlauf auch häufiger Komplikationen, wie Undichtigkeiten zwischen der Gefäßwand und der Gefäßprothese. Diese werden als “Endoleaks” bezeichnet“, erklärt Dr. Marquardt. Eine Behandlung muss nicht immer sofort erfolgen, kann aber sehr anspruchsvoll sein. Auch hier ist unser Aortenzentrum in der Lage, mit hochkomplexen Mikrokatheter-Eingriffen eine individuelle Behandlung durchzuführen. Da diese Eingriffe nur in wenigen Kliniken durchgeführt werden, vergrößert sich der Einzugsbereich für diese Patienten im RKK-Aortenzentrum stetig.

Die Voraussetzungen zum Aortenzentrum sind im RKK optimal: Ein auch endovaskulär erfahrener Operateur steht mit eingespieltem Team rund um die Uhr zur Verfügung. Im hochmodernen Hybrid-Operationssaal der neuesten Generation können im hochsterilen Umfeld Patienten mit minimal-invasiven Katheterinterventionen und offenen Operationen in gleicher Narkose behandelt werden. Es werden nahezu alle Therapieverfahren an der Aorta durchgeführt, mit Ausnahme von herzchirurgischen Operationen, bei denen eine Herz-Lungen-Maschine erforderlich ist. Auch für diese Patienten wird jedoch hier die Diagnose gestellt.

Für Patienten mit Erkrankungen der Brust- oder Bauchschlagader bietet das RKK-Aortenzentrum eine individuelle Beratung an. Anmeldung für die Sprechstunde unter Tel. 0421/ 5599 -880.

Erkrankungen der Hauptschlagader sind ein medizinisches Spezialgebiet. Die teilweise sehr komplexe Behandlung setzt Fachwissen voraus – auch fächerübergreifend

Die Aorta befördert sauerstoffreiches Blut über abzweigende Arterien in verschiedene Körperbereiche. Je nach Lage der erkrankten Stelle der Hauptschlagader im Brustkorb oder Bauchraum muss unterschiedlich behandelt werden. Mehr als die Hälfte aller Aortenaneurysmen entstehen im Bereich des Bauchraums. Über 80 Prozent davon befinden sich unterhalb der abzweigenden Nierenarterien. Bei genügendem Abstand der Erweiterung zu den Nierenschlagadern erfolgen diese Eingriffe mit niedrigem Risiko für den Patienten.

Die meisten Patienten können offen-operativ oder endovaskulär, das heißt innerhalb der Gefäße mit kleinsten Zugängen, mit Standard-Gefäßprothesen versorgt werden. Diese Eingriffe sind in der Regel schonender für die Patienten. In spezialisierten Einrichtungen, wie dem Aortenzentrum am RKK, sind diese Prothesen verschiedener Hersteller in unterschiedlichen Größen vorrätig und damit sofort verfügbar.

Bei komplexen Krankheitsbildern sind auch von der Aorta abgehende Gefäße, wie die Halsschlagader, Armschlagader, Nieren- oder Darmschlagadern in das Aneurysma einbezogen. Die Versorgung ist häufig sehr schwierig und kann im RKK Aortenzentrum offen-operativ oder endovaskulär erfolgen. Teilweise erfolgen hochkomplexe endovaskuläre Therapieverfahren mit für den Patienten individuell angefertigten Stentprothesen, welche entsprechende Abzweigungen für die abgehenden Arterien haben (gefensterte Gefäßprothesen).

Häufig haben die Patienten schwere Begleiterkrankungen, wie z.B. eine Herz- und/ oder Nierenerkrankung. Gelegentlich besteht auch eine rheumatologische Erkrankung, wie eine Vaskulitis (Gefäßentzündung). Durch die enge Vernetzung mit den spezialisierten Fachbereichen wie der Nephrologie, Kardiologie und Rheumatologie können auch diese Patienten individuell behandelt werden.

Das sagen die Kooperationspartner des neuen Aortenzentrums im RKK:

Dr. Martin Langenbeck, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme:

„Eine schnelle Diagnostik und die sofortige Einleitung von lebensrettenden Maßnahmen ist bei Patienten mit akutem Aortensyndrom essentiell. Bereits bei Anmeldung des Rettungsdienstes mit dem Verdacht auf ein akutes Aortensyndrom wird eine Alarmschleife im RKK ausgelöst. Ein interdisziplinäres spezialisiertes Team erwartet den Patienten bereits beim Eintreffen im Schockraum.“

Dr. Andreas Sternberg, Leitender Arzt Radiologie MVZ am RKK:

“Wir sind gerne Partner im Aortenzentrum am RKK. Durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit ist sichergestellt, dass die radiologischen Untersuchungen exakt auf die jeweilige Fragestellung abgestimmt sind und somit möglichst effektiv und schonend für unsere Patienten durchgeführt werden können.“

Dr. Carsten Brummerloh, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin:

„Die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin bringt in der langjährigen engen Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Gefäßmedizin am RKK ein inzwischen erhebliches Maß an Erfahrung in der Versorgung dieser schwer erkrankten Patienten ein. Diese Versorgung kann in lebensbedrohlichen Notfällen nach der Übernahme vom Rettungsdienst in unserer Notaufnahme beginnen, wird nach Stabilisierung im Operationssaal, ähnlich wie bei den geplanten Eingriffen, fortgeführt und mündet in der Behandlung auf der Intensivstation.“

Prof. Dr. Karl-Christian Koch, Leitender Arzt Kardiologie:

„Das Herz von Patienten mit Aortenerkrankungen ist nicht selten auch erkrankt. In unserer leistungsfähigen Kardiologie erfolgt die entsprechende präoperative Diagnostik und Therapie. Eine perioperative Notfallversorgung durch eine 24-Stunden-Herzkatheterbereitschaft und kardiologische Intensivmedizin ist sichergestellt. So wird eine optimale und sichere Versorgung der Patienten mit Aortenerkrankungen gewährleistet.“

Prof. Jens Gert Kuipers, Chefarzt des Bremer Rheumazentrums:

„Die Betreuung von Patienten mit Vaskulitiden ist uns ein wesentliches Anliegen und Auftrag. Wir behandeln zahlreiche Patienten mit Großgefäß- und Kleingefäßvasculitis mit Aortenbeteiligung. Viele dieser Patienten werden interdisziplinär versorgt, entweder weil im Zuge der Diagnostik und Therapie eine rheumatische Ursache diagnostiziert wurde oder weil wir im Rheumazentrum bei unseren Patienten mit Aortitis im Verlauf der Nachsorge ein sich entwickelndes Aneurysma oder penetrierendes Aorten-Ulcus diagnostiziert haben, welche im Aortenzentrum mit höchster Kompetenz operativ versorgt wurde.“

FOCUS DIABETES: RKK-Dialysezentrum 2019 eines der besten Dialysezentren für Diabetiker in Deutschland

Für die Redaktion des Magazins FOCUS DIABETES zählt das Dialysezentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen zu Deutschlands besten Dialysezentren für Diabetiker 2019.

In die Bewertung gingen nach Angaben des Magazins unter anderem Empfehlungen von Fachärzten aus den Bereichen Nephrologie, Endokrinologie und Diabetologie und von Dialyse- Selbsthilfegruppen ein sowie Untersuchungen des Dialyseangebots, der Versorgung von Infektionspatienten und des diabetesspezifischen Serviceangebots, z.B. Ernährungsschulungen.

Das Magazin aus dem Burda-Verlag veröffentlicht seit 1993 Listen auf Basis unabhängiger Datenerhebungen.

Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen bietet Patienten die Teilnahme an einer Studie zu Narbenbrüchen an

Bei Narbenbrüchen (sog. Narbenhernien) besteht, ähnlich wie bei einem Leistenbruch, die Gefahr des Einklemmens von Gewebe oder Teilen des Darms. Erste Untersuchungen der Charité-Universitätsmedizin Berlin ergaben bei Leistenbrüchen, dass die Häufigkeit dieser Komplikation geringer als bisher angenommen ist. Aus diesem Grund werden auch Leistenbrüche, die keine Beschwerden verursachen, heute nicht mehr unbedingt sofort operiert, sondern können zunächst ärztlich beobachtet werden. Hierdurch wird dem Patienten ein mit Risiken verbundener operativer Eingriff erspart. “Daher stellt sich nun die wichtige Frage, ob auch Patienten mit Narbenbruch mit gar keiner oder nur geringer Symptomatik zwingend operiert werden müssen oder ob eine ärztliche Beobachtung, im Fachjargon watchful waiting genannt, ausreicht, erklärt Privatdozent Dr. Jörn Gröne, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am RKK und Leiter des Bremer Studienzentrums am RKK.

Dieser Frage geht eine Studie der Charité und 37 weiterer Studienzentren bundesweit nach. Eines dieser Studienzentren ist seit Februar 2018, als einzige Bremer Klinik, das Rotes Kreuz Krankenhaus. Für die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte klinische prospektiv-randomisierte Multicenter-Studie bietet das RKK betroffenen Patienten weiterhin die Möglichkeit der Teilnahme an.

Informationen zur Studie

Teilnehmer der Studie werden nach umfangreicher Aufklärung und Eingangsuntersuchung per Zufallsprinzip in die Operations- oder Beobachtungsgruppe gelost. Diese sogenannte Randomisierung muss zur Sicherung der wissenschaftlichen Standards durchgeführt werden. „Unter bestimmten Voraussetzungen ist es auch möglich, die Studiengruppe, in die man randomisiert wurde, zu wechseln. In jedem Fall können die Teilnehmer sicher sein, dass die Nachbetreuung weit über eine Standardbehandlung hinausgeht und sie langfristig unter bester Beobachtung stehen – ob operiert oder nicht. Auch nach Abschluss der Studie dürfen sich die Teilnehmer jederzeit an uns wenden, sobald sie Schmerzen haben oder beispielsweise doch noch operiert werden möchten“, sagt Bauchchirurg Gröne. Die Studienteilnehmer kommen über einen Zeitraum von zwei Jahren sechsmal ins Rotes Kreuz Krankenhaus zur Befragung und Nachuntersuchung.

An der Studie kann teilnehmen, wer volljährig ist und einen Narbenbruch nach einer Bauchoperation entwickelt hat, der bei alltäglicher Belastung keine oder nur geringe Beschwerden verursacht. „Diese Multicenter-Studie wird das Wissen über die leider noch sehr häufige Narbenhernie maßgeblich vergrößern”, ist der Chefarzt überzeugt.

Bundesweit erster Krankenpfleger mit Fachweiterbildung Anästhesie- und Intensivpflege sowie für Notfallpflege

Die Notaufnahmen in Deutschland stehen im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Nicht nur, was ihren Stellenwert für die Behandlung komplex erkrankter Patienten betrifft sondern auch bei der Debatte um die Rolle der Klinik-Notaufnahmen in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Unbestreitbar wächst die Zahl der behandelten Patienten von Jahr zu Jahr, Pflegekräfte müssen Enormes leisten, um den vielfältigen Anforderungen und Tätigkeiten in einer Notaufnahme gerecht werden zu können. Weil die bisher angebotenen Fort-und Weiterbildungswege für die Pflegenden dort nicht mehr ausreichen, hat Bremen als erstes Bundesland 2016 die hochqualifizierte, staatlich - und von den an der Notfallversorgung beteiligten Fachgruppen und Verbänden anerkannte - „Fachweiterbildung Notfallpflege“ ins Leben gerufen. Die ersten staatlich anerkannten Notfallpfleger haben Anfang November ihre Weiterbildung in Bremen beendet. Ab 2020 soll es eine verbindliche Quote so qualifizierter Pflegefachkräfte in Bremer Notaufnahmen geben, bis dahin gilt eine Übergangslösung.

