Veranstaltungen

Über aktuelle Veranstaltungen informieren wir Sie rechtzeitig an dieser Stelle. Bitte achten Sie auch auf Bekanntmachungen in der lokalen Presse.


Patientenveranstaltungen

Rheuma-Forum 2017

01.11.2017 — 17:00 – 19:00 Uhr
Tagungszentrum Forum K

Ihre Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 0421 5599 -304.

Liebe Patienten und Interessierte,

wie jedes Jahr laden wir Sie ein, Neuigkeiten in der Diagnose und Behandlung von Rheuma - von der Kindheit bis ins Alter - zu erfahren und Ihre Fragen zu stellen.
Zusammen mit der Rheuma-Liga Bremen e.V., Fachärzten aus Klinik und Praxen sowie vielen Selbsthilfegruppen aus Bremen und Umzu möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen und laden Sie zu Kurzvorträgen und einer anschließenden Podiumsdiskussion mit Experten ein. Die Veranstaltung im Tagungszentrum Forum K ist kostenfrei. Weitere Informtationen finden Sie in unserem Flyer

Ihre Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 0421 5599 -304.

Wir freuen uns auf Sie!
Ihre Chefärzte des Bremer Rheumazentrums

Veranstaltungen für Ärzte und medizinisches Fachpersonal

36. Bremer Rheumasymposium

Sa, 11.11.2017
Tagungszentrum Forum K

Riesenzellarteriitis: Neues Medikament zeigt große Behandlungserfolge

Das Bremer Rheumazentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) organisiert jährlich das „Bremer Rheumasymposium“ - die größte Rheuma-Ärztefortbildung in Nordwestdeutschland. In diesem Jahr werden wieder circa 200 Rheumaexperten – darunter Wissenschaftler und Ärzte – ins Tagungszentrum der Klinik kommen, um sich über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie rheumatischer Erkrankungen auszutauschen. Die Volkskrankheit Rheuma mit ihren zahlreichen verschiedenen Krankheitsbildern ist ein komplexes Feld. Wichtig für die schnelle Diagnose ist neben der engen Kooperation der beteiligten Berufsgruppen auch die Weiterbildung von Hausärzten, Orthopäden und Rheumatologen. Dieser Aufgabe widmet sich das Rotes Kreuz Krankenhaus bereits seit 36 Jahren.

Themenschwerpunkte sind in diesem Jahr:

  • Rheuma und Gefäße / Riesenzellenarteriitis
  • Psoriasis-Arthritis
  • Myositis
  • Fibromyalgie
  • (Rheuma-)Orthopädie und Unfallchirurgie

Riesenzellarteriitis: Neue zugelassenes Medikament zeigt große Behandlungserfolge in der weltweit häufigsten Gefäßentzündung

Seit September 2017 zeichnet sich ein weiterer therapeutischer Meilenstein in der Behandlung der weltweit häufigsten Gefäßentzündung ab, der so genannten Riesenzellarteriitis. Diese rheumatische Krankheit gehört zur Gruppe der entzündlichen Erkrankungen der Blutgefäße (Vaskulitiden). Die Riesenzellarteriitis befällt die großen Arterien des Blutkreislaufes wie die Hauptschlagader, die Halsgefäße oder Armgefäße. Die Entzündung lässt die Gefäßwände anschwellen. Dadurch verengt sich häufig das Blutgefäß und es verringert sich der Blutfluss bis hin zum vollständigen Verschluss des Blutgefäßes. Typische Symptome dieser Erkrankung, die zumeist erst nach dem 50. Lebensjahr auftritt, sind Schläfenkopfschmerz, Kaumuskelschmerzen, Kopfhautschmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit und hohe Entzündungswerte. Höchste Aufmerksamkeit ist bei auftretenden Sehstörungen geboten - etwa 5-10 Prozent der Betroffenen klagen aufgrund der Minderdurchblutung des Sehnervs darüber. Ohne Behandlung droht innerhalb kurzer Zeit eine irreversible Erblindung. In Deutschland sind etwa 2 von 1000 Menschen über 50 Jahren – Frauen häufiger als Männer - betroffen. Etwa fünfzig Prozent der Betroffenen leiden parallel unter Muskelrheuma (Polymyalgia rheumatica) mit Schmerzen im Schulter- und Beckengürtel und Schmerzen der Muskulatur von Oberarmen und Oberschenkeln mit starker Morgensteifigkeit.

Fast 60 Jahre lang hat es keine gezielt zugelassenen Medikamente für Riesenzellarteriitis gegeben. Behandelt wurde bislang mit Kortison, was zu ernsthaften Nebenwirkungen führen kann, wie Osteoporose, Diabetes, Stammfettsucht, grauer und grüner Star“, betont der Rheumaexperte. Bei hohem Cortisonbedarf erfolgte bislang zusätzlich eine Therapie mit Methotrexat. Seit September ist nun ein Biologikum mit dem Wirkstoff Tocilizumab offiziell für die Behandlung der Riesenzellarteriitis zugelassen. „Es unterbricht die Entzündungsreaktion durch Blockade eines wichtigen Entzündungsbotenstoffes (Interleukin 6). Die Wirksamkeit hat eine aktuelle große internationale Studie mit deutscher Beteiligung (GIACTA-Studie) eindrucksvoll nachgewiesen. Auch unter Tocilizumab ist weiterhin Kortison unverzichtbar, aber der Bedarf ist deutlich geringer und Rückfälle der Erkrankung sind deutlich seltener“, erklärt der Rheumatologe.

Hintergrundinfo Rheuma

Rheuma ist der Oberbegriff für mehr als 100 verschiedene Erkrankungen, die zum Teil durch Entzündungen hervorgerufen werden – von Beschwerden und Krankheiten des Bewegungsapparates über entzündlich-rheumatische Erkrankungen der inneren Organe bis zu Bindegewebs- und Knochenerkrankungen, wie Osteoporose oder Gelenkverschleiß (Arthrose). Fast jeder vierte Deutsche ist von einer rheumatischen Erkrankung betroffen. Die Situation von Rheumapatienten hat sich in den vergangenen 20 Jahren aufgrund des medizinischen Fortschritts deutlich verbessert. „Gelenkschmerzen und Behinderungen können heutzutage bei einem Großteil der Betroffenen verhindert werden. Viele Patienten profitieren heute von neuen biotechnologisch hergestellten Antikörpern, die deutlich besser wirken, weil sie gezielt in den Entzündungsprozess eingreifen“, weiß Prof. Dr. Jens Gert Kuipers, Chefarzt des Bremer Rheumazentrums am Rotes Kreuz Krankenhaus.

Informationen zu Anmeldung und Programm lesen Sie im Flyer


Qualitätszirkel Interdisziplinäre Rheumatologie und Osteologie

Mittwochs: Termine für 2017 folgen in Kürze

Internistisch-rheumatologische Assistentenweiterbildung

jeden 2. Freitag von 13:45 - 14:30 Uhr

Gastvisiten

nach Rücksprache mit dem Chefarzt

St. Pauli-Deich 24 • 28199 Bremen • Tel. 0421 / 55 99-0