Christian Pianka, 38 Jahre alt, arbeitet seit 2002 im Rotes Kreuz Krankenhaus, 2012 wechselte er von der Intensivstation in die Zentrale Notaufnahme. „Christian Pianka ist nicht nur ein erfahrener Pfleger im Bereich der Intensivstation und der Zentralen Notaufnahme. Er sorgt mit diesen beiden intensiven Fachweiterbildungen auch im Team für Ausbildung, Anleitung und pflegerische Arbeit auf höchstem Niveau“, betont Dr. Martin Langenbeck, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme am RKK.“ „Die Verknüpfung von hervorragender Notfallmedizin und leistungsfähiger Intensivmedizin zeichnet unser Krankenhaus aus - zum Wohle auch schwerst erkrankter Patienten. Die doppelte Qualifikation unseres Pflegers Christian Pianka steht sinnbildlich hierfür“, ergänzt der Chefarzt.

Die Fachweiterbildung für Notfallpflege kann nach dem bremischen Weiterbildungsgesetz in modularer Form in der Fachweiterbildungsstätte am Klinikum Links der Weser in zwei bis vier Jahren, inkl. berufspraktischer Weiterbildungszeit in geeigneten Einsatzfeldern, absolviert werden.

Größte Rheuma-Ärztefortbildung Nordwestdeutschlands am Samstag, 10. November im Rotes Kreuz Krankenhaus

Das Bremer Rheumazentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) organisiert jährlich das „Bremer Rheumasymposium“ - die größte Rheuma-Ärztefortbildung in Nordwestdeutschland. In diesem Jahr werden zum 37. Mal circa 150 Ärzte und Wissenschaftler ins Tagungszentrum der Klinik kommen, um sich über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie rheumatischer Erkrankungen auszutauschen. Die Volkskrankheit Rheuma ist mit ihren zahlreichen verschiedenen Krankheitsbildern ein komplexes Feld. Wichtig für die schnelle Diagnose ist neben der engen Kooperation der beteiligten Berufsgruppen auch die Weiterbildung von Hausärzten, Orthopäden und Rheumatologen – gerade in Zeiten des deutschlandweiten Mangels an Rheumatologen. Dieser Aufgabe widmet sich Rheumazentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus gerne.

Die Themen in diesem Jahr sind:

  • Spondyloarthritiden / Entzündungen an der Wirbelsäule und den Gelenken
  • Rheumatischen Manifestationen an den Nieren
  • Gicht / inklusive der neuen Leitlinien
  • Osteoporose als die häufigste Knochenerkrankung
  • Rheumaorthopädie: wichtigste Funktionsstörungen, Fehlstellungen und Erkrankungen des menschlichen Fußes / konservative und operative Therapiemaßnahmen

Hintergrundinfo Rheuma

Rheuma ist der Oberbegriff für mehr als 100 verschiedene Erkrankungen, die zum Teil durch Entzündungen hervorgerufen werden – von Beschwerden und Krankheiten des Bewegungsapparates über entzündlich-rheumatische Erkrankungen der inneren Organe bis zu Bindegewebs- und Knochenerkrankungen, wie Osteoporose oder Gelenkverschleiß (Arthrose). Fast jeder vierte Deutsche ist von einer rheumatischen Erkrankung betroffen. Die Situation von Rheumapatienten hat sich in den vergangenen 20 Jahren aufgrund des medizinischen Fortschritts deutlich verbessert. „Gelenkschmerzen und Behinderungen können heutzutage bei einem Großteil der Betroffenen verhindert werden. Viele Patienten profitieren heute von neuen biotechnologisch hergestellten Antikörpern, die deutlich besser wirken, weil sie gezielt in den Entzündungsprozess eingreifen“, weiß Prof. Dr. Jens Gert Kuipers, Chefarzt des Bremer Rheumazentrums am Rotes Kreuz Krankenhaus.

Versorgung Schwerverletzter spitze

Traumazentrum des RKK erneut rezertifiziert

Hervorragende Strukturen, bewiesene Qualität und ein effektives, kollegiales Zusammenspiel der Ärzte und Pflegefachkräfte bei der Versorgung Schwerverletzter: Das bescheinigte ein von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie beauftragter Auditor dem Team des RKK. Er kam am 22. August in die Klinik, um das Traumazentrum auf Herz und Nieren zu überprüfen.

Der Auditor kontrollierte die Wege und Stationen, die ein schwerverletzter Patient durchläuft - von der Zentralen Notaufnahme über die Radiologie, den OP bis zur Intensivstation. Mit dabei: Chirurgen, Anästhesisten, Intensivmediziner, Radiologen und Pflegefachkräfte. Außerdem nahm der Fachprüfer die standardisierten Verfahren und Anweisungen, Protokolle und Fortbildungsnachweise unter die Lupe und schaute sich notwendige Geräte und Instrumente, beispielsweise im Schockraum der Zentralen Notaufnahme, genau an.

Es ist die dritte Zertifizierung des Traumazentrums seit 2012.

Rheuma-Chefärzte Top-Ärzte 2018 in FOCUS und Guter Rat

Seit 1993 veröffentlicht das Nachrichtenmagazin FOCUS regelmäßig Listen deutscher Spitzenärzte. Für die Fachgebiete Internistische Rheumatologie und Operative Rheumatologie sind 2018 die beiden Chefärzte des Bremer Rheumazentrums am Rotes Kreuz Krankenhaus auf dieser exklusiven Liste vertreten: Prof. Dr. Jens Gert Kuipers und Dr. Ingo Arnold.

Hauptkriterien für die Bewertung sind nach Angaben des Focus-Magazins Qualität, Häufigkeit von Operation, niedrige Komplikationsrate und hygienische Standards. Zudem gingen Bewertungen durch andere Ärzte gleichen Fachgebietes und Bewertungen von Patienten in die Beurteilung mit ein.

Auch Deutschlands größtes Verbraucher- und Wirtschaftsmagazin Guter Rat hat für 2018 eine Liste mit 330 TOP-Ärzten erstellt. Das unabhängige Verbrauchermagazin fragte Ärzte, bei welchen Kollegen sie sich oder ihre Angehörigen behandeln lassen würden. Prof. Jens Gert Kuipers hat diese Auszeichnung ebenfalls bekommen.

Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gewinnt Deutschen Wundpreis 2018

Etwa 2,7 Millionen Patienten leiden deutschlandweit an chronischen Wunden. Bis ihre Wunden heilen, vergehen oft Monate oder sogar Jahre. Das größte Forum zum Thema Chronische Wunden ist der Deutsche Wundkongress in Bremen. Er findet seit 2007 jährlich statt und richtet sich bundesweit und über die Grenzen hinaus an Mediziner, Pflegende und weitere Akteure. Knapp 4.300 Besucher kamen Mitte Mai in die Bremer Messehallen, um über Neuigkeiten und Fortschritte in der Prävention und Versorgung chronischer Wunden zu lernen und zu diskutieren.

Im Rahmen des Kongresses bewarben sich 40 Institutionen und Teilnehmer mit Projekten, Studien oder wissenschaftlichen Arbeiten für den Deutschen Wundpreis. Mit ihrem Projekt „Visuelle Dekubitusinzidenz“ überzeugten die ausgebildete Fachtherapeutin Chronische Wunden, Anne-Marie Schlamm und ihr Kollege Lars Gröne, Pflege-Abteilungsleiter im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen, die Jury – und gewannen den mit EUR 500,- dotierten ersten Preis.

Ein einfach geniales Projekt

Ein Dekubitus, auch Druckgeschwür oder „Wundliegen“ genannt, ist eine chronische Wunde der Haut und des darunter liegenden Gewebes. Die Hauptursache der Entstehung ist eine längere Druckbelastung, beispielsweise durch langes Liegen, welche die Durchblutung der Haut stört. „Vor allem bettlägerige, kranke, ältere Menschen sind gefährdet. Nicht nur in Pflege- und Altenheimen oder der ambulanten Pflege zu Hause muss deshalb die Aufmerksamkeit für das Problem besonders hoch sein, sondern auch in den Krankenhäusern“, betont Lars Gröne und ergänzt: „Fachleute schätzen, dass in Deutschland jährlich mehr als 400.000 Menschen ein behandlungsbedürftiges Druckgeschwür entwickeln“.

„Wir haben uns überlegt, wie wir es schaffen können, die Aufmerksamkeit der Ärzte und Pflegefachkräfte bei der täglichen Routine im Krankenhausalltag für das Risiko des Wundliegens präsent zu halten und kamen auf die Idee mit den Punkten“, erzählt Anne-Marie Schlamm. „Jeder Patient hat, um Verwechslungen auszuschließen, bei uns in der Klinik ein Patientenarmband, auf dem sein Name und Geburtsdatum stehen. Wir haben - zunächst als Pilotprojekt auf einer Station – zusätzlich einfache kleine Klebepunkte eingeführt: grün für kein Risiko, gelb für Risiko besteht, rot für Druckgeschwür vorhanden, erklärt die RKK-Wundmanagerin das „einfache aber geniale Projekt“, so die Jury bei der Preisverleihung.

Dreimal täglich wird im Rahmen der pflegerischen Durchgänge pro Schicht der Punktestatus überprüft; flankierend zum Projekt entstanden Verfahrensanweisungen, Infos und Schaubilder.

Hygieneteam des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gewinnt im Wettbewerb der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V.

Auf dem 14. Kongress für Krankenhaushygiene 2018 in Berlin haben sich im März 26 Wettbewerber zum Preis „Hygiene medial vermitteln“ präsentiert. Eingereicht wurden vorab neue Ansätze, wie Kliniken mit Hilfe von Medien Hygienethemen besser vermitteln können. Bewertet wurden Inhalt, Umsetzung und Präsentation sowie der Nutzen des Projektes für die tägliche Praxis im Krankenhaus. Mit seinem einzigartigen 3D-Hygiene­schulungs­programm nahm das RKK am Wettbewerb teil – und gewann einen ersten Preis.

Die insgesamt acht Preisträger wurden in den Kategorien Poster, Video und Sonstiges (RKK) prämiert. Alle 1800 Teilnehmer des Kongresses hatten vorher die Möglichkeit, die Beiträge gemeinsam mit der Jury zu evaluieren und somit die Gewinner zu ermitteln. Krankenhaushygieniker Dr. Michael Bojarra und Hygienefachkraft Kathrin Zickert nahmen den mit 1.000 EUR dotierten Preis stolz entgegen.

Das 3D-Hygieneschulungsprogramm des Rotes Kreuz Krankenhauses

Mit seinem virtuellen Rundgang durch die eigene Klinik bringt das Rotes Kreuz Krankenhaus seinen neuen Mitarbeitern unterschiedlicher Berufssparten aber auch den Festangestellten im Rahmen der jährlichen Pflichtschulung die Inhalte der Basishygiene näher. Die Klinik vermittelt mit bewegten und unbewegten Bildern vor einem 360° Panorama des eigenen Arbeitsplatzes das Thema plastisch und real. „Das interaktive Programm funktioniert wie eine Art „Google-Maps“ im Krankenhaus. „An einem Ort erscheint der virtuelle Schulungsleiter. Dieser Avatar, das bin ich, führt in die Schulung ein. Je nach Berufsgruppe gibt es dann unterschiedlich viele Orte und Sequenzen im jeweiligen Modul, die passend zum Schulungszweck zusammengesetzt sind. Der Teilnehmer erkundet am Bildschirm mit der Maus den „realen“ Raum, in dem eine variable Anzahl von Inhalten versteckt ist“, erklärt Krankenhaushygieniker Michael Bojarra.

Je nach Schulung geht es um Händehygiene, Flächenhygiene, Arbeitskleidung oder Arbeitsschutz. An verschiedenen Stellen klickt der Mitarbeiter auf Videos oder Dokumente - aktuelle Standards, die mit dem hauseigenen Intranet verknüpft sind - und die gelesen werden müssen. Jeder Teilnehmer erhält nach Abschluss der Schulung am PC die sofortige Rückmeldung über das Abschneiden und ein Zertifikat. Parallel wird seine Teilnahme automatisch und ausschließlich zu Dokumentationszwecken in der Personalverwaltung erfasst.

„Mit der Umsetzung der verschiedenen zu schulenden Hygieneinhalte in Form eines 3D-Computerschulungsmoduls haben wir 2016 bewusst Neuland betreten. Nach der Erprobungsphase ist das virtuelle Schulungsmodul jetzt in Ergänzung zu einer Vielzahl von Präsenzschulungen fest verankert im Gesamt- schulungskonzept des RKK. Alle neuen Mitarbeiter, Praktikanten und alle Festangestellten müssen es einmal jährlich absolvieren. Das Konzept ist aufgegangen: Das Programm ermöglicht einen neuen, zeitgemäßen Zugang zu bekannten Themen. Es hält Inhalte rund um die Uhr bereit und schafft über die spielerische Bedienung Anreize zur Nutzung“, erklärt Bojarra.

Die erfolgreiche Software entstand in Kooperation mit der AOK Bremen/Bremerhaven und der Firma Panolife für 3D-Visualisierung.

Offener Brief der Mitarbeitervertretungen der Freien Kliniken Bremen an Senatorin Prof. Dr. Quante-Brandt

Sehr geehrte Frau Senatorin Prof. Dr. Quante-Brandt,

seit Monaten steht der Klinikverbund Gesundheit Nord wegen wirtschaftlicher Fehlentwicklungen in den Schlagzeilen. Nun soll diese Schieflage durch einen beantragten Nachtragshaushalt in Höhe von 185 Mio. Euro ausgeglichen werden? Als die Interessenvertreter aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freien Kliniken Bremen sagen wir: So nicht! Seit Jahren werden die kommunalen Kliniken in der Stadtgemeinde Bremen gegenüber den freigemeinnützigen Krankenhäusern immer wieder bei der Verteilung von Geldern bevorzugt. Die Finanzspritze dürfte sich mittlerweile auf rund 400 Mio. Euro summieren.

Mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich in den Freien Kliniken Bremen für jährlich mehr als 150.000 Patienten ein. Wie sollen wir unseren Kolleginnen und Kollegen plausibel erklären, dass sie Mehrarbeit leisten müssen, wenn wieder einmal in den kommunalen Häusern aufgrund von Fehlern in der Personalplanung Stationen abgemeldet werden? Gegenüber der Öffentlichkeit betonen Sie stets die Bedeutung der Daseinsvorsorge durch den kommunalen Klinikverbund. Sie würden nicht glauben, wie häufig wir eigentlich im Klinikum Mitte zu versorgende Patienten nach Niedersachsen verlegen müssen, weil wieder einmal die entsprechende Station abgemeldet ist!

Dank effizienter Strukturen und sparsamen Haushaltens ist die wirtschaftliche Lage der Freien Kliniken solide. Aber die finanzielle Belastung durch geringere Zuschüsse und ausbleibende Unterstützung durch den Senat wird auch in unseren Häusern immer größer. Dieser Sparzwang, dem die Häuser der Freien Kliniken Bremen unterliegen, wirkt sich auf viele Bereiche des Arbeitsalltags aus. Die Belastung für die Pflege und die Ärzteschaft steigt spürbar. Mit 185 Mio. Euro (zusätzlich!!) könnten auch in den Freien Kliniken Bremen notwendige Investitionen getätigt werden – zum Wohle der Mitarbeiter wie zum Wohle der Patienten, die in unseren Häusern stets im Mittelpunkt aller Anstrengungen stehen.

Mit mehr als 55.000 stationär und 100.000 ambulant behandelten Patienten jährlich erfüllen wir einen bedeutenden Versorgungsauftrag für Bremen und die Region. Uns geht es um den Erhalt von Arbeitsplätzen und um die Wertschätzung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Freien Kliniken Bremen. Um eine öffentliche Anerkennung ihrer Leistung – auch von Seiten der Politik, auch von Ihnen.

Wir können nicht verstehen, wie Sie in Ihrer Funktion als Gesundheitssenatorin gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzende des kommunalen Klinikverbunds Gesundheit Nord sein können. Die Entscheidung des Senats zum beantragten Nachtragshaushalt lässt jedenfalls an einer Gleichbehandlung aller 14 Bremer Kliniken und an Ihrer Unparteilichkeit als Gesundheitssenatorin zweifeln. Wenn man ganz ehrlich ist, muss man doch zugeben:

Das Geld fließt NICHT in alle Bremer Krankenhäuser gleichermaßen. Für die kommunalen Krankenhäuser Bremens sind „auf einmal“ 185 Mio. Euro da, kurz nachdem ein Haushaltsplan beschlossen wurde, der ganz vielen Bereichen erhebliche Sparanstrengungen zumutet.

Frau Senatorin: Ohne die Trägervielfalt und die Freien Kliniken Bremen wäre die medizinische Daseinsvorsorge der Bürgerinnen und Bürger nicht zu gewährleisten. Hingegen erweist sich der Teilersatzneubau des Klinikums Bremen Mitte als Fass ohne Boden. Wieso müssen wir in unseren Häusern große Teile der Investitionen selbst erwirtschaften, und dort wird der ganze Neubau und noch mehr bezahlt? In einem Haushalts-Notlageland, wie Bremen, sollten Steuermittel besser in Krankenhausstandorte investiert werden, die nachweislich wirtschaftlich arbeiten.

Sehr geehrte Frau Senatorin: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freien Kliniken Bremen müssen nicht nur daraus resultierende Mehrbelastungen schultern, als Steuerzahler müssen wir das Problem auch noch finanzieren. Im Sinne des Arbeitsplatzerhalts in den Freien Kliniken Bremen, der Trägervielfalt und der Daseinsvorsorge fordern wir eine Gleichbehandlung aller Bremer Kliniken und angemessene Unterstützung auch unserer Häuser durch den Senat.

Die Interessenvertretungen der Freien Kliniken Bremen:

Edelgard Kleinekemper
Vorsitzende der Mitarbeitervertretung
DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus
mav@diako-bremen.de
Tel.: 0421- 6102-3080

Doris Schneider
Vorsitzende der Mitarbeitervertretung
Krankenhaus St. Joseph-Stift Bremen
Mav@sjs-bremen.de
Tel.: 0421-347-1758

Sabine Versluis
Betriebsratsvorsitzende
Roland-Klinik
betriebsrat.roland-klinik@arcor.de
Tel.: 0421-8778-382

Wilfried Elfers
Betriebsratsvorsitzender
Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Elfers.w@roteskreuzkrankenhaus.de
Tel.: 0421-5599-309

Kältetherapie: Alternative zur konventionellen Behandlung des Restless Legs Syndrom (RLS)

Nach Angaben der Deutschen Restless Legs Vereinigung e.V. leiden mehrere 100.000 Menschen in Deutschland an dem rätselhaften RLS-Syndrom. Die genauen Ursachen sind nicht geklärt, Fachleute vermuten, dass es sich um eine Fehlfunktion des Nervenstoffwechsels handelt, die erblich zu sein scheint. Die RLS-Symptome lassen sich meist gut mit Arzneimitteln lindern, die ähnlich wirken wie der körpereigene Nervenbotenstoff Dopamin. Diese Präparate sind jedoch nicht frei von Nebenwirkungen. Sie können zu Schläfrigkeit am Tag, Übelkeit oder Veränderungen der Kognition führen. Oftmals verlagern sich die Beschwerden, welche sich durch die Medikamente nachts bessern, in den Tag hinein.

Eine Studie, die von der Deutschen Restless Legs Vereinigung initiiert und finanziert wurde, gibt nun neue Hoffnung für die Betroffenen. „Die Pilotstudie von 2016 untersucht die Kältetherapie als Alternative zur konventionellen Behandlung des Restless Legs Syndrom. Die RLS-Patienten besuchten drei Minuten lang eine Kältekammer bei -60°C. Zehn Kältebehandlungen brachten auch nach zwei Wochen noch eine signifikante Besserung der Symptome, der Schlaf- und Lebensqualität. Der Schlaf wurde ruhiger, das Zucken ließ nach“, resümiert Dr. Ingo Arnold, Leiter der Kältekammer und des Therapiezentrums für Physikalische Medizin (Physio K) am Rotes Kreuz Krankenhaus die Ergebnisse der Studie. „Wir beobachten gespannt die weitere Entwicklung bei den Patienten, die unsere Kältekammer nutzen“, so der Chefarzt.

Die Kältekammer im Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK)

Wissenschaftliche Untersuchungen haben belegt, dass eine kurzzeitige (0,5 - 3 Minuten) Einwirkung extremer Kälte genügt, um Schmerzen zu lindern, entzündliche Prozesse einzudämmen, verkrampfte Muskulatur zu lockern und das Immunsystem zu stärken. Mit einem kurzzeitigen Aufenthalt in einer so genannten Kältekammer werden die gleichen Effekte erzielt. Die Kältekammer des RKK besteht aus drei Sektionen. In der ersten herrscht eine Temperatur von - 10°C, in der zweiten -60°C und in der dritten -110°C. Die Kammern sind beleuchtet und durch ein Sichtfenster mit dem Vorraum verbunden. In diesem hält sich das Kontrollpersonal auf. Die Luft in der Kältekammer ist extrem trocken, Luftfeuchtigkeit ist praktisch nicht mehr vorhanden. Dadurch wird die tiefe Temperatur meistens als angenehm empfunden. Die Patienten betreten die Kältekammer zwar in Badebekleidung, sind aber mit Mundschutz, Ohrenschutz, Handschuhen, dicken Socken und festem Schuhwerk geschützt. Ob sie die Kosten der Therapie in der Kältekammer übernehmen, entscheiden die meisten Krankenkassen individuell im Einzelfall.

Weitere Informationen

Titel der Studie: Whole body and local cryotherapy in restless legs syndrome: A randomized, singleblind, controlled parallel group pilot study.

  • Svenja Happe, Institut für Klinische Neurophysiologie, Klinikum Bremen-Ost, Bremen, Abteilung für Neurologie, Klinik Maria-Frieden, Telgte
  • Sabine Bunten, Institut für Klinische Neurophysiologie, Klinikum Bremen-Ost, Bremen
  • Christian Thiedemann, Institut für Klinische Neurophysiologie, Klinikum Bremen-Ost, Bremen, Abteilung für Neurologie, Klinik Maria-Frieden, Telgte
  • Rudolf Siegert, Institut für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Klinikum Bremen-Ost, Bremen

Gesellschaft, Festschmaus und ein Dach über dem Kopf an Heiligabend

Die Gemeinde St. Michaelis – St. Stephani lädt an Heiligabend von 18 bis 21 Uhr alle Menschen ein, die an diesem Tag Gesellschaft oder ein Dach über dem Kopf suchen. Die Weihnachtsfeier findet im Gemeindehaus St. Pauli in der Großen Krankenstr. 11 statt, das die Vereinigte Evangelische Gemeinde Bremen-Neustadt zur Verfügung gestellt hat. Es gibt ein Programm mit Begrüßung, Andacht, Singen, einem Künstler und Zeit für Gespräche. „Zusammen zu sein, zusammen zu lachen, zu reden und vor allem nicht alleine zu sein ist gerade an diesem Abend das wichtigste für unsere Gäste“, so Ulrike Krusch-Jung, zuständige Pastorin der Gemeinde. Sie ist mit vielen freiwilligen Helfern im Einsatz an diesem Abend.

Viele Gäste freuen sich besonders auf das traditionelle Festtagsessen, gespendet vom Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen. 60 kg Fleisch, 140 kg Kartoffeln und 60 kg Rotkohl: Michael Winne, Küchenchef im RKK, und sein Team kochen am Nachmittag des 24. Dezember leckeres Schweinegulasch mit Apfelrotkohl und Kartoffeln für knapp 300 Personen.

Der Helferkreis, der aus Menschen in ganz Bremen besteht und die Gemeinde in der westlichen Altstadt engagieren sich seit über 30 Jahren für Obdachlose und Menschen, die mit wenig auskommen müssen. Sie sind natürlich auch auf finanzielle Hilfe und auf praktische Hilfe angewiesen. Spenden werden gerne entgegen genommen unter Konto 111 51 61 bei der Sparkasse Bremen, BLZ 290 50101.

Rotes Kreuz Krankenhaus wird Serienstar

Wochenserie bei buten un binnen

Mitte November waren zwei Filmteams von Radio Bremen Fernsehen eine Woche lang im Rotes Kreuz Krankenhaus unterwegs. Gedreht wurde für die „Wochenserie“, ein knapp vierminütiges Format, das täglich im Rahmen der Sendung buten un binnen ausgestrahlt wird.

Die Filmteams begleiteten einzelne Mitarbeiter oder Teams aus den Bereichen Technik, Notaufnahme, Schmerztherapie, Rheumatologie und Hygiene in ihrem Arbeitsalltag. Vom OP über das Labor bis zum Kesselhaus gibt es nun spannende Einblicke und Informationen über die alltägliche und doch sehr spezielle Arbeit im Krankenhaus zu sehen.

Ab Montag, 27. November bis Freitag, 1. Dezember läuft täglich eine Folge im Radio Bremen TV, buten un binnen, ab 19.30 Uhr. Am Samstag, 2.12. ist dann der Geschäftsführer der Klinik, Dr. Walter Klingelhöfer, Studiogast bei Radio Bremen Fernsehen, ebenfalls ab 19.30 Uhr.

Dr. Werner Jackstädt-Stiftung fördert Studie des Rotes Kreuz Krankenhauses (RKK) zur akuten Nierenschädigung bei Hochbetagten

„Akute Nierenschädigung der Hochbetagten – Epidemiologie, Prävention und Einfluss von Gebrechlichkeit“ ist der Titel der Studie, die alle RKK-Patienten über 80 Jahre mit akuter Nierenschädigung im Jahr 2015 nachträglich genauestens unter die Lupe nimmt. „Wir sind keine spezialisierte Uniklinik – aber gerade deshalb prädestiniert für diese Studie, denn als Akutkrankenhaus können wir realitäts- und patientennahe Versorgungsforschung machen“, erklärt Prof. Dr. Stefan Herget-Rosenthal, Chefarzt der Medizinischen Klinik und Ärztlicher Geschäftsführer des Hauses. So sahen es wohl auch Vorstand und Kuratorium Medizin der Stiftung, welche den Antrag der Klinik auf Fördermittel von knapp 30.700 Euro positiv beschieden.

Untersucht werden in einem Studienteam nun etwa 2000 Fälle des Jahres 2015. „Etwa ein Sechstel aller RKK-Patienten sind über 80 Jahre alt. Die Bevölkerung altert – aber die Studienlage, auch für eine so häufige und dramatische Diagnose wie das akute Nierenversagen, hält nicht Schritt. Aussagekräftige Studien gibt es bislang nur für 50 bis 70-Jährige – diese Ergebnisse sind aber nicht ohne weiteres auf alte Menschen mit hoher Gebrechlichkeit und Verletzlichkeit übertragbar“.

Herausgefunden werden soll nun, ob und welchen Einfluss Gebrechlichkeit auf die Entstehung eines akuten Nierenversagens hatte, welche Krankheiten im Vorfeld eine Rolle spielen, ob und welche modifizierbaren Risikofaktoren es gab und wie es den Patienten nach einem Jahr ging- ob sie zu Hause, in Pflegeeinrichtungen untergebracht waren, dialysiert wurden, ob die Nierenleistung stabil war. Die Ergebnisse der Studie werden veröffentlicht.

Informationen zur Dr. Werner Jackstädt-Stiftung

Die Stiftung unterstützt die wissenschaftliche Forschung und Lehre auf den Gebieten der Betriebswirtschaftslehre und der Medizin. Darüber hinaus fördert die Stiftung Projekte und Aktivitäten aus dem kulturellen und sozialen Bereich sowie der Wohlfahrtspflege. Für jeden Bereich ist ein eigenes Kuratorium einberufen, welches über die Vergabe der Fördermittel berät. Im Bereich Medizin werden schwerpunktmäßig wissenschaftliche Projekte und die Forschung innerhalb der Augenheilkunde, der Onkologie (Tumorforschung) sowie der Nephrologie gefördert. Zusätzlich wird über die Vergabe von Stipendien wissenschaftlicher Nachwuchs gefördert und es werden Einrichtungen unterstützt, die therapeutisch sinnvolle Maßnahmen durchführen.

Förderung im Schwerpunkt Nephrologie, Immunologische Nierenerkrankungen, akutes Nierenversagen

Durch das Älterwerden der Bevölkerung steigt die Zahl von Patienten mit Nierenerkrankungen kontinuierlich an. Das Immunsystem spielt eine wichtige Rolle bei der Verursachung vieler Nierenerkrankungen, insbesondere solcher mit akutem Verlauf. Die Dr. Werner Jackstädt-Stiftung fördert Projekte zur Entstehung, Diagnostik und Therapie immunologischer Nierenerkrankungen und des akuten Nierenversagens. Priorität wird Projekten eingeräumt, die ein Potential zu einer Verbesserung der diagnostischen und therapeutischen Versorgung nierenkranker Patienten erwarten lassen.

Foto: Prof. Dr. Stefan Herget-Rosenthal, Ärztlicher Geschäftsführer des RKK und Chefarzt der Medizinischen Klinik und eine Mitarbeiterin der Nephrologischen Fachstation am Rotes Kreuz Krankenhaus erwarten auch zum Wohl ihrer eigenen Patienten aussagekräftige Studienergebnisse.
Fotograf: Nikolai Wolff

Großer Wurf im Rotes Kreuz Krankenhaus:
Klinik holt Hightech-Hybrid-OP nach Bremen

Der Hybrid-OP vereint einen komplett ausgestatteten Operationssaal, der höchsten Hygienestandards genügt, mit einem Hightech-Angiografielabor. Im hochsterilen Umfeld dieses OPs können Patienten mit minimal-invasiven Eingriffen, Katheterinterventionen und offenen Operationen in gleicher Narkose behandelt werden. Kernstück ist eine roboterbasierte Angiografie-Anlage zur radiologischen Darstellung von Blutgefäßen. Das System (Artis Pheno / Siemens) steht laut Herstellerangaben weltweit nur in vier Operationssälen - davon drei in Deutschland (Bremen, Marburg und Siegen) und einer in Japan. Drei weitere dieser Angiografieanlagen kommen in Radiologie-Abteilungen großer deutscher Kliniken in Frankfurt, Hannover und Koblenz für schwierigste radiologische Interventionen zum Einsatz.

Die Kosten für die Herrichtung, Auf- und Umrüstung des über 66qm großen Operationssaals plus Hybrid-Anlage im RKK betrugen etwa drei Millionen Euro. Die Planungen begannen im Sommer 2016, Mitte Mai 2017 startete punktgenau nach Bauplan der Um- und Einbau. Der Hybrid-OP ist seit Anfang August in Betrieb. Ein extra ausgebildeter Hybrid-OP-Techniker verstärkt das Team der Operateure vor Ort. „Hybrid ist die Technik der Zukunft, davon sind wir überzeugt. So eröffnen wir unseren Patienten, aber auch unseren Ärzten neue Behandlungsmöglichkeiten“, betont Dr. Walter Klingelhöfer, kaufmännischer Geschäftsführer des RKK. Das Gefäßzentrum am RKK, 2003 als erstes Zentrum dieser Art in Bremen eröffnet und seitdem regelmäßig rezertifiziert, ist der Hauptnutzer des neuen OPs. Aber auch in den Bereichen Unfallchirurgie, Orthopädie, Viszeralchirurgie und in der Notfallmedizin eröffnet die Technik ganz neue Möglichkeiten: „Verlor man früher bei Notfallpatienten Zeit aufgrund vor dem Eingriff notwendiger diagnostischer Maßnahmen, können diese nun in vielen Fällen direkt im Hybrid-OP durchgeführt werden“, so Klingelhöfer.

Invasive Möglichkeiten und Diagnostik auf höchstem Niveau mit vielen Vorteilen für die Patienten

„Für viele Menschen waren bestimmte minimal-invasive Eingriffe aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen bislang nicht möglich – beispielsweise aufgrund der notwendigen Untersuchungen vor der OP mit Röntgengeräten oder Magnetresonanztomografen. Denn die dafür benötigten Kontrastmittel sind beispielsweise für Nierenkranke zu belastend“, erklärt der Chefarzt des Gefäßzentrums am RKK, Dr. Frank Marquardt.
Durch den Einsatz des Artis Pheno verringert sich die Menge an benötigtem Kontrastmittel, da die Anlage viel weniger Zeit für einen Körperscan benötigt. Die detailgetreuen, dreidimensionalen Bilder aller Körperregionen, die in hoher Auflösung auf dem Befundungsmonitor sichtbar sind, entstehen mit geringsten Aufnahmezeiten. „Für den Patienten bedeutet das niedrigere Strahlendosen und kürzere Eingriffszeiten. Bei bestimmten Eingriffen können wir mit so genannten CO2 Angiografien sogar komplett auf den Einsatz von Kontrastmittel verzichten“, betont Marquardt. Zusätzlich sind für den Operateur im Hybrid-OP sämtliche Vitaldaten des Patienten, beispielsweise Blutdruck und Puls, die Bilder verschiedener Ultraschall-Verfahren und Messungen des Blutstroms sowie Computertomografien jederzeit abrufbar. Sie werden simultan auf dem Arbeitsbildschirm dargestellt – auch das das spart Kontrastmittel und Röntgenstrahlung für den Patienten. „Gerade Ältere und Patienten mit Mehrfacherkrankungen profitieren hiervon“, so der Gefäßexperte. Auch für Patienten, die aufgrund ihrer Körperfülle bisher nicht mit der verfügbaren medizinischen Geräteausstattung operiert werden konnten, ist der Hybrid-OP geeignet.

Hightech in Hülle und Fülle

Schonend, wirkungsvoll und so klein wie möglich: Beim heutigen Operieren setzen Ärzte immer mehr auf die minimal-invasive Chirurgie. Doch je kleiner die Eingriffe werden, desto besser muss die unterstützende Technik sein. Da der Roboterarm mit der Röntgenanlage außerhalb des OP-Tisches und nicht wie früher beispielsweise an der Decke installiert ist, kann der Arzt den Bogen der Röntgenanlage mit einem Durchmesser von knapp einem Meter per Joystick flexibel und präzise für jeden Patienten – auch mit starkem Übergewicht – und für jede Körperregion über dem Operationsfeld einsetzen, ohne dass der Patient umgelagert werden muss. Der OP-Tisch ist fast beliebig elektronisch kippbar und auf ein maximales Patientengewicht von bis zu 280 Kilogramm ausgelegt.

Zur Kontrolle kann eine Computertomografie direkt auf dem OP-Tisch durchgeführt werden. Der Roboter bewegt sich auf Wunsch automatisch in punktgenau die zuvor gespeicherte, gleiche Position wie vor der OP. Für die Patienten folgt daraus ein erheblicher Gewinn an Behandlungssicherheit und Behandlungsqualität.
Der Hybrid-OP hat außerdem ein besonderes Hygienekonzept zur Vermeidung von Keimverunreinigung. Es gibt kaum schwer zu reinigende Schlitze, Nähte oder Spalten, alle Oberflächen sind antimikrobiell beschichtet und die Kabelführung liegt innerhalb des Systems.

Ein Beispiel aus der Gefäßmedizin

Entdeckten Ärzte früher eine gefährliche Gefäßverkalkung in der Leistenarterie eines Patienten, mussten die Gefäßchirurgen die Ablagerungen in einer offenen Operation entfernen. Erst in einem zweiten Eingriff, der in einem anderen Bereich der Klinik vorgenommen wurde, weiteten Radiologen und Angiologen die Engstelle per Katheter (Ballondilatation) und setzten eine Stent-Prothese ein. „Mit der Hybridtechnik können wir jetzt gleichzeitig zur offenen Operation auch in anderen Gefäßregionen, wie Becken-, Bauch- und Brustschlagader sowie Oberschenkelarterien bis hinunter zum Fuß, Gefäße aufdehnen und Stents implantieren“, erklärt Dr. Frank Marquardt, Chefarzt des Bremer Gefäßzentrums des RKK. „Unser Gefäßzentrum hat mit dem Hybrid-OP die Behandlungsmöglichkeiten noch einmal optimiert. Gefäßchirurgen, Radiologen und Angiologen arbeiten hier perfekt zusammen“, betont der Gefäßexperte.

Leuchtendes Gewebe für mehr Patientensicherheit im OP

Muss beispielsweise aufgrund von Tumoren ein Stück Darm oder Speiseröhre entfernt werden, spritzen die Ärzte dem Patienten, kurz bevor sie die Verdauungsorgane wieder vernähen, einen fluoreszierenden Farbstoff in die Blutgefäße. Innerhalb einer Minute flutet es im Gewebe an. Eine Kamera mit Spezialaufsatz macht den Farbstoff sichtbar: Gut durchblutete Areale leuchten hell unter dem Laserlicht. Gewebe, das nicht oder nur schlecht durchblutet ist, bleibt dunkel. „So lässt sich das Risiko einer gefürchteten Naht-Undichtigkeit und damit einer gestörten Wundheilung mit zum Teil gefährlichen Komplikationen noch einmal um die Hälfte reduzieren“, erklärt Privatdozent Dr. Jörn Gröne, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am RKK.

Für den Heilungsprozess der operierten Organe ist eine ausreichende Durchblutung unerlässlich und die Nähte müssen dicht sein“, so der Experte. Eine Nahtundichtigkeit kann zu einer schweren Blutvergiftung führen, zu Bauchfellentzündungen und Funktionseinschränkungen – und so weitere Operationen notwendig machen. Sie stellt für den Patienten eine erhebliche Belastung und Gefährdung dar. Die Operationszeit verlängert sich durch die Laser-Fluoreszenz-Angiographie nur um wenige Minuten, der Nutzen ist klinisch belegt. Die Farbstofflösung scheiden die Patienten ohne Folgen nur wenige Stunden später über die Leber wieder aus.

Das RKK ist spezialisiert auf Operationen am Mast- und Dickdarm bei gutartigen oder bösartigen Erkrankungen (kolorektale Chirurgie) und die Krebschirurgie des gesamten Magen-Darm-Traktes, insbesondere der Entfernung von Speiseröhrenkrebs. Die neue Fluoreszenz-Technik kann sowohl bei der minimal-invasiven als auch bei der offenen Chirurgie von Verdauungsorganen aller gut- und bösartigen Erkrankungen eingesetzt werden, beispielsweise bei Durchblutungsstörung vom Darm und in der Lebermetastasenchirurgie.

Der mini-Bypass: Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen führt neues Operationsverfahren gegen Fettleibigkeit ein

Das Prinzip beim üblichen Magenbypass: Die Chirurgen verkleinern den Magen zum so genannten Pouch, damit weniger Nahrung aufgenommen werden kann. Diesen Pouch verbinden sie mit einer tiefer liegenden Dünndarmschlinge, der Dünndarm muss hierfür durchtrennt werden. Der Magen wird so mit Hilfe der Dünndarmschlinge (Bypass), umgangen, der Zwölffingerdarm ist für die Verdauung ausgeschlossen. Durch die „Umleitung“ können sich Speisebrei und Verdauungssäfte erst spät im Dünndarm wieder vermengen. So kann der Körper einen Teil der Kalorien nicht aufspalten und aufnehmen, sondern verlässt den Körper wieder mit dem Stuhl - die Aufnahme von Fetten und Kohlehydraten wird vermindert.

Die Vorteile des mini-Bypass - auch Omega-Loop-Bypass genannt: Im Gegensatz zum Standard-Magenbypass wird die Verbindung zwischen dem verkleinerten Magen und dem Dünndarm durch nur eine einzige Naht geschaffen - dies vermindert Risiken und verkürzt die Operationszeit. Der Dünndarm muss nicht durchtrennt werden, der Weg der aufgenommenen Nahrung umgeht Teile des Magens, den Zwölffingerdarm und die ersten 200-250 cm des Dünndarms. Das Verfahren ist anspruchsvoll und erfordert viel Erfahrung in der bariatrischen Chirurgie. Gegenüber den bislang in Bremen durchgeführten Prozeduren hat das neue Verfahren darüber hinaus den Vorteil, dass auch bei Patienten, die für den Standard-Bypass zu adipös sind (BMI über 60 kg/m2), nun ein Bypass- Verfahren zur Verfügung steht. „Auch Patienten, für die andere Operationstechniken, beispielswiese die Bildung eines so genannten Schlauchmagens, aufgrund ihres Sodbrennens nicht in Frage kommen, profitieren von der Erweiterung unseres Operations- Portfolios im Rotes Kreuz Krankenhaus“, erklärt Dr. Alexander Friedemann, Oberarzt und Adipositas-Experte in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im RKK. Wie alle bariatrischen Operationsverfahren wird auch der mini-Bypass in der modernen Schlüssellochtechnik durchgeführt. Die Patienten können deswegen schon wenige Tage nach der Operation das Krankenhaus wieder verlassen. „Da die Veränderungen auf den Verdauungsprozess, anders als der Name vermuten lässt, nicht „mini“ sondern sehr tiefgreifend sind, ist eine lebenslange unterstützende Einnahme von Spurenelementen und Vitaminen notwendig. Dies wird durch die Nachsorge in der Klinik-eigenen Adipositas-Sprechstunde kontrolliert und unterstützt“, betont Friedemann.

In der bariatrischen Chirurgie gibt es ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten. „Aber eine Operation ist nur dann sinnvoll, wenn alle anderen nicht operativen Therapiemöglichkeiten versagt haben“, erklärt Privatdozent Dr. Jörn Gröne, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und ergänzt: „Die persönliche Beratung unter Berücksichtigung des Patienten in seiner körperlichen, psychischen und sozialen Gesamtsituation ist Grundvoraussetzung für die Behandlung. Wir informieren unsere Patienten sehr ausführlich darüber, welche Vor- und Nachteile die unterschiedlichen Varianten bieten.“ Die Ursachen für den Gewichtsverlust nach einem Magenbypass sehen Experten nicht nur in der verminderten Kalorienzufuhr sondern in einem Zusammenspiel zwischen der Änderung der Gewichtsregulation, des Essverhaltens und des Kalorienverbrauchs. Die Kosten bariatrischer Operationen werden nach einer ganzen Reihe von zu erfüllenden Voraussetzungen und bewilligtem Antrag von den Krankenkassen übernommen.

Als eines der führen Krankenhäuser Bremens für Adipositaschirurgie hat das Rotes Kreuz Krankenhaus mit dem Mini-Bypass einen weiteren Schritt getan, um Menschen mit Fettleibigkeit in Bremen eine noch individuellere Therapie anbieten zu können“, ist Prof. Dr. Stefan Herget-Rosenthal, ärztlicher Geschäftsführer am RKK, überzeugt.

Der mini-Bypass

Der erste mini-Bypass wurde 1997 von Dr. Robert Rutledge, North Carolina, durchgeführt. Trotz des guten Erfolges fristete das neue OP-Verfahren aber lange ein Schattendasein. Nur durch konstant gute Erfolge konnte sich das Verfahren allmählich etablieren. Inzwischen wurden weltweit etwa 30.000 mini-Bypass-Operationen durchgeführt. Das Verfahren gehört zu den vier weltweit am häufigsten durchgeführten bariatrischen Operationsverfahren.

EPZ erfolgreich rezertifiziert

Voraussetzung für dieses Gütesiegel ist ein Höchstmaß an medizinischer Kompetenz und Versorgungsqualität. Für Patienten bedeutet das: Sie werden von Ärzten mit viel Erfahrung und besonderer Expertise operiert. Die Zertifizierung ist an Mindestzahlen von Einsatz- und Wechseloperationen und eine bestimmte Anzahl von Operationen der einzelnen Ärzte gebunden. Die Daten und Fakten fließen nach erfolgter Einführung des Systems an das Deutsche Endoprothesenregister. Das EPZ wird regelmäßig von unabhängigen Dritten auf die Einhaltung dieser Standards überprüft, so auch erfolgreich am 9 / 10. August.

Das RKK versorgt seit Jahrzehnten auf hohem Niveau Patienten mit künstlichem Gelenkersatz. Durch den Schwerpunkt in der operativen Rheumatologie, Unfallchirurgie und physikalischen Medizin haben die Ärzte die Kompetenz und Erfahrung auch bei schwierigen Fällen. In Kooperation mit der Medizinischen Klinik können auch Patienten operiert werden, die aufgrund etwaiger Vorerkrankungen nach einer OP einer intensivmedizinischen Versorgung bedürfen.

Geprüfte Kompetenz für Gefäßerkrankungen

Gefäßzentrum Bremen am RKK erneut zertifiziert

Die wichtigsten Anforderungen an ein zertifiziertes Gefäßzentrum sind:

  • Gewährleistung einer 24-Stunden-Versorgung durch voll weitergebildete Fachärzte
  • Expertise durch hohe Fallzahlen
  • funktionierende interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Teilnahme an qualitätssichernden Maßnahmen
  • strukturierte Ausbildung für junge Ärzte bzw. anerkannte Weiterbildungsbefugnis durch die zuständige Ärztekammer

Hintergrundinformation Gefäßzentrum Bremen am RKK

Im Gefäßzentrum wird Kooperation groß geschrieben. Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen beraten gemeinsam über die beste Behandlungsmethode für jeden individuellen Patienten. Damit erhält jeder Patient das für ihn optimale Behandlungskonzept. Die Vorteile liegen auf der Hand: Kürzere Wege, weniger Arztwechsel, Vermeidung von Doppeluntersuchungen, alle modernen Therapiemöglichkeiten auf höchstem Niveau und unter einem Dach.

Das RKK-Gefäßzentrum gilt als besonders spezialisiert in der Behandlung von

  • Verengungen an der Halsschlagader durch Stent und Operation
  • Erweiterungen der Hauptschlagader
  • Durchblutungsstörungen der Beine (z.B. Ballonaufdehnung oder Operation)
  • Krampfadern mit modernsten Methoden wie Laser, Kryo-Stripping oder CHIVA
  • Nierenerkrankungen, wenn die operative Schaffung eines Dialyseshunts erforderlich ist.

Mehr Patientensicherheit durch mehr Hygiene

Die gesunde Haut ist natürlicherweise dicht mit Bakterien (Hautflora) besiedelt, die eine wichtige Schutzfunktion im Rahmen der Infektionsabwehr übernehmen und für die Hautgesundheit unerlässlich sind. In einer größeren Wunde, beispielsweise einer Operationswunde, können dieselben Bakterien allerdings schwere Wundinfektionen auslösen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und das Center of Disease Control CDC in Amerika empfehlen aufgrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse nun, die Bakterienbesiedlung auf der Haut vor einer geplanten Operation zu verringern.

Das Rotes Kreuz Krankenhaus bietet als erste Bremer Klinik ab sofort allen Patienten mit geplanten Operationen kostenfrei eine so genannte keimlastreduzierende Waschung an. Jeder Patient erhält eine Flasche Duschgel, dem ein bakterienabtötender Wirkstoff zugesetzt ist. Der Wirkstoff reduziert die Menge an Krankheitserregern auf der Haut, die in einer Operationswunde Infektionen auslösen können, um über 99 Prozent. Am Morgen vor der Operation wäscht sich der Patient mit diesem Duschgel, die Wirkung hält bis zu acht Stunden an.

„Bei der Frage, wie wir unsere Patienten auf ihre Operation vorbereiten und den Eingriff für sie noch sicherer machen können, ist diese Maßnahme ein weiterer Baustein in einem Bündel der Gesamthygienemaßnahmen für mehr Patientensicherheit im RKK“, erklärt Michael Bojarra, seit 2013 angestellter Krankenhaushygieniker der Klinik. Auch Leitlinien für den Umgang mit Medikamenten und Geräten, Standards in der täglichen Arbeit als Arzt oder Pflegefachkraft nützen nur, wenn wir sie immer wieder aktualisieren und weiter verbessern“, erklärt der Arzt. Mit der antiseptischen Waschlotion wäscht der Patient Körper und Haar – je weniger Keime auf der Haut sind, desto geringer ist das Infektionsrisiko.

Patienten, die operativ Gelenkprothesen erhalten, sind besonders gefährdet und profitieren in hohem Maße – deshalb war die Maßnahme dem Leiter des Endoprothetikzentrums am RKK, Dr. Ingo Arnold, schon früh ein Herzensanliegen. Das Angebot der antiseptischen Waschung gilt aber nicht nur für diese Patientengruppe. „Unsere Patienten sollen so schnell wie möglich von den aktuellen Empfehlungen der renommierten Gesundheitsorganisationen profitieren. Deshalb bieten wir ab sofort allen Patienten die Möglichkeit, durch die Waschung zusätzlich einen eigenen, aktiven Beitrag zur Keimreduzierung zu leisten“, erklärt Prof. Stefan Herget-Rosenthal, Ärztlicher Geschäftsführer des Rotes Kreuz Krankenhauses.

Das RKK Bremen hat schon vielfach innovativ neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aufgenommen und zur Verbesserung der Patientensicherheit umgesetzt. So startete man 2012 zusammen mit der AOK Bremen ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt, um Patienten umfassend vor gelenkersetzenden Operationen auf gefährliche Krankenhauskeime (MRSA) zu untersuchen und vor der Operation zu sanieren. 2015 wurde dieses Projekt auf alle planbaren Operationen im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen ausgeweitet. Ein wichtiges Anliegen ist im RKK die Prävention und Kontrolle Antibiotika-resistenter Infektionserreger. So wird zum Beispiel der Gebrauch von Antibiotika durchgehend statistisch erfasst und bewertet.

Trio Royal „beswingt“ im Café K

Für beste Sonntagsstimmung sorgt dabei mit Swing, Schlagern und Evergreens das Trio Royal. Dazu serviert die Küche für 13,50 Euro pro Person ein üppiges kalt-warmes Brunchbüfett.

Die Plätze sind begrenzt, daher wird um Anmeldung bis zum 9. Juni gebeten an meiler.m@roteskreuzkrankenhaus.de oder unter Tel. 0421 / 55 99 - 371.

Die Musik: Trio Royal

Mehrstimmiger Gesang, originelle Bearbeitungen und außergewöhnliche Instrumente – beim Trio Royal ist musikalische Unterhaltung das Programm! Der Worpsweder Kontrabassist Ralf Stahn liefert mit seinem Instrument das musikalische Fundament für die Swingklassiker, Schlager und Popsongs des Trios und stimmt jederzeit gerne mit ein in den Gesang. Sänger und Gitarrist Andy Einhorn hat nicht nur ein Händchen für den passenden Hit zur richtigen Zeit sondern auch für die Saiten seiner Gitarre. Hans Christian Klüver, vielen besser bekannt als „Mister Swing“, moderiert mit Lust und Laune das Programm zu dem er heiße Bongobeats und gerne auch frisch erfundene deutsche Liedtexte beisteuert. Vielleicht stimmt er sogar ein paar bekannte Melodien mit seiner unvergleichlichen Nasenflöte an – für ein abwechslungsreiches Programm ist in jedem Fall gesorgt.

Die Ausstellung: Cover + Kulisse

Kurator Tom Gefken versammelt unter „Cover + Kulisse“ die Arbeiten zweier Kunstschaffender, die unter der Oberfläche ihrer Werken eine zweite, verdeckte Ebene verbergen: Milena Tsochkova erschafft mit traditionellen Mitteln wie Farbe und Bleistift fast fotorealistische Momentaufnahmen. Dabei verbindet die aus Bulgarien stammende Künstlerin ihre meisterhafte Technik mit einer zeitgenössischen, freien Perspektive.

Die abstrakten bis realistischen Außenwelten von Achim Locke verweisen auf eine philosophische Welt hinter den dargestellten Szenerien. Seine monochromen oder auch farbenreichen Lebensräume, erzeugen eine Stimmung, die den Betrachter auf eine Reise nach innen mitnimmt.

Musikalisch-kulinarische Matinee
mit dem Trio Royal
am 11. Juni 2017 um 11.30 Uhr
Café K im Rotes Kreuz Krankenhaus, St.-Pauli-Deich 24, 28199 Bremen

Aufgrund des begrenzten Platzangebots wird um Anmeldung gebeten bis zum 9. Juni an meiler.m@roteskreuzkrankenhaus.de oder unter Tel. 0421 / 55 99-371.

Herausforderung Demenz im Akutkrankenhaus

Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen etabliert Betreuungsangebot für Patienten mit Demenz, Orientierungsstörungen und dementiellen Auffälligkeiten

Die Zahl demenzkranker Menschen wächst. Mehr als 1,5 Millionen sind es zurzeit in Deutschland, in 30 Jahren werden es Schätzungen zufolge über drei Millionen Mitbürger sein. 40 Prozent der über 65-jährigen Patienten in Allgemein- krankenhäusern leiden an kognitiven Störungen und Demenz. Auch im Rotes Kreuz Krankenhaus macht sich diese Veränderung bemerkbar: Allein 2016 wurden hier knapp 460 Patienten mit einer gesicherten, eindeutigen Demenzdiagnose behandelt - die Grauzone ist jedoch hoch. In den meisten Fällen liegen bei der Einweisung keine entsprechenden Informationen vor.

Der plötzliche neue „Alltag“ im Krankenhaus - mit fremden Menschen, ungewohnter Umgebung und Geräuschen macht besonders Demenzkranken sehr zu schaffen – Rückschritte sind oft die Folge. Mitarbeiterinnen aus Pflege und Qualitätsmanagement starteten deshalb Ende Oktober 2016 ein Pilotprojekt zur Vormittagsbetreuung demenzkranker Patienten. Ein halbes Jahr lang wurde ein Raum auf der Station 3A zum Betreuungsort für Patienten mit Demenz, Orientierungsstörungen und dementiellen Auffälligkeiten. Die Auswertung des Pilotprojektes, gemeinsam mit Angehörigen, Pflegekräften und Ärzten, ergab ein eindeutig positives Votum aller Beteiligten.
Die gute Versorgung der Patienten mit Demenz wird derzeit in den Fallpauschalen deutscher Krankenhäuser nicht angemessen abgebildet. „Aber“, so die Pflegerische Geschäftsführerin der Klinik, Barbara Scriba-Hermann: „Das Projekt ist Gewinn für alle Beteiligten. Die Patienten werden mobilisiert und in ihren Ressourcen gestärkt, sie erleben Zuwendung, Fürsorge und Respekt. Ärzte und Pflegende werden entlastet, weil die Patienten zufriedener und sind und sowohl tagsüber wie eben auch nachts einer weniger intensiven zusätzlichen Betreuung bedürfen.“ Die Demenzbetreuung wird deshalb ab sofort im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen fester Bestandteil des Angebotes für stationäre Patienten sein.

Die zertifizierte „Expertin für Demenz im Krankenhaus“ und erfahrene Pflegefachkraft Viola Silber gestaltet die Vormittage zwischen 8 und 12.30 Uhr für bis zu acht mobile stationäre Patienten. Das ist die Zeit auf den Stationen, in der die Schwestern und Pfleger sehr eingebunden sind in den Stationsalltag, Visiten, OP-Vorbereitungen, Pflege, stationäre Aufnahmen etc. Fester Bestandteil der Betreuung ist zusätzlich ein Teil des Teams der Grünen Damen und Herren der Klinik. Die speziell geschulten Ehrenamtlichen unterstützen die Demenzexpertin und begleiten die Patienten regelmäßig und kontinuierlich.

Viele dementiell Erkrankte können sich auf Nachfrage des Pflegepersonals nicht bedarfsorientiert äußern und laufen Gefahr, im Klinikalltag durchs Raster zu fallen. „Demenzkranke benötigen im Krankenhaus noch einmal mehr Unterstützung und Zeit als zu Hause, selbst bei den scheinbar alltäglichsten Verrichtungen, zum Beispiel beim Essen, Trinken oder beim Gang auf die Toilette“, erklärt Viola Silber. „Manchmal weiß ein Patient zwar, dass er mal muss – aber er hat vergessen, wie. Meine Arbeit ist dadurch natürlich auch eine Entlastung für die Kolleginnen auf der Station, denn sie wissen ihre Patienten in geduldigen, geschulten Händen“, erläutert die Fachfrau.
Neben der pflegerischen Betreuung und den gemeinsamen Mahlzeiten bieten die Demenzexperten im Betreuungsraum adäquate Beschäftigung, Förderung und Unterhaltung an - zum Beispiel durch künstlerische und musische Tätigkeiten, Geschichten vorlesen, Gespräche oder Spiele. „Ohne anregende Beschäftigung verkümmern die ohnehin eingeschränkten Fähigkeiten während eines stationären Klinikaufenthaltes nur noch weiter. Viele Patienten liegen einfach im Bett und schauen den ganzen Tag an die Decke, sie sind eingeschüchtert und haben Angst. Nachts halten Sie dann die Nachtschwester und Mitpatienten in Trab, denn sie können dann nicht schlafen, weil sie den ganzen Tag nicht aktiv waren“, erläutert Viola Silber, seit 17 Jahren Krankenschwester im RKK.

Zum Dienstbeginn schaut sich Schwester Viola Silber zunächst die Anamneseblätter der aufgenommenen Patienten an, denn dort ist eine bereits bekannte Demenz des Patienten oder der Zusatz „Patient leidet unter Orientierungsstörungen“ vermerkt. „Die Kollegen berichten mir auch beim Gang über die Stationen von Auffälligkeiten in der Nacht. Ich gehe dann zu den Patienten, mache mir ein Bild und lade sie ein bzw. spreche mit den Angehörigen. Demente bettlägerige Patienten bekommen Besuch von den Demenz- geschulten Grünen Damen und Herren.
Studien zeigen, dass die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit mit jedem Tag Inaktivität weiter zurückgehen. „Der Alltagsbezug in der Betreuungszeit soll helfen, die kognitiven Fähigkeiten der Patienten zu erhalten und eine Verschlechterung der Demenzsymptomatik während des Klinikaufenthaltes zu verhindern“, fasst Viola Silber das Ziel des Betreuungsangebotes zusammen. Gleichzeitig soll die Betreuung vorbeugend vor der Entwicklung eines Delir, das ist ein akuter Verwirrtheitszustand mit desorganisiertem Denken, Desorientiertheit im Allgemeinen und Wahrnehmungsstörungen, wirken. Angehörige dürfen auf Wunsch und nach Absprache am Angebot teilnehmen. „Sie sehen, dass die Patienten bei uns gut aufgehoben sind. Das entlastet sie, die meisten kommen dann vor allem nachmittags zur Unterstützung der Patienten“, sagt Viola Silber.

Fit in den Frühling

Aktionswochen im Rotes Kreuz Krankenhaus

Gesünder essen und mehr bewegen: Das Café K und das Therapiezentrum Physio K am Rotes Kreuz Krankenhaus helfen, den guten Vorsätzen Taten folgen zu lassen.

Café K: gesund schlemmen von Montag, 3. bis Freitag, 7. April

Um frühlingsfrisch und fit in die wärmere Jahreszeit zu starten, benötigt unser Körper eine Extraportion Vitalstoffe. Leider schlägt der Alltag einer gesunden Ernährung allzu oft ein Schnippchen. Das Café K zeigt seinen Gästen eine Woche lang, wie eine leckere und gesunde Ernährung aussehen kann. Zum Beispiel so: Farfalle mit Lachs und Vanille, Frühlingssalat; dazu ein Grünkohl- Smoothie. Oder: Gebackenes Seelachsfilet auf Gemüse mit Nusskruste, Zitronenreis und Feldsalat; dazu ein Erdbeer-Smoothie. Das Mittagessen kostet inkl. Smoothie EUR 6,10 und ist erhältlich von 11.45 bis 13.30 Uhr im Café K. Das Rezept zum Nachkochen liegt jeden Tag zum Mitnehmen bereit.

Physio K: Aktionsangebot vom 1. April bis 31. Mai 2017

Das Physio K belohnt den Bewegungsdrang einen ganzen Monat lang mit einem besonderen Angebot. Bei Abschluss eines 12-monatigen Trainingsvertrages in diesem Zeitraum gibt es einen Trainingsmonat gratis dazu.
Wenn durch Empfehlung ein neuer Trainingsvertrag entsteht (min. 12 Monate Laufzeit), bedankt sich das Physio K ebenfalls mit einem gratis Trainingsmonat zum bestehenden Vertrag. Weitere Informationen im Physio K unter Tel. 0421 / 55 99-316.

Mehr Schärfe, Farbe und Kontrast im OP

Das RKK investiert mit neuem Hightech- Laparoskopiesystem in die Patientensicherheit.

Hightech für die Patientensicherheit: Das Rotes Kreuz Krankenhaus hat in ein neues Laparoskopiesystem investiert. Im OP liefert nun ein neuer 4K-Monitor mit 130cm Breite den Chirurgen eine hochdetaillierte Ansicht von Bildern bei der Operation. Die Bilder werden mit einem ebenfalls neuen medizinischen 4K-Kamerasystem erzeugt. Das neue Laparoskopiesystem kommt bei allen minimal-invasiven Eingriffen (Schlüssellloch- Operationen) zum Einsatz.

Die vierfach höhere Bildauflösung im Vergleich zu Full HD - mit immensem Farbspektrum und mehr Kontrast - offenbart selbst kleinste Details. Die feine Farbkalibrierung ermöglicht den Chirurgen eine eindeutigere Abgrenzung von unterschiedlichem Gewebe, wie Fett, Nerven, Blutgefäßen und die bessere Darstellung von Blutbahnen und Läsionen.

„Der Einsatz des neuen Systems hat großes Potential, die klinischen Ergebnisse noch weiter zu verbessern. Wir arbeiten noch Gewebe-schonender und minimieren den Blutverlust unserer Patienten“, ist Privatdozent Dr. Jörn Gröne, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralmedizin am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen, überzeugt. Mit der zusätzlichen Möglichkeit, das Bild durch Zoom hochauflösend zu vergrößern, werden die Sichtverhältnisse einer „offenen Operation“ deutlich übertroffen.

Bilder: Olympus

Erfolgreiches Hygiene-Audit im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Vom 12. bis 14. Dezember 2016 waren zwei Auditoren des Bremer Gesundheitsamtes im Rotes Kreuz Krankenhaus, um die Hygiene in der Klinik zu überprüfen. Sie schauten in insgesamt elf Bereichen intensiv hinter die Kulissen, begutachteten festgeschriebene Abläufe und Hygienestandards des Hauses, befragten zahlreiche Mitarbeiter und vieles mehr.

Die Gutachter stellten dem RKK nach drei arbeitsintensiven Tagen ein sehr positives Zeugnis aus. Sie fanden eingespielte Abläufe, schlüssige und gut strukturierte Dokumente und motivierte Mitarbeiter, die jederzeit eine tiefergehende Kenntnis aller hygienerelevanten Prozesse offenbarten.
Geschäftsführung und Mitarbeiter des Rotes Kreuz Krankenhauses sind stolz auf das Ergebnis und das hohe Niveau der Klinikhygiene.

Krankenhaushygiene im RKK

Seit 2016 muss nach den Vorgaben der Bundesregierung jede größere Klinik einen hauptamtlichen Krankenhaushygieniker beschäftigen. Michael Bojarra, Facharzt für Innere Medizin im Rotes Kreuz Krankenhaus, ist bereits seit 2013 angestellter Krankenhaushygieniker in der Klinik. Seine berufsbegleitende Fortbildung schloss er 2015 ab. Damit gehört das RKK zu den ersten Kliniken, die den hohen Stellenwert der Hygiene auch in personelle Strukturen umsetzen.
Das Hygieneteam aus Herrn Bojarra und zwei festen Hygienefachkräften sowie den hygienebeauftragten Ärzten und Pflegefachkräften konzentriert sich auf die Analyse neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Infektionsprävention und setzt diese in die hygienischen Strukturen und Prozesse im RKK um. Der Krankenhaushygieniker berät die Geschäftsführung und ist für die Fortbildung der Mitarbeiter bis zur Begehung und Kontrolle aller Bereiche des Hauses in allen hygienerelevanten Belangen weisungsbefugt.

Das Team der Grünen Damen und Herren am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen sucht Verstärkung

Praktische Hilfe am Krankenbett

Das Team der Grünen Damen und Herren am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen steht Patienten seit über 30 Jahren mit Rat und Tat zur Seite – und sucht ab sofort Verstärkung.
Die Leiterin des Teams, Christel Menzer, freut sich auf Anrufe von interessierten Damen und Herren ab 25 Jahren für die ehrenamtliche praktische Hilfe am Krankenbett. Sie sollten offen, gesprächsbereit und ausgeglichen sein, sich selbst zurücknehmen und zuhören können. Geboten wird eine vierwöchige begleitete Einarbeitung, Fortbildungen, ggf. Aufwandsentschädigungen, Versicherungsschutz, Arbeitskleidung und die Zugehörigkeit und Supervision in einem engagierten, festen Team.
Der Zeitaufwand beträgt einmal wöchentlich drei bis vier Stunden, entweder zwischen 9 und 12 oder zwischen 14 und 16.30 Uhr.

Interessierte melden sich bei Christel Menzer unter Tel. 04207 / 2453 oder per E-Mail an: cdmen@kabelmail.de

Weitere Informationen …

Gefäßtag am Samstag, 29. Oktober von 11-15 Uhr

Das Rotes Kreuz Krankenhaus lädt ein

Programm: Vorträge rund um das Thema Gefäßmedizin, Filme und Info-Stände zu Durchblutungsstörungen, Gefäßprothesen, Aortenstents, Wundmanagement, Hygiene, Lymphdrainage und Physiotherapie.


Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht notwendig!

Rotes Kreuz Krankenhaus
Tagungszentrum Forum K
St.-Pauli-Deich 24 
28199 Bremen

Sie können den Flyer zum Gefäßtag herunterladen (PDF, 424KB)

Rotes Kreuz Krankenhaus wird Mitglied im Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V.

    

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. unterstützt im Gesundheitswesen tätige Organisationen und Menschen bei ihrer täglichen Arbeit und ihrem Bemühen, die Patientenversorgung so sicher wie möglich zu machen. Experten aus allen Bereichen des Gesundheitswesens und Patienten beraten seit 2005 in Arbeitsgruppen des Aktionsbündnisses über Lösungen zu konkreten sicherheitsrelevanten Themen. Sie entwickeln Handlungsempfehlungen, die allen Einrichtungen im deutschen Gesundheitswesen und Patienten kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Viele durch das Bündnis ins Leben gerufene oder mit-initiierte Projekte sind aus der Praxis für die Praxis entstanden und auch im RKK seit Jahren implementiert, beispielsweise die Aktion „Saubere Hände“ (Nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion), das Krankenhaus-CIRS-Netz-Deutschland (Nationales Berichts- und Lernsystem für Krankenhäuser) oder das Programm „Jeder Tupfer zählt“ – Vermeidung unbeabsichtigt belassener Fremdkörper im OP-Gebiet.

„Wir freuen uns, seit August unterstützendes Mitglied und damit Förderer des unabhängigen Aktionsbündnisses zu sein“, sagt Conny Plötz, Leiterin der Abteilung Qualitätsmanagement am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen. Vom lernenden Gesundheitssystem des Aktionsbündnisses profitieren einerseits die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des RKK aber natürlich auch Patientinnen und Patienten - nicht nur durch kontinuierlich mehr Sicherheit in der Behandlung und Versorgung: Das Aktionsbündnis hält ebenfalls viele interessante Informationen bereit, die kostenlos heruntergeladen werden können - beispielsweise zur Vermeidung von Stürzen im Krankenhaus, Prävention von Krankenhausinfektionen und Infektionen durch multiresistente Erreger, Tipps zum häuslichen Umgang mit Arzneimitteln etc.

Weitere Informationen auch unter www.aps-ev.de

RKK-Notaufnahme unter neuer ärztlicher Leitung

  

Seit dem 1. August ist Dr. Martin Langenbeck, Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie und Intensivmedizin, Leiter der Zentralen Notaufnahme am Rotes Kreuz Krankenhaus. Der 55jährige Achimer arbeitet seit 15 Jahren am RKK, die vergangenen acht Jahre als Leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik. Der zweifache Vater organisiert ebenfalls die internistische Intensivstation. Eine bestmögliche Vernetzung zwischen Notaufnahme und Intensivstation zum Wohle der Patienten ist ihm ein wichtiges Anliegen.

Sein Vorgänger in der Notaufnahme, Dr. Matthias Denk, verabschiedete sich nach mehr als 40 Jahren im RKK Ende Juli in den Ruhestand.

Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen wird 140 Jahre alt

Professionell, patientenorientiert, persönlich

Seine Geschichte beginnt 1876: Am 3. Juli des Jahres nahm das Rotes Kreuz Krankenhaus in der Bremer Neustadt mit einer Oberin, einer Lehrschwester und einem Patienten seine Arbeit auf. Anstelle der damals üblichen kirchlichen Trägerschaft wurde die Klinik in Form eines interkonfessionellen Vereinskrankenhauses geführt und später in „Willehadhaus“ umbenannt. 1937 ging das Willehadhaus durch Eingriff des nationalsozialistischen Staates ins Eigentum des Deutschen Roten Kreuzes über; 1945 fand die Rück-Übertragung des Vermögens auf die neu gegründete Stiftung „Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen“ statt. Seit 1949 ist das Krankenhaus eine eigenständige Stiftung privaten Rechts.

Innovativ war das RKK schon immer: 1969 wurde hier eine der ersten Dialyse-Einrichtungen Norddeutschlands eingeführt. Die Klinik für Schmerzmedizin mit 12 stationären Betten für schwerst chronisch Schmerzkranke – einzigartig in Bremen und Umzu – wurde 1980 gegründet und feiert in diesem Jahr ihr 36jähriges Bestehen.
1985 entstand das Rheumazentrum am RKK. Das Zusammenspiel von Akutkrankenhaus und fächerübergreifender Vernetzung mit der internistischen und operativen Rheumatologie, Endoprothetik, Tagesklinik, Rheumaambulanz, Schmerzzentrum und Physiotherapiezentrum inkl. Bewegungsbad und Kältekammer bis -110 Grad Celsius sowie Transitionsklinik für den Übergang jugendlicher Rheumapatienten ins Erwachsenenalter genießt heute weithin Modellcharakter.

1989 führte die Klinik den ersten eigenen Hostessenservice für seine stationären Patienten in einem norddeutschen Krankenhaus ein.

Anfang der 90er Jahre unterzog sich das RKK als eines der ersten deutschen Krankenhäuser einem umfassenden Corporate Identity-Prozess. Durch die Verbindung von medizinisch- pflegerischem und unternehmerischem Denken konnte das RKK sein Profil weiter schärfen: Ein komplett neues visuelles Auftreten ließ das erarbeitete Leitbild für alle sichtbar werden: Helligkeit, Modernität und ein offenes Auftreten nach außen stellen den Patienten bis heute in den Mittelpunkt und fördern seine Genesung weit über die rein medizinische Versorgung hinaus. Für sein Corporate Design wurde das Rotes Kreuz Krankenhaus mehrfach ausgezeichnet. Als Sammler und Kurator von Kunstausstellungen im öffentlichen Café K erwirbt die Klinik Skulpturen und Bilder, die im Krankenhaus ihren Platz finden und zu einer kultivierten und anregenden Atmosphäre beitragen. 2003 eröffnete das erste Gefäßzentrum Bremens - im RKK. Im Jahre 2004 wurde nach einer Neufassung der Stiftungssatzung die „Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gGmbH“ gegründet.

Heute ist das freigemeinnützige RKK zweierlei: Akutkrankenhaus in unmittelbarer Nähe der City und Klinik mit Expertenruf in hoch spezialisierten Abteilungen. Das Gefäß-, Rheuma-, Endoprothetik- und Schmerzzentrum beispielsweise ziehen Patienten aus ganz Nordwestdeutschland und darüber hinaus an. Die Kardiologie sorgt mit hochmodernem Herzkatheterlabor und Rufbereitschaft für innenstadtnahe „rund um die Uhr-Versorgung“. Mehr als 650 Mitarbeiter betreuen und behandeln heute über 35.000 Patienten pro Jahr. Das Krankenhaus verfügt über 304 Betten auf 13 Stationen in 11 Fachabteilungen und Zentren. Im Haus sind die Wege kurz, die Fachabteilungen und Zentren arbeiten interdisziplinär zusammen. Als einziges Bremer Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) stehen die Klinikärzte in engem Kontakt zur medizinischen Forschung.
Zwischen 2009 und Ende 2013 investierte die Klinik mehr als 30 Millionen Euro für umfangreiche Neu- und Umbaumaßnahmen sowie Umstrukturierungen. Es entstand der hochmoderne Zentral-OP, die Notaufnahme mit neuer Liegendvorfahrt und DRK- Rettungswache, der Neubau Forum K mit Ärztehaus, Tiefgarage und Tagungszentrum. Nicht zuletzt das 2015 zertifizierte Pflegemanagement der Bremer Schwesternschaft und damit des gesamten Pflegepersonals der Klinik, die hohen Zufriedenheitswerte bei Patientenumfragen als auch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Krankenkassen und niedergelassenen Ärzten erlauben einen optimistischen Blick in die Zukunft.

„140 Jahre erfolgreiche Arbeit - das ist auch für ein Krankenhaus eine lange Zeit. Und es ist durchaus nicht selbstverständlich, dass gerade in einer Zeit der Etatkürzungen und gravierenden gesundheitspolitischen Veränderungen ein Krankenhaus ein solches Jubiläum feiern kann“, so Dr. Walter Klingelhöfer, Kaufmännischer Geschäftsführer des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen. Ohne das große Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ohne das oftmals visionäre Denken der verschiedenen Krankenhausleitungen würde das RKK heute nicht den Ruf eines patientenorientierten, leistungsfähigen, modernen Hauses genießen. 2015 empfahlen 96 Prozent der Patienten das RKK weiter. „Flexibilität und Innovationskraft, Offenheit und Transparenz zeichnen das Rotes Kreuz Krankenhaus heute aus. Dafür sei allen, die daran früher mitgearbeitet haben und jenen, die es heute tun, herzlich gedankt”, betont Klingelhöfer.

Neues Dialysezentrum eingeweiht

   

1969 eröffnete im Rotes Kreuz Krankenhaus die erste Dialyseabteilung Bremens. Anfang Juni 2016 wurde wieder gefeiert, als der Umzug der Dialyse vom Westhaus ins Haupthaus der Klinik vollbracht war. Im ersten Obergeschoss ist dort ein hochmodernes, neues Dialysezentrum entstanden: 12 Betten für teilstationäre, 4 Betten im gesonderten, angeschlossenen Bereich für stationäre Dialysepatienten in direkter Anbindung an die Intensivstation. Helle Räume mit großen Fenstern und schönem Blick auf die Kleine Weser, moderne Flachbildfernseher an jedem Bett und ein neues Osmosegerät (Dialysegerät) sind einige Highlights des neuen Bereichs. Patienten und Mitarbeiter profitieren gleichermaßen vom neuen Standort:

Kürzere Wege

Transportwagen, die Dialysepatienten bringen, fahren direkt unter die überdachte Vorfahrt neben dem Haupteingang, der Aufzug zum Dialysezentrum ist gleich um die Ecke. Stationäre Dialysepatienten müssen nicht mehr den langen Weg von der Station hinüber ins Westhaus auf sich nehmen.

Mehr Sicherheit

Die direkte Anbindung an die Intensivstation und den OP-Trakt sorgt für mehr Sicherheit für schwer- und schwerstkranke stationäre Patienten.

Mehr Flexibilität

Durch die Trennung der stationären und teilstationären Dialysebereiche können Abläufe ruhiger gestaltet, die Arbeitszeiten und Zuständigkeiten der Mitarbeiter können gleichmäßiger verteilt werden.

Zum Hintergrund: Was ist Dialyse?

In Deutschland gibt es zurzeit etwa 70.000 Menschen, die auf eine Blutwäsche (Dialyse) angewiesen sind, die Zahlen steigen. Bei akutem Nierenversagen oder chronischen Nierenschäden wird das Blut in einer speziellen Dialysemaschine außerhalb des Körpers von Schadstoffen gereinigt und dem Körper wieder zugeführt. Es gibt verschiedene Arten der Dialyse, im Krankenhaus wird beispielsweise die Hämodialyse bei Langzeitpatienten drei Mal pro Woche für je vier bis fünf Stunden unter Aufsicht durchgeführt.

Foto (wie oben) v.l. Dr. Walter Klingelhöfer, Barbara Srciba-Hermann, Prof. Dr. Stefan Herget-Rosenthal (Geschäftsführung) gratulieren dem Dialyseteam des RKK zum Einzug.

Neugliederung der Chirurgischen Kliniken am Rotes Kreuz Krankenhaus

Zwei neue Chefärzte starten zum 1. Juni 2016

Am 31. Mai geht Herr Prof. Dr. Dr. Joseph Braun nach 20 Jahren als Chefarzt der Chirurgischen Klinik am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen in den Ruhestand. In seiner Laufbahn lernte und bediente er ein breites medizinisches Spektrum von der Allgemein- über die Viszeral- bis zur Unfallchirurgie. Das Spezialgebiet des im belgischen St. Vith geborenen Chirurgen war die Behandlung von Dünn- und Dickdarmerkrankungen sowie funktionellen Erkrankungen des Beckenbodens und des Schließmuskelapparates. Unzählige Patienten profitierten von seiner in Amerika studierten und in Bremen bereits früh etablierten Methode zur Vermeidung künstlicher Darmausgänge im Rahmen einer Krebstherapie (der pelvinen Pouch-Rekonstruktion). Prof. Braun genoss überregional auch in Kollegenkreisen hohes Ansehen. Die Chirurgische Klinik heißt ab 1. Juni “Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie”. Der Bereich Unfallchirurgie, vormals ebenfalls hier angesiedelt, ist nun der neu gegliederten „Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie“ zugeordnet.

Nachfolger von Prof. Braun wird Herr Privatdozent Dr. Jörn Gröne, der vom renommierten Universitätsklinikum Charité in Berlin an die Weser wechselt. Der 44jährige Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie war dort zuletzt als Bereichsleiter für Kolorektale Chirurgie in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Campus Benjamin Franklin und als zentraler Koordinator des Viszeralonkologischen Zentrums der Charité tätig.

Was reizt ihn an seiner neuen Tätigkeit? Dr. Gröne: „Zum einen das breite Leistungsspektrum der Klinik mit Schwerpunkten im Bereich der kolorektalen Chirurgie und der onkologischen Chirurgie des Magen-Darm-Traktes, die zu meinem bisherigen klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkten zählen. Zum anderen bietet das RKK eine moderne Infrastruktur mit allen Möglichkeiten der umfassenden und interdisziplinären Patientenversorgung in einer angenehmen Atmosphäre“.

„Wir freuen uns, mit Dr. Gröne einen engagierten Spezialisten für unser Haus gewonnen zu haben, der das Behandlungsangebot des RKK im Bereich der Tumorchirurgie, insbesondere der interdisziplinären Behandlung des Dickdarmkrebses und der Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen nochmals erweitern wird“, erklärt Dr. Walter Klingelhöfer, kaufmännischer Geschäftsführer des RKK. Dr. Gröne ist Experte für moderne und schonende OP-Techniken, wie die minimal invasive Chirurgie, bei der nur kleine Schnitte gesetzt werden, im Operationssaal zum Einsatz kommen. Was zieht den Großstädter an die Weser? „Bremen als attraktive und lebenswerte Stadt im Norden habe ich bereits zu Beginn meiner klinischen Laufbahn kennen und schätzen gelernt. Ich freue mich nach mittlerweile 16 Jahren auf die Rückkehr von der Spree an die Weser“, erzählt der Familienvater.

Das Fachgebiet Unfallchirurgie übernimmt Herr Dr. Dirk Hadler

Ab dem 1. Juni leitet Dr. Dirk Hadler zusammen mit Dr. Ingo Arnold als weiterer Chefarzt die neu zusammengesetzte “Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, operative Rheumatologie und Wiederherstellungschirurgie”, kurz: Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. Der 54jährige kommt aus dem Klinikum Links der Weser ins RKK, er war dort zuletzt als Leitender Arzt der Sektion Unfallchirurgie tätig. Zuvor arbeitete der gebürtige Hamburger als Oberarzt der Abteilung für Unfall – und Wiederherstellungschirurgie im BG Unfallkrankenhaus Hamburg. Dr. Hadler ist Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie sowie spezielle Unfallchirurgie. Er hat sich spezialisiert auf die Versorgung von Unfallverletzungen jeglicher Art und von deren Folgezuständen, auf die Therapie bei Heilungsstörungen von Knochenbrüchen – so genannte Pseudarthrosen – und auf Knocheninfektionen.

Warum ist die Neuaufteilung der Chirurgischen Kliniken notwendig?

Mit der Neugliederung der beiden chirurgischen Kliniken trägt das RKK der Fächergliederung der ärztlichen Weiterbildungsordnung Rechnung – das ist wichtig für die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses. „Gleichzeitig hilft die Trennung der Fachbereiche den Ärzten bzw. Operateuren, sich klarer auf ihre Schwerpunkte zu konzentrieren und ihre Stärken weiter auszubauen“, erklärt Dr. Klingelhöfer.

Foto wie oben: v.l. Privatdozent Dr. med. Jörn Gröne, Dr. med. Dirk Hadler

